West-Framing im Falle Putins
Passend zu meinem heutigen Essay liefert WELT auf Youtube ein Beispiel, wie die Westberichterstattung läuft:
So bringt WELT die Rede Putins und der sagt da sinngemäß: er wünsche sich Altkanzler Schröder als Verhandler – aber es bleibt den Europäern überlassen, wen sie vertrauen. (siehe: https://www.youtube.com/watch?v=hflPSjFoi6w)
Im Anschluss daran bringt WELT den Sicherheitsexperten Masala aus Leipzig. Der Verweist darauf, dass Russland bei der Annäherung Armeniens an die EU auf die Folgen solcher Bewegungen im Falle der Ukraine verweist. Masalla meint, dass Putin im Falle der Ukraine die NATO als Störfaktor gebracht hatte und nun ist es halt die EU. Dass EU und NATO nicht so klar zu trennen sind, erwähnt der Experte nicht. Zur Putin-Rede meint Masala, dass Putin Schröder als Trick vorschlägt, damit er später, wenn die Europäer sich nicht auf Schröder einigen, sagen kann: seht, sie wollen gar nicht verhandeln. Dass Putin auch gesagt hat, sie sollen schicken, wen sie vertrauen, das verschweigt der Experte.
Anhand dieser Berichterstattung und anhand der Statements dieser Experten ist tatsächlich keinerlei diplomatischer Fortschritt zu erwarten. Wenn man dann noch die Aussagen einer Frau Kallas berücksichtigt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Putin kaum Interesse hat, mit EU-Granden zu verhandeln.

ich habe mir das trasnskript der rede putins gegeben, er meinte auf eine frage eines journalisten, er sehe keine europäischen politiker als verhandler, am ehesten schröder.
das war jedoch kein wunsch, bestenfalles eine feststellung, da wird wieder aus einem nichts irgendwas konstruiert. klarerweise von experten :-)
Trackback by kurt strohmaier 12. Mai 2026 09:36