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Ein emotionaler Kommentar zu „Kettenreaktion in die Katastrophe“ im ehemaligen Jugoslawien“

Bloged in Allgemein by friedi Sonntag Juni 27, 2021
Die Kolumne von Kut Seinitz in der Kronenzeitung vom 25.6.2021 zum Zerfall von Jugoslawien hat, ob ihrer Einseitigkeit, einen Leser zu einer sehr emotionalen Stellungsnahme in Form eines Leserbriefes an Hr. Seinitz geführt. Da der Leserbrief vermutlich kaum erscheinen wird, soll er hier veröffentlicht werden.

kurt seinitz hat am 25. 6.2021 in der kronenzeitung eine kolumne anläßlich des 30. jahrestages der sezession sloweniens geschrieben, die ja bekanntlich den zerfall und den bürgerkrieg in jugoslawien einegeleitet hat (https://www.krone.at/2446656).

er hat festgestellt, dass die teilrepublik ein recht darauf hatte die föderation zu verlassen, wobei die aktionen eine folge des handelns der „serbo-kommunisten“ in jugoslawien gewesen wäre und slowenien den schritt gesetzt hätte, weil es mit der politik im kosovo nicht einverstanden war. damals hörte man in den medien immer wieder polizeiposten im kosovo  wären von kämpfern der uck angegriffen und jugoslawische polizisten getötet worden. die uck mutierte zur „liberation army“, wobei aktuell einer ihrer anfürer der taci in den haag auf seinen prozess wartet.

dazu sei erinnert, dass ein paar jahre zuvor die teilrepublik serbien den autonomiestatus der regionen vojvodina und kosovo aberkannt hat, weil vordergründig diese im serbischen parlament ebenfalls ihr stimmrecht hatten, in ihrem bereich aber autark waren. das hätte diesen eine übermäßige politische gewichtung gegeben. kosovaren haben sich sehr darüber beklagt, dass sie von seiten der vojvodina keine unterstützung für ihr betsreben bekamen. so sei erinnert, dass später die vojvodina im bereich von novi sad das primäre ziel der bombardements von clinton und albright darstellte.
die slowenische sezession dauerte nur 10 tage, nachdem die jna (die armee von jugoslawien) nicht wirklich eingegriffen hat, obwohl sie attackiert wurde, sie hat ja teilweise auch slowenische soldaten freigestellt, damit diese nicht in einen gewissenskonflikt treten mußten. gleichzeitig begann ähnliches in kroatien, wo das ziel der aufständler war seit jahrhundert angestammte siedlungsgebiete von serbien in kroatien, so in der krajina, ethnisch zu säubern. die waffen für die kroatischen kampftruppen wurden von deutschland (genscher’s war) aus den beständen der ehemaligen nva geliefert. finanziert wurde der ankauf durch den vatikan und soros.
grazer bürger und innen werden sich erinnern, dass in diesen zeiten vor dem operncafé protzig auf dem gehsteig die limousinen kroatischer waffenhändler herumstanden, dabei das organmandat in süffisanter weise bezahlt wurde. der grazer flughafen war der nächste und gängigste zum damaligen krisengebiet.
die kolumne weist unreflektiert die gesamte schuld an den kriegshandlungen den „serbo-kommunisten“ zu, und natürlich dem milosevic, der damals präsident der teilrepublik serbien war. kurt seinitz stellt weiter fest, dass nach den kampfhandlungen von 1991 bis 1999  in den nachfolgegebieten jugoslawiens ein ethnischer friede herrschen würde, was wohl mit einem blick auf kosovska mitrovica in frage gestellt werden könnte.
parallel dazu läuft in der kleinen zeitung eine tägliche serie zu den vorgängen, bei der persönlichkeiten des ehemaligen jugoslawien zu wort kommen und sehr wohl eine differenzierte sicht an den tag legen.
die kolumne des herrn seinitz erscheint als knallige tschimmbumm betrachtung mit einziger schuldzuweisung an serbien. die erwähnung eines konfliktes in den 40ern zwischen kroaten und serben, ist sehr verniedlichend, daher wurde von mir das kz kasenovac des ustascha staates angeführt, in dem vorsichtig gerechnet rund 100’000 ethnische serben, auch mit unterstützung der katholischen kirche umgebracht wurden.
(K.Strohmaier)
Diese einseitige Darstellung war die Ursache für einen sehr emotinal gehaltenen Leserbrief an Hr. Seinitz:
herr Seinitz,
heute haben sie sich übertroffen und lassen das kakanische „serbien muss sterbien“ weiter in den himmel stinken.
ja, slowenien hätte aus der föderation austreten können, nur nach einem festgelegten ablauf, net durch besetzung und attacken auf grenzposten durch freischärler !!!!!!! dass da die armee eines souveränen staates eingreift, liegt wohl in der natur der sache.
sie sprechen von serbo-kommunisten, supa, der staatschef war damals ein kroate, der chef des generalstabes ein bosnier……..
die slowenen wären wegen des kosovo ausgetreten, da lachen wohl die hühner. die slowenen als vermögendere republik wollten einfach keine ausgleichszahlungen mehr an den ärmeren süden leisten, auch an den kosovo nicht…………..
dann wurde halt „genschers war“ durchgeführt besonders in kroatien und so (mit unterstützung des lakaien mock), mit geldern des vatikan (polnischer retropapst gegen orthodoxie) und vom philanthropen von lendvais gnaden soros…..waffen der ehemaligen nva zur ethnischen säuberung der krajina !!!!!!!! jubel, plitvice ist frei von serben 😉
ist wohl sehr zynisch ihr schlusswort, dass es aktuell einen ethnischen frieden in den ehemaligen republiken gibt.  klaro das liegt auf der hand, das ganze ehemalige land wurde ethnisch gesäubert, also sind die nachfolgerepubliken sortenrein !!!!!!
n.b. in unserem wohnhaus mit 66 wohnungen sind mittlerweile 33 fest in bosniakischer hand, was kein gewinn für die alt eingesessenen ist……jetzt sind wir nicht mehr sortenrein, ob der ethnische frieden bei uns  anhalten wird sei dahingestellt. ich erkenne an vielen details, dass wir uns eine mörderische kacke importiert haben.
zur ethnischen säuberung sei auch noch erwähnt, dass der izetbegovic vor hatte  de facto ein kalifat aus albanien, kosovo, sandschak, teile von mazedonien und ein ethnisch zusammenhängendes bosniakien zu gründen…….darob sollte  die orthodoxe bevölkerung um srebrenica und tuzla weichen. siehe die massaker um bratunac 1993 (2500 tote, zivilisten,frauen und kinder), die schergen des naser oric…..die dann vom izetbegovic kurz vor dem racheakt in srebrenica aus der gegend abgezogen wurden. ja, das opferlamm, danach hatten albright und clinton jene opfer die ein bombardement jugoslawiens, völkerrechtswidrig, in den usa rechtfertigen konnten…….. viele kann man bei rose und owen nachlesen, die wohl keine serbischen propagandisten sind !
nun ja, will mich net weiter äussern, nur die überschrift bezieht sich auf ihre heutige kolumne !!!!!!!! dazu frage ich mich schon was sie zeitzeugen zumuten wollen ?????? der rest der zugewanderten glaubt ja bald was, so sei erinnert , dass der wien attentäter ein mazedonier albanischer ethnie war, der grazer amokfahrer ein bosniak………von wahnsinnsaktionen serbo-kommunisten haben wir nichts gehört und in ihrer kolumne, die ja wohl den geist der ustascha wiederspiegelt auch nichts von jasenovac.
nun ja, mein  interesse an der materie kommt davon, dass mein vater als mitglied der wehrmacht in susak stationiert war, wo jetzt noch eine große kaserne exisitert, und er nach dem zufallsprinzip vom ante pavelic persönlich einen orden bekam.
die heutige kolumne hat die qualität des pleitegeierzeichens, welches 2 kosovarische spieler der nati bei der lezten wm  nach dem spiel gegen serbien getätigt haben. darob frug ich die nzz ob jetzt der kosovo der 27. kanton der eidgenossenschaft wäre.
ich schlage sie wegen der heutigen kolumne für den pfuschitzer preis vor 🙂  obwohl die aktuell laufende serie in der kleinen zeitung objektivere facetten beleuchtet.
 
gruß,
k.s.
Kommentare	»
  1. ich erlaube mir eine ergänzung, die kleine zeitung bringt heute ein hochinteressantes interview mit dem jugoslawienkenner karl kaser der universität graz, dessen reflexionen tiefgehend und durchdacht erscheinen.

    als kontrapunkt dazu wird ebenfalls in einem interview der film von asmila zbanic „quo vadis,aida ?“ rezensiert mit kritischem seitenhieb auf peter handke, der eigentlich nur festgestellt hatte, dass serben menschen wären, nicht ausschließlich monster. der film wurde für den oscar nominiert. es wird hauptsächlich von genozid und völkermord gesprochen ohne etwaige hintergründe zu beleuchten. die uno stuft das massaker nicht als genozid (vorwiegend durch veto im sicherheitsrat von russland und china) ein und ein solches konnte auch beim prozess um den milosevic in den haag nicht nachgewiesen werden. n.b. die protokolle zum prozess sind auf dem netz zu finden, auch der diesbezügliche bericht von germinal civikov, der den prozess am ort verfolgt hat.

    es wäre wohl an der zeit die damaligen wechselseitigen mörderischen vorgänge zu objektivieren.

    Trackback by kurt strohmaier 27. Juni 2021 15:30

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