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Reisebericht China: 1.Tag

Bloged in Allgemein by friedi Donnerstag Oktober 18, 2012

China: Mein erster „Arbeitstag“

Reisebericht von H.Dworczak

Nach einer urlangen Reise von Wien nach Nanching- ich musste in Beijing am Flughafen 5 Stunden warten- hatte ich heute auf der Audit Universitaet in Nanjing meiner ersten „Arbeitstag“.
Das Thema meiner Vorlesung war: „Die Krisen in Europa- Die Antworten der Linken“. Ich entwickelte in vier Thesen meine Position: die Krisen des Kapitalismus sind kombiniert und daher in ihren Auswirkungen viel stearker als in der Vergangenheit; die neoliberale Politik der Regierungen verstaerkt die Krisen; die unzureichende Antwort des Neokeynsianismus; die unterschiedlichen Antworten der Linken- die nationalistische der stalinistischen griechischen KP; die internationalistischen Antworten der radikalen Linken bzw. von Teilen der Sozialforumsbewegung. Ich legte schliesslich dar, warum ich der Meinung bin, dass innerhalb des kapitalistischen Rahmens keine wirkliche Loesung der Krisen moeglich ist und warum es daher notwendig ist „ueber diesen engen Rahmen hinauszudenken, den Kampf um eine sozialistische Gesellschaftsordnung wieder voll ins politische Tagesprogramm zu integrieren“.

Die Debatte war spannend und kontroversiell- etwa ueber meinen Vorschlag Griechenland vollstaendig die Schulden zu streichen. Aus einigen Aeusserungen konnte man/frau entnehmen, dass die Ideolgie „die Griechen sind selbst schuld an der Misere“ auch in China Fuss gefasst hat. Sehr interssant war auch die Diskussion ueber die politische Zukunft der Europaeischen Union- etwa ueber die spezifischen Interessen des britischen Imperialismus. Richtig „heiss“ wurde es jedoch als ich die unruehmliche Praxis chinesischer Firmen in Griechenland ansprach: die chinesische Company Cosco hat- gegen den Willen der ArbeiterInnen- die Haelfte des – bisher oeffentlichenn- Hafens in Piraeus gekauft und dort ein extrem rigides „Modell“ eingefuehrt- Entlassungen um „die Produktivitaet zu steigern“, Abbau von Gesundheitsschutz, wenig bis keine Gewerkschaftsrechte etc. Nach Einschaetzung eines Teilnehmers unserer Debatte ging das Match fifty: fifty aus- was heisst, dass sich nur die Haelfte der Diskutanten in dem universitaeren Bereich „ideologische und politische Theorie fuer internationale Theorie“ fuer eine solidarische, internationalistische Position entschied. Wahrlich kein berauschendes Resultat in einem Land , dass sich auf den „Sozialismus“ beruft.

18.10.2012, Hermann Dworczak ( 0043 / 676 / 972 31 10 )

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