[BRD][Aktionsbündnis] Infobrief 2 zum 3. Oktober 2026
Jetzt gilt’s: Kommt am 3. Oktober zu den Demos in Berlin und Stuttgart!
DEMO MIT EINER SPENDE ERMÖGLICHEN
Das letzte Wochenende hat gezeigt: es tut sich was in Deutschland. Am Freitag haben 45.000 Schülerinnen und Schüler gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht gestreikt. Am Samstag sind 175.000 Menschen auf den gewerkschaftlichen Demos gegen den Sozialabbau auf die Straße gegangen.
Am 3. Oktober verbinden wir diese Kämpfe, und demonstrieren in Stuttgart und Berlin unter dem Motto „Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg! – Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit“. Inzwischen wird die Demonstration von 290 Gruppen und Organisationen aus ganz Deutschland unterstützt.
Los geht es um 13 Uhr. In Berlin am Brandenburger Tor und in Stuttgart am Schlossplatz.
Sprecht nochmal eure Bekannten an, nutzt die Mitfahrmöglichkeiten und spendet, damit wir den Aktionstag finanzieren können.
Aktionsbündnis 3. Oktober 2026
Einzelheiten zum Verlauf der
Demo in Berlin
Die Auftaktkundgebung in Berlin beginnt um 13:00 Uhr am Brandenburger Tor. Schon zuvor beginnt ab 12:30 Uhr ein Musikprogramm mit Peace DC (Reggay, Afrobeat, Dancehall, Friedenslieder Hannover). Im Anschluss gibt es einen Beitrag des Berliner Kabarettisten Arnulf Rating. Für das Aktionsbündnis eröffnen dann Jutta Kausch-Henken und Wiebke Diehl die Kundgebung. Dem folgen Monika Koops (aktiv im AK Frieden und im Fachgruppenvorstand Öffentlicher Dienst, ver.di Hamburg), Christian Leye (Stellvertretender Vorsitzender des BSW), Prof. Dr. Johannes Varwick (Politikwissenschaftler, Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und europäische Politik, Universität Halle-Wittenberg), der Musiker Pablo Miró (argentinisch – deutscher Liedermacher Berlin), Karla Wolf (Schulstreik gegen Wehrpflicht aus Kiel) und Sören Pellmann (Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im Bundestag).
Im Anschluss beginnt eine große Demonstration durch Berlin, die im vorderen Lautsprecherwagen durch Aktive aus der antimilitaristischen Jugendbewegung moderiert wird. Laut und kämpferisch.
Auf der Abschlusskundgebung sprechen Maria Buchwitz (Mitglied des Bundesvorstandes pax christi – Deutsche Sektion e.V.), Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP), Alev Bahadır (Vorsitzende der DIDF). Angefragt ist zudem eine Rednerin aus der Palästina-Solidaritätsbewegung. Auch auf der Abschlusskundgebung gibt es musikalische und künstlerische Beiträge.
Einzelheiten zum Verlauf der
Demo in Stuttgart
In Stuttgart gibt es auf dem Schlossplatz ab 12:45 Uhr Musik von Playtime (das „kleine Bluesorchester“). Dem folgt um 13 Uhr ein Videostatement der „Ulm 5“ (Palästina-AktivistInnen, die wegen Aktionen gegen israelischen Rüstungskonzerns Elbit System angeklagt sind). Dann gib es Musik von Toba Borke (Freestyle-Rapper), bevor Ronja Fröhlich (Nein zur Wehrpflicht) und Leo (Schulstreikkomitee Weinheim) sprechen. Ihnen folgen Michael Quetting (ver.di Saar-Blies zu Kriegsvorbereitung im Gesundheitswesen) und mit einem Video-Grußwort Margot Käßmann (ehem. EKD-Ratsvorsitzende). Weitere Grußworte sind von Sophie Bolt (Generalsekretärin der Campaign for Nuclear Disarmament in Großbritannien) und von Klaus Zwickel (ehemaliger Vorsitzender der IG Metall) vorgesehen. Dann gibt es Reden von Özlem Demirel (Stellv. Parteivorsitzende Die Linke, MdEP, EU-Aufrüstung) und von Paul Schobel (pax christi, Betriebsseelsorger, Autor).
Im Anschluss beginnt eine große Demonstration quer durch Stuttgart.
Auf der Abschlusskundgebung sprechen Sevim Dagdelen (BSW, Journalistin, bis 2025 MdB), Jules El Khatib (Deutsch-Palästinensische Gesellschaft) und Mark Ellmann (DKP-Parteivorstand, Friedenskommission, aktiv in der GEW zu Kapitalismus und Krieg). Vorgesehen ist ein Video-Grußwort des Journalisten Hüseyin Dogru sowie Musik von Reinhard Frankl.
Gemeinsame Anreise
Einige Friedensinitiativen organisieren Busse oder andere Formen der gemeinsamen Anreise. Hier findet ihr dazu Angaben:
Weitere friedenspolitische Aktionen
Über weitere friedenspolitische Aktionen, die am 1. und am 2. Oktober in Münster und in Berlin stattfinden werden, hatten wir euch bereits mit unserem letzten Infobrief informiert. Angaben dazu gibt es ebenfalls auf unserer Webseite:
Weitere friedenspolitische Aktionen am 1. und am 2. Oktober
Bericht vom Schulstreik am
25. September
Am 25. September haben erneut mehr als 45.000 Schülerinnen und Schüler in über 100 Städten die Schule bestreikt. Eine Woche vorher hatte das Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass seit Juli schon gemustert wird – und zwar auch schon über 1.000 Männer, die angegeben hatten, kein Interesse an der Wehrpflicht zu haben.
Golo Kirsch, ein 18-jähriger Schüler aus Kiel, erklärt dazu: „Wir wurden verarscht! Uns wurde erzählt es ginge um Freiwilligkeit, die Musterungen kämen 2027. Aber nun hatte ich schon ein Jahr vorher eine Ladung im Briefkasten, und die Bundeswehr sagt die Pflicht gilt schon jetzt. Wir werden uns heute aber nicht zur Musterung zwingen lassen, und morgen erst recht nicht in die Kaserne. Wir werden nicht 180 Tage unseres Lebens aufgeben, wir werden kein Kanonenfutter sein.“
Die Schülerinnen und Schüler haben sich von Schuleinsperrungen wie in Bonn und Regensburg, Personalien-Aufnahmen wie in Karlsruhe und Berlin, und Anzeigen wie in Münster nicht einschüchtern lassen. Sie haben das vierte Mal in Folge gestreikt und mobilisieren zum 2. und 3. Oktober nach Berlin und Stuttgart. Aktuell werden in ganz Deutschland Treffen und Unterrichtsstunden gegen die verpflichtenden Musterungen organisiert (Material dazu ist auf der Webseite der Schulstreikkomitees zu finden). Sie erklären: „Wir sind die Generation Widerstand, die weiter gegen die Wehrpflicht streikt, bis sie vom Tisch ist!“
Erste Bilder von den Schulstreiks, auch die am 25.09. vom Schulstreik-Bündnis herausgegebene Presseerklärung findet ihr auf unserer Webseite:
Bilder vom Schulstreik und Pressemitteilung
DGB-Aktionen am 26.09.2026
Unter dem Motto ‚Rote Karte dem Kahlschlag – Auf die Straße gegen den Sozialabbau‘ fanden am 26. September in 15 Großstädten Demonstrationen und Kundgebungen des DGB und seiner Einzelgewerkschaften statt.
Daran beteiligten sich nach Angaben des DGB bundesweit rund 175.000 Menschen. Sie setzten ein deutliches Zeichen für einen starken Sozialstaat, sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten.
Aktive und Gruppen der Friedensbewegung waren dabei, zeigten Flagge und Transparente und verteilten Materialien. Auch in vielen Reden war der Zusammenhang von Hochrüstung und Sozialabbau ein Thema, obwohl es in den offiziellen Aufrufen ausgeblendet wurde.
Dazu haben wir euch auf unserer Webseite einige erste Bilder dokumentiert:
Bilder von Friedensaktiven bei den Gewerkschaftsaktionen
Dieser Infobrief kommt noch einmal mit Berichten nach der Demo am 3. Oktober 2026 heraus. Für den Versand nutzen wir Datenbestände der an unserem Aktionsbündnis beteiligten Gruppen. Wer ihn nicht direkt erhalten hat, kann ihn hier bestellen:
Aktionsbündnis 3. Oktober 2026
Mail-Adresse: ‚unterstuetzung@friedensdemo0310.org‘
Webseite: ‚https://friedensdemo0310.org‘

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