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Serbien: Neue Situation

Bloged in Allgemein by friedi Sonntag September 16, 2018

In Serbien tut sich Neues: Ganz überraschend, ohne Vorankündigung wurde ein neuer Generalstabschef eingewechselt.

Abwarten, was dies noch mit sich bringen könnte. Außerdem hat die „POLITIKA“ die Möglichkeit einer Volksabstimmung in den Raum gestellt, ob Serbien mit der EU verhandeln soll, dieser innert sieben Jahre beitreten soll oder nicht. Diese dürfte Vuđić mit überzeugender Mehrheit verlieren, da er sich für solche Verhandlungen geoutet hat. Mir möchte scheinen, daß sich seine Prmnjerka (Anm. Frie.: Prmnjerka=Premierministerin;  Ana Brnabić ist gemeint) bereits von ihm zu emanzipieren begonnen hat und der Präsident die Flucht nach vorne antreten mußte, indem er ihr einen Extra-Obersten Befehlshaber vorsetzte, einen, der auch ohne serbische Generalsuniform, nur in Zivilkleidern, besonders schneidig aussieht. Gerade die traditionsbewußten Militärkreisen sind ja besonders pro-britisch orientiert. Den letztendlichen Sieg über die Ustascha haben die serbischen Generäle nicht zuletzt der intensiven Militärhilfe Großbritanniens verdankt.

Graz, 16.9.2018, A. Rosenberger

Anm. LinkeStmk: Zu den Vorgängen in Serbien siehe auch den Kommentar vom 18.2.2018,

Ergänzung 28.9.2018:

In der „POLITIKA“ vom 27.9. 2018 steht ein seltenes Interview, worin der Vorsitzende der einflußreichen Avantgarde-Partei des serbischen Vorwärts, Darko Glišić, dem Serbischen Staatspräsidenten Vuđić seine Solidarität versichern mußte, daß er für den Fallm daß er gehen müsse, er mit ihm ebenfalls von der politischen Bühne gehen müsse. Serbien hat zur Zeit gewiß ernstere Sorgen als die EU-Regelung, die ohnedies – soferne überhaupt – erst in sieben Jahren entscheidungsreif werden würde. Es könnte sogar auch für die Umsetzung des österreichsichen Landesverteidigungsbewußtseins von Bedeutung werden, da in einer Zeit, wo allenthalben der Dschihadismus gefährlich drohend das Haupt erhebt, schon wieder keine Einigung zwischen Belgrad und Priština über die nachhaltige Gewährleistung der demokratischen Grundechte der serbischen Minderheit erfolgen konnte – kein gutes Omen für die Minderheitenregelungskompetenz der EU, trotz der prinzipiellen Gesprächsbereitschaft auch des Staatspräsidiums von Kosovo und Metochien die Ergebnisse ausgeblieben sind. Mir möchte scheinen, daß dies so viel wie das Einbekenntnis Prištinas bedeutet, daß der dortige Verfassungsschutz- und Terrorismusbekämpfungsbehörde hierfür zu schwach organisiert worden sein könnte…
Graz, 27.9.2016, A. Rosenberger

 

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