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Österreichisches Beispiel, wie Ministerien mit den Betroffenen kommunizieren

Bloged in Allgemein by friedi Sonntag April 26, 2020

Ein Puls24 Interview soll hier als Beispiel dienen, wie die aktuelle Regierung mit den Nöten und Ängsten der Betroffenen – der erwerbsarbeitslos gewordenen – umgeht.

Der Interviewer, Hr. Thomas Moor frägt die Ministerin Aschbacher, wieviele Menschen in Österreich heute (23.4.2020) arbeitslos sind.

Antwort der Ministerin:

Es ist vereinbart und da sind wir in tagtäglichen Abstimmungen auch mit dem AMS-Vorstand, aber es ist vereinbart, dass wir die Arbeitslosenzahlen Ende des Monats wie bisher auch kommunizieren.

Wie bei anderen Interviews dieser Regentenriege auch: Wir wissen’s, sagen’s aber nicht – ätschibätschi butterbrot.

Hier gibt’s die ganze Länge
https://www.puls24.at/video/arbeitsministerin-aschbacher-zur-kurzarbeit-in-der-coronakrise/short
Transkript:

Mohr:
Aber noch eine Nachfrage, warum wird das nicht in dieser aussergewöhnlichen Krise, in der wir sind, mit unglaublichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die größten Auswirkungen seit 1945 klarerweise, nicht öfters kommuniziert, sondern tatsächlich nur im Monatsrhythmus, gerade jetzt wär’s ja wichtig zu wissen, wo wir stehen.
Aschbacher:
Die Zahlen der Arbeitslosen sind sehr volatil in den einen Bereichen und zugleich gab es auch massive Vorzieheffekte – zum Beispiel in der Tourismus-Branche war das ein Monat früher, wo die Saison beendet wurde und hier sehen wir im März die Vorzieheffekte und wir werden nächste Woche mit Anfang des Monats die aktuellen Arbeitslosenzahlen kommunizieren.

Es bleibt somit beim ätschibätschi butterbrot

Die Ministerin sagt danach übrigens, auch nicht wirklich auf die Frage nach dem Warum antwortend, dass „Arbeitslose 55% vom Staat bekommen“.
Das ist falsch: Sie bekommen 55% aus einer breit und tendenziell solidarisch organisierten Arbeitslosenversicherung (finanziert aus den Beiträgen).
…wirklich brainwashed…

Das sprachliche Wischiwaschi, dass sich auch im Antwortbrief von Hr. Gruber in Vertretung der Frau Ministerin an die AMSEL (siehe: http://www.amsel-org.info/AMSEL-Aktuell.html) wiederfindet, hat „natürlich“ System: Wir machen schon das Richtige – was genau werdet ihr schon erfahren – oder auch nicht. Es gegt ebeb in Richtung Willkürregierung …

Zu weiteren Schlussfolgerungen gibt die Tatsache Anlass, dass der für die Ministerin antwortenden Hr. Gruber anscheinend eine Personalgestellung von der Industriellenvereinigung ist. Ein aufmerksamer Leser der Blogs schreibt:

… den Brief von Frau Aschbacher hat ja Herr Severin Gruber versendet.
Herr Gruber sitzt als Ersatzmitglied im Verwaltungsrat des AMS – für die Industriellenvereinigung (genauer: Vereinigung der Österreichischen Industrie).
Und arbeitet im BMAFJ – wahrscheinlich als Personalgestellung.
Nett, oder?
Quelle der Personaldaten:https://www.ams.at/organisation/ueber-ams/organisation

Äußerst praktisch, wenn die Industrie gleich das AMS und die Ministerien mitbetreut ….

 

Kommentare	»
  1. klar, wie könnte der klassenkampf ob der umverteilungen richtung kapital und industrie, den der herr knill derart befürchtet sonst verhindert werden ??????

    Trackback by kurt strohmaier 27. April 2020 13:39

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