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[Wien][Frauen in Schwarz] Mahnwache „Open Shuhada Street“

Bloged in Protest by friedi Dienstag Februar 23, 2021

Samstag, 27. Februar 2021, von 14:30 bis 16:00 Uhr

Graben/Ecke Kohlmarkt, 1010 Wien

Seit Jahren beteiligen sich Frauen in Schwarz (Wien) an der internationalen Kampagne – OPEN SHUHADA STREET, indem wir in unserer Mahnwache über die aktuelle, immer prekärer werdende Situation in Hebron/Al Khalil berichten.

Auch weisen wir auf das unrechtmäßige Urteil des israelischen Militärgerichts an dem palästinensischen Menschenrechtsverteidiger Issa Amro hin.

STOPP DEN ENTEIGNUNGEN VON PALÄSTINENSISCHEN HÄUSERN UND GESCHÄFTEN IN DER ALTSTADT VON HEBRON / AL KHALIL – OPEN SHUHADA STREET

STOPP DEM BAU UND DER AUSWEITUNG WEITERER ISRAELISCHER SIEDLUNGEN IN DEN BESETZTEN PALÄSTINENSISCHEN GEBIETEN UND OST JERUSALEMS

Israels Apartheid am Beispiel von Hebron / Al Khalil:

  • Über 23 Checkpoints, mehr als 100 Absperrungen und Barrieren, gewalttätige fanatische Siedler machen das Leben der Palästinenser in Hebrons Altstadt zur Hölle.
  • Mehr als 850 israelische Siedler haben die Stadt von ca. 200.000 Einwohnern in eine Geisterstadt verwandelt. Ein Teil der Stadt (inkl. Altstadt, mit Shuhada Straße), genannt Zone H2, steht unter voller israelischer Militärkontrolle
  • 42% der palästinensischen Häuser wurden enteignet
  • 77% der Geschäfte wurden zwangsweise geschlossen
  • Die israelische Armee verbietet seit 1994 Palästinensern die wichtigste Nord-Süd-Straße die historische Shuhada Straßezu benutzen (früher zugleich wichtigste Einkaufsstraße)
  • Israels Behörden versagen systematisch dabei, gewalttätige Angriffe der Siedler auf Palästinenser zu verhindern. Kein Schutz der Palästinenser durch israelische Soldaten und Polizei – sie sehen den Siedlerangriffen schweigend zu. Sie schützen nicht einmal die palästinensischen Kinder auf ihrem Schulweg vor den Attacken der Siedler.

Einst wurde die Altstadt von Al Khalil / Hebron mit der Schönheit des Basars von Damaskus verglichen. Längst sind die alten Häuser und Geschäfte dem Verfall preisgegeben. Ganz wenige Besitzer wohnen noch in ihren Häusern, und sind ununterbrochenen Repressalien ausgesetzt (Unter anderem schütten die Siedler Unrat und Abwasser in die engen Gassen oder Höfe).

Auch auf dem Gemüsemarkt, der Teil des alten historischen Basars ist, sollen neue Häuser für israelische Siedler errichtet werden. Enteignungen am laufenden Band. Die Einwohner Hebrons protestieren seit Jahren friedlich dagegen.

Al Khalils / Hebrons Altstadt – eine Geisterstadt Statistiken können kaum die harte Realität des täglichen Lebens der Einwohner wiedergeben. Seit Jahren sind die Geschäfte und meisten Häuser der Shuhada Straße, des alten Basars und der unmittelbaren Umgebung per israelischer Zwangsverordnung geschlossen. Tausenden Familien ist das Einkommen entzogen. Seit Jahren fühlen sich die Menschen unsicherer als je zuvor. Sie wissen nicht wann, wo oder was die Siedler oder Soldaten ihnen antun. Al Khalil / Hebron ist ein Einzelfall verglichen mit anderen Städten der Westbank. 30.000 palästinensischen Einwohnern (Zone H2, Altstadt) wird dadurch das Leben vehement erschwert. Die Ibrahimi (Abraham) Moschee ist ein für Juden wie Moslems heiliger Ort. Der Überlieferung nach ist hier die Grabstätte der Stammväter Abraham, Isaak und Jakob. 1994 verübte der jüdische Siedler Baruch Goldstein einen Terroranschlag, bei dem er 29 betende Palästinenser erschoss, bevor er von Überlebenden erschlagen wurde. Sein Grab wird von jüdischen Siedlern verehrt, wie das eines Heiligen. Der damalige Präsident Yitzhak Rabin hätte die Siedlung Kiryat Arba, aus der Goldstein kam, schließen können, verhängte aber stattdessen eine monatelange Ausgangssperre über die palästinensischen Bewohner Hebrons.

GEGEN DIESE ANHALTENDE UNERTRÄGLICHE SITUATION RICHTET SICH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄTSKAMPAGNE! 

IN SOLIDARITÄT MIT DEN PALÄSTINENSISCHEN BEWOHNERN HEBRONS!

FREIHEIT FÜR ISSA AMRO – PALÄSTINENSISCHER MENSCHENRECHTSVERTEIDIGER

Issa Amro ist ein international bekannter und ausgezeichneter Menschenrechtsverteidiger und Mitbegründer von Youth Against Settlements (YAS) in Hebron. (UN OHCHR – Menschenrechtsverteidiger in Palästina 2010; B’Tselem – One world Media Award 2009; 2011 Gast des US Außenministeriums). Im Jahr 2017 setzten sich fünfunddreißig US-Kongressabgeordnete und vier US-Senatoren, darunter Bernie Sanders für Issa Amro ein.

Am 6. Januar 2021 verurteilte ein israelisches Militärgericht Amro in 6 von 18 Anklagepunkten, größtenteils wegen Teilnahme an friedlichen gewaltfreien Demonstrationen und zivilen Ungehorsams zwischen 2012 und 2016.

Am 8. Februar 2021 kam es zu einer weiteren Anhörung vor dem israelischen Militärgericht. Der Staatsanwalt beantragte eine Bewährungsstrafe auf 5 -10 Jahre, sowie eine Geldstrafe für Amro. Der Militärrichter teilte Amros Anwalt mit, dass eine Entscheidung über das Strafausmaß in den kommenden Wochen fallen wird.

Bei der Anhörung waren Vertreter der EU und der Konsulate von Deutschland, Irland, Kanada, den Niederlanden, Norwegen und dem Vereinigten Königreich anwesend. Amros israelische Anwältin, Gaby Lasky, wird gegen die Verurteilung Berufung einlegen.

Die Verteidigung hatte vier Zeugen präsentiert, die über Amros Charakter aussagen sollten, wie Professor Hillel Cohen und Yehuda Shaul von Breaking the Silence. Der Richter weigerte sich, den Zeugen die Möglichkeit zu geben, über irgendeinen Kontext oder Hintergrund im Zusammenhang mit der Besatzung und der Apartheid auszusagen. Unabhängige UN-Experten sagten, die israelische Verurteilung von Amro zeige „Verachtung für internationale Verpflichtungen“. Amnesty International hat wiederholt gefordert, die „unbegründeten“ und „politisch motivierten“ Anklagen gegen Amro fallen zu lassen.

FREIHEIT FÜR ISSA AMRO

Besuchen Sie folgende Internetseiten für weitere Informationen:

www.btselem.org/hebron;

www.friendsofhebron.com

www.facebook.com/media.yas/

www.youthagainstsettlements.org 

www.ochaopt.org;

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