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[DW] Wie Putins Krieg Russlands Geschäftsmodell zerstört hat

Bloged in Allgemein,Geld,Krise by friedi Mittwoch Januar 4, 2023

Im Blog DW ist eine kompkte Darstellung der wirtschaftlichen Folgen der Sanktionen für Russland dargestellt.

Der Artikel beschreibt sehr klar, wie die Wirtschaftsbeziehungen mit Westeuropa – vor allem mit Deutschland – durch den Ukraine-Konflikt zerstört wurden. Die Schuld sowie der Schaden wird dabei einseitig Putin zugeschrieben.

Unerwähnt bleiben die katastrophalen Folgen etwa für Deutschland – aber auch für die gesamte EU. Wenn Russland, wie der Artikel darlegt, seinen Hauptabsatzmarkt verloren hat, so gilt dies ebenso in rezipoker Weise für den Westen; Keine günstige Energie mehr, keine Exporte – etwa Airbus – mehr und gewaltige Umrüstungskosten, da praktisch einen neue Infrastruktur im Westen aufgebaut werden muss (Öl, Gas und auch Energieerzeugung und Ersatz für die verlorenen Absatzmärkte dürfte kaum zu finden sein – auch wenn der Wiederaufbau der Ukraine hier eine Weile wirtschaftlich mildernd wirken kann – nur die Ukraine hat kein Geld – der Aufbau erfolgt auf Pump).

Der Artikel müsste eigentlich „Wie die westlichen Sanktionen Deutschlands Geschäftsmodell zersötrt hat“ heißen.

Ebenso unerwähnt bleibt im Artikel, dass die russische Wirtschaft diesen Schlag weit besser verkraften wird, als das rohstoffarme Westeuropa (und Deutschland).

So erwähnt der Artikel für Deutschland etwa, dass noch zu Anfang 2022 zahlreiche Gaskraftwerke als Ersatz für die abzuschaltenden Atomkraftwerke geplant waren und damit für Gazprom ein großes Geschäft bevor stand, das nun nicht zustande kam (siehe:  DW, 28.12.22). Die Konsequenz wird im Artikel aber lediglich als „Scherbenhaufen für Gazprom“ (DW, 28.12.22) genannt – was dies für Deutschland bedeutet, wird mit keinem Wort erwähnt.

Klar wir in den Darstellungen – ev. ungewollt – dass Russland keinerlei aggressive Absichten gegen Deutschland hatte. Russland wollte mit Europa zusammenarbeiten.

Im modernen Russland waren fast alle exportorientierten russischen Gaspipelines, die wesentlichen Ölpipelines, Eisenbahnlinien, Autobahnen, ein Großteil der Flugverbindungen gen Westen, nach Europa ausgerichtet. Bei der Modernisierung der Öl-, Kohle und Containerterminals in den Häfen an der Ostsee, am Schwarzen Meer und in Murmansk hatte man in erster Linie den Handel mit Europa im Blick. (DW, 28.12.22)

Dass nun von der EU all diese Handelsbeziehungen abgebrochen wurden, schädigt Russlands Wirtschaft sicher – aber noch mehr die Wirtschaft Europas und Deutschlands (was der Artikel nicht erwähnt).

In Summe ist der Artikel lesenswert, weil er (unfreiwillig?) Einblick in die Motivation dieses Wirtschaftskrieges gibt. Es geht darum, Europa von einem eigenständigen Weg abzubringen – und da ist Putin nur der Sündebock. Der Autor des Drehbuchs sitzt in den USA.

Graz, 4.1.2023, W.Friedhuber

 

Kommentare	»
  1. klar einseitig objektiv ;-) die „deutsche welle“ als poropagandainstrument der ersten stunde des kalten krieges…..

    Trackback by kurt strohmaier 5. Januar 2023 16:31

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