Hat die Ukraine Russland besiegt?
BR24 zeichnet am 9.9.2022 ein desaströses Bild des russischen Militärs (siehe BR24, 9.9.2022).
BR24 zeichnet am 9.9.2022 ein desaströses Bild des russischen Militärs (siehe BR24, 9.9.2022).
Die Medien berichten über die Erfolge der ukrainischen Armee. Aber ein Aspekt bleibt dabei meist unerwähnt: Der Winter. Tatjana Kojic erinnert daran, dass in einem Krieg nicht nur militärische Komponenten wirken.
Neben dem Wirtschaftskrieg tobt aktuell auch ein Nachrichenkrieg. Die westliche Alianz kämpft darum, ihre Sicht der Dinge möglichst ungestört in die Bürger einzutrichtern. Das zieht eine Politik nach sich, wie sie aus jedem Krieg bekannt ist: Keine Feindsender! Nur die Information des Wahrheitsministeriums darf verbreitet werden. Rainer Brunath hat darüber ein ausführliches Essay mit Blickpunkt BRD geschrieben.
Handwerker für den Frieden – Über 2.000 Menschen protestieren in Dessau gegen Russland-Sanktionen
Nachdem mir in einer Diskussion vorgeworfen wurde, ich kritisier nur den Westen und die Ukraine – nicht aber den Agressor Russlands, habe ich versucht, die Vorgänge zu reflektieren und diese meine Asymmetrie in der Kritik zu beleuchten.
„Die Ukrainer sind bereit, für die europäische Perspektive zu sterben. Wir wollen, dass sie mit uns den europäischen Traum leben“, erklärte die EU-Kommissionspräsidentin Frau von der Leyen (Lost in Europe, 29.7.22).
Die vom Westen verhängten Sanktionen gegen Russland beenden zwar den Krieg in der Ukraine nicht – aber sie schaden allen. Sind die Sanktionen etwa dazu da?
Der Westen (USA) ist anscheinend an keiner Befriedung des Ukrainekonflikts interessiert: Statt De-Eskalation weitere Aufrüstung und das mit sehr bedenklichen Elementen.
So meldet der Anti-Spiegel, dass die von der USA gelieferten HIMARS-Raketenwerfer von Amerikanern bedient – eigentlich eine aktive Kriegsbeteiligung.
„Nicht die Ukrainer, sondern die Amerikaner schießen mit den HIMARS, und zwar hundertprozentig, denn die HIMARS haben ein ausgeklügeltes Satelliten-Zielsystem, mit dem sie das Ziel genau bestimmen können. Jeder Dummkopf kann einen einfachen Knopf drücken, aber hier muss man mit einem komplexen System arbeiten. Das sind amerikanische Waffen und amerikanische Satelliten, es gibt keine ukrainischen Satelliten. Das ist also das Werk der Amerikaner, die davon träumen, dass dieser Krieg ewig dauern wird.“ (Anti-Spiegel, 23.7.22 )
Dies ist nicht die erste Beteiligung der Westmächte an dem Krieg – Waffenlieferungen, Ausbildung von Soldaten, Übermittlung von Aufklärungsdaten usw. laufen seit geraumer Zeit.
Der Westen (die USA) verlässt sich darauf, dass – anders als sie in den Medien berichten – die Russische Föderation eben nicht kriegsgeil ist und einen Konflikt mit der NATO vermeiden möchte.
Russland will eine direkte militärische Konfrontation mit der NATO vermeiden. Das sieht man daran, dass Russland bisher nicht auf die klaren Kriegsbeteiligungen der NATO (Übermittlung von Aufklärungsdaten und Ausbildung ukrainischer Soldaten an westlichen Waffen) reagiert.(Anti-Spiegel, 23.7.22 )
Bisher scheint diese Rechnung auch aufzugehen.
Der grausame Krieg in der Ukraine, brach nicht aufgrund eines irren Herrn Putins los – er brach aufgrund irrer Machtbestrebungen des Westens los. Die Russische Föderation ist blos in die aufgestellte Falle getappt. Ein bewährtes Vorgehen US-amerikanischer Strategen – gefolgt von geschickter Propaganda.
Kanzler Scholz und Präsident Macron haben es nicht einmal gewagt, den massiven Aufmarsch von Nato-Truppen an der Ostfront – pardon: Ostflanke – infrage zu stellen. Eine neue Eingreiftruppe mit 300.000 Mann wurde einfach so abgenickt. (Lost in EU, 1.7.22)
Der NATO-Gipfel hat seine Kriegsbestrebungen weiter getrieben: Russland als Feind deklariert, 300.000 Soldagen in erhöhte Bereitschaft versetzt. Die Operationsplanung für den Krieg läuft (siehe: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8963)
Die Provokationen der EU-Kommission gegen Russland nehmen zu – gleichzeitig auch die mediale Kampagnen zum Durchhalten des Westens – während auf der anderen Seite Russland militärisch und wirtschaftlich konsolidierte Fakten schafft.
Die Energieministerin in Österreich hat den Umbau des Heizkraftwerks Mellach auf Kohle angeordnet (siehe Wiener Zeitung, 20.6.22). Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass die Regierenden schon fix mit Krieg rechnen.
Unter dem Titel „Kriegerische Kommunikation“ weist Lost in EUrope auf die aktuelle Kriegshetze der EU-Exponenten hin. Diese Personen sind aber für so eine Politik NICHT legitimiert! Von der Leyen und Co drängen uns in einen Krieg, der nur den USA nutzt.
Putins Rede in St. Peterburg wäre es wert, auch in den „seriösen Medien“ gebracht zu werden.
Die EU wurde als gemeinsamer Wirtschaftsraum gegründet – und versprach auch, nicht weiter zu gehen. Nun tendiert die EU-Regierung dazu, immer mehr zu einem zentralistischen Aggressor gegen Russland im Dienste der USA zu werden. Dabei ist die EU auch bereit, sämtliche Regeln zu brechen.
ntv hat ein Interview mit Gustav Gressel, einem Senior Policy Fellow beim ECFR geführt. Kernaussage: Der Westen muss Russland aus der Ukraine werfen, alles andere ist Feigheit.
„Drohungen der Türkei: Damaskus und Moskau verstärken Militärpräsenz in Nordsyrien. SDK wollen im Verteidigungsfall Kooperation“ (https://www.jungewelt.de/artikel/427869.ankaras-invasionspl%C3%A4ne-bereit-zur-abwehr.html)
Gerade aktuell, wo der „Wertewesten“ aufgrund des militärischen Vorgehens Russlands in der Ukraine zu Sanktionen greift, die nahezu einer Selbstzerstörung gleichkommen um Russland für sein Vorgehen zu strafen, ist es verwunderlich, wie Europa bei Israel so ganz anders reagiert.
Russland, geführt von einem wahnsinnigen Diktator hat aus reiner Machtgier die freiheitsliebende Ukraine überfallen, die nun todesmutig sich praktisch mit bloßen Händen gegen den blutrünstigen russischen Bären wehrt. Die westlichen Demokratien stehen nun dem heldenhaften Siegfried Ukraine bei, um das dämonische Russland endgültig in die Schranken zu weisen.
Der Blog seiora.org publiziert die Rede Putins vor dem eurasischen Wirtschaftsforum auf Deutsch. In unseren Medien kaum vorhanden, zeigt diese Rede, wie Russland und Eurasien zwar bereit wäre, mit Europa zusammenzuarbeiten – aber durch die Wirtschaftssanktionen vermehrt sich auf den asiatisch-pazifischen Raum hin orientiert.
In der aktuellen Diskussion um den Ukraine-Krieg gibt es zwei Diskussions-Fronten:
Mediales Framing, also manipulative Berichterstattung auf jedem Gebiet: Zwar ist die Ukraine seit 2001 von einem Importland für Weizen zu einem großen Exportland geworden – aber für die Weltversorgung mit Getreide ist die Ukraine nicht zentral (ca. 8,5% der Exporte für Getreideprodukte der Welt) (siehe Statista für 2020/21).
Als kleinen Nachtrag zu meiner Reflexion über die Lageeinschätzung im Abnützungskrieg Ukraine (siehe: https://www.linkestmk.at/archive/22485 ) erscheint mir ein Blog-Beitrag im Anti-Spiegel ergänzend wichtig: https://www.anti-spiegel.ru/2022/ist-russland-in-die-falle-des-westens-gegangen-oder-umgekehrt/
Es ist nahezu unmöglich, aus der Berichterstattung eine halbwegs klare Lageeinschätzung über Umfang und Dauer der Kriegshandlungen in der Ukraine zu bekommen – zu sehr sind alle Meldungen von manipulativen Darstellungen gefärbt.
„Mit immer mehr Geld und Waffen machen die USA den Krieg in der Ukraine zu ihrem eigenen.“ (Lost in Europe)
Alle Qualiätsmedien und alle westlichen Fachleute erzählen uns, dass Putin verrückt, krank, isoliert ist, dass er falsch informiert ist und betrügt. Demgegenüber ist die Ukraine und Selenskyj die wahre Demokratie und ein Hort der Ehrlichkeit (und natürlich die westliche Presse). Nun: Der Anti-Spiegel, ein Blog von Thomas Röper, versucht da gewaltig zu relativieren:
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Ursula von der Leyen will einen EU Kriegsanleihe für die Ukraine auflegen – Selenskyj träumt von einem Gegenangriff – und die österreichische Verteidigungsministerin will einen Kooperationsvertrag mit einer US-Nationalgarde beschließen!
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