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In vielen Arbeitslagern bewährt, nun auch bei uns: Wer sein Pensum nicht erfüllt bekommt keine Suppe!

Bloged in Allgemein by friedi Samstag April 15, 2017

Die Zeitung ÖSTERREICH meldet in ihrer Ausgabe vom 10.April auf  Seite 8: AMS sperrt Bezüge 104.000 Mal!

Diese Zahl ist das Ergebnis einer Anfrage der FPÖ an den Sozialminister in Österreich. Die Zeitung führt auch an, dass 16.793 Verweigerern der Bezug für 6 bis 8 Wochen gesperrt wurde. Für den Minister mit dickem Salär aus Steuergeldern sicher kein Problem und ohne Verlust für seine Lebensqualität leistbar. Ja diese Ministerinnen und Minister sind ja auch leistungswillig und leisten viel – und das für einen Bettel an Salär.

Diese Verweigerer hingegen! Da werden ihnen ohnedies schon Transferarbeitsplätze mit kurzfristigen Verträgen ohne Zukunftsaussicht angeboten (siehe: Gemeinnützige Zwangsarbeit) – um einen Mindestlohn mit den sie immerhin einen Teil der privatisierten Wohnungsmiete bezahlen könnten! Und diese Angehörigen einer Transferklasse, also praktisch Bürger zweiter Ordnung (Achtung: ist zu Unterscheiden von der leistungswilligen Klasse der Großsubventionsbezieher! Die sind ehrenwerte Leistungsträger! Bitte nicht verwechseln!) singen keine Hymnen auf die tüchtigen Minister und AMS-Betreuer sondern sind so undankbar, in Depression und trotzige Verweigerung zu versinken! Unser tüchtiger Herr Finanzminister hat schon klar erkannt: diesen Untermenschen muss die Unterstützung weiter gekürzt werden – woher sollte sonst für die Leistungswilligen die Treiber für die sonntägliche Wildschweinjagd herkommen? Dieser Pöbel wird ja so frech, dass er für diese Ehre dann vielleicht mehr als ein Paar Würstl mit Saft verlangt! Das können wir uns sicher nicht leisten!

Das AMS – praktisch die Lageraufsicht über diesen Pöbel – geht da – natürlich völlig rechtskonform (siehe Fall Zöllner) – voran und streicht diesen Widerborsten wo es nur geht die Unterstützung. Sollen die doch einbrechen oder noch besser: gleich sterben gehen! Wer braucht die schon?

Wenn die jetzigen Unterstützungsbezieher weg sind, dann importiert die Wirtschaft halt kistenweise neue – sogenannte dringend notwendige Arbeitskräfte. Und falls diese dringend notwendigen Expertinnen und Experten dann doch auch die Frechheit haben, als Lohn zumindest die Existenzkosten zu fordern: na, das AMS steht für Bezugsentzug (wunderbares Wort!) bereit. Wir Leistungsträger, Kapitalrenditenbezieher, Aufsichtsräte, Steuergeldentlohnte, wir werden es diesen Pöbel schon zeigen. Wir haben nicht nur ein paar Banken, Gemeinwesen und sonstige Infrastrukturen vernichtet! Wir können da noch wesentlich mehr! Wir haben Erfahrung und Leistungswille. Diese Drohung steht im Raum. Darum lieber Pöbel: Kusch!

Denkt daran: die Regierungsagenten haben inzwischen schon das Sozialsystem, das Gendarmariesystem und auch das Polizeisystem erfolgreich abgebaut. Das Krankenhaussystem und das Schulsystem ist aktuell im Zertrümmerungsprozess – und diese Regierungsagenten sind noch weiter Leistungswillig! Auch ein System von Besserungsanstalten für Leistungsunwilligen ist in unserem Kulturkreis kein Novum und bei der um sich greifenden Gesinnung der sogenannten Besseren gepaart mit dem ungebrochenen Leistungswillen dieser Kaste keine Unmöglichkeit!

Die österreichische Oberschicht hat jahrhundertealte Erfahrung wie man solche Wesen behandelt.

Und: Widerstand ist zwecklos: Wir, die Oberschicht mit ihren Funktionären haben das Innen- das Außen- das Sozial- das Verteidigungs- das Wirtschaftsministerium und auch sonst alles in unserem Machtbereich. Die Zäune werden nun an der Grenze errichtet (nur zur Sicherheit – und nur gegen die Zuwanderer). Im Land selbst sind bereits viele Bahnhöfe und Bahnlinien eingezäunt.

Irgendwie weckt diese Zaunwut bei mir unangenehme Vorstellungen: sowohl die an der Grenze als auch die um die Bahnhöfe.

Sicher zu unrecht! Das heutige österreichische Regime  würden im vereinten Europa dies nicht brauchen, weil über die EU-Kommission und ihren Gesetzen, vereint mit der Aufrüstung es ohnedies keinen Ausweg mehr gibt. Dieser Bodensatz an Leistungsunwilligen (also Lohnabhängigen) wird ohnedies überall in gleicher Weise räsoniert. Das geht, um es modern zu sagen: on the fly!

Der extrem zynischen und unsachlichen Ton in diesem Artikel ist eigentlich nicht zu entschuldigen – aber anders als mit extremen Zynismus sind die aktuelle Vorgehensweisen in der österreichischen Politik nicht zu ertragen. Noch dazu, wo vermutlich eine Mehrheit der Österreicher diesem menschenwürdeverachtenden Vorgehen zustimmen – sie haben ja mit ihrer Wählerstimme diese unsozialen Regenten legitimiert.

Als Nachsatz sei die kurze Frage erlaubt: was wäre, wenn dem Herrn Minister (oder auch der Frau Ministerin – die Unmenschlichkeit ist ja inzwischen voll gleichberechtigt) seine Bezüge einmal für 6 – 8 Monate gesperrt werden würden?

Graz, 14.4.2017, W.Friedhuber

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