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KEIN PLATZ FUER NAZIS IN RIGA

Bloged in Allgemein by friedi Sonntag März 18, 2012

In der lettischen Hauptstadt Riga fand Freitag den 16.Maerz eine antifaschistische Konferenz unter dem Titel „The problem of right radicalism in the Baltics“ statt. Anlass war der Aufmarsch von Angehörigen der ehemaligen – lettischen – Waffen-SS. Zweimal gingen die TeilnehmerInnen der Konferenz auf die Strasse und machten klar, dass es „keinen Platz fuer Nazis geben kann“. Die Konferenz, die von der internationalen Organisation „World Without Nazism“ veranstaltet wurde, beleuchtete auf vielfältige Weise die Rolle der – lettischen – Waffen-SS, den aktuellen Nationalismus in den baltischen Ländern, den internationalen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus und erörterte mögliche Gegenstrategien. Ich war als Aktivist des Europaäischen bzw. des Österreichischen Sozialforums eingeladen und referierte über die Gründe der aktuellen enormen – internationalen – Ausbreitung der extremen Rechten.

Zweimal gingen die TeilnehmerInnen der Konferenz auf die Strasse, um den Hochjublern der Waffen-SS einen kräftigen Strich durch die Rechnung zu machen. Noch bevor diese ihren Zielpunkt, das „Freiheitsdenkmal“ im Zentrum der Stadt erreichen konnten, wurde von uns eben dort – unter starker Medienpräsenz – ein Kranz mit der Schleife „Zur Erinnerung an die Opfer der Nazis“ niedergelgt.

Zwei Stunden spaeter gingen wir abermals auf die Strasse. Die OrganisatorInnen des Aufmarschs hatten in der Zwischenzeit vor unserem Kranz das Symbol der Waffen-SS gestellt. Wir entfernten dieses, hielten kurze Anprachen und gaben den Medien Interviews. Auch ich ergriff das Wort, drückte meine Solidarität mit den lettischen AntifaschistInnen aus und unterstrich , dass es heute „keinen Platz fuer Nazis und ihre Verherrlicher geben kann“.

Im Anschluss an diese gelungene Aktion setzten wir die Konferenz fort. Der Umstand, dass unter den TeilnehmerInnen des Aufmarsches nicht nur unverbesserliche Ewiggestrige, sondern viele – auch junge – ‚NormalbürgerInnen“ waren,  stimmte nachdenklich. Es wurde offensichtlich, dass die Ursachen fuer diesen Umstand – die aktuellen oekonomischen, sozialen, oekologischen und politischen Krisen – mitreflektieret werden müssen. Und dass der Kampf gegen die extreme Rechte sich nicht in Aufklärung – so wichtig diese ist! – erschoepfen kann. Es gilt Aufklärung und Gegeninformation mit praktischen Aktionen – wie in Riga oder schon früher in Dresden – und sozialen und ökonomischen Konzepten zu begegnen, um den Rechten den gesellschaftlichen Nährboden zu entziehen, auf dem sie gedeihen koennen.

18.3.2012, Hermann Dworczak (0043 / 676 / 972 31 10 )

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