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[Österreich] Wenn die Reichen zu wenig haben, müssen die Armen tüchtig sparen!

Bloged in Allgemein,Protest by friedi Mittwoch Januar 29, 2020

Nun haben wir in Österreiche schon wieder einen Kanzler der schon früher lieber Geilomobil gefahren ist, als sich um Notleidende zu kümmern. Diese Kanzler-Vorlieben des wohlhabenden BoBos sind besonders für die am Rande der Gesellschaft lebenden belastend.

Hetze gegen Muslime, Grenzzäune zum EU-Nachbarn Slowenien, „Ausreisezentren“ usw. sind Ausdruck dieser rechtsgerichteten Regentschaft.

Nun: Geld für Zäune ist ja Dank der inflationären Politik der EZB genug da – und so ein paar Musliminnen können sich ohnedies nicht gegen die Staatspropaganda wehren. Propagandistisch kann man den Menschen ja immer noch verklickern, es ginge nur um die paar terroristischen Frauen, die es wagen, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen – welche ungeheure Gefahr für eine plurale Demokratie!

Aber, liebe Österreiche täuscht euch nicht: Der Kurz erwischt euch alle! Alle am unteren Rand. Er verfolgt eine scharfe neoliberale Poliltik: Dem der hat, dem wird gegeben – und dem der nichts hat eben nicht.

Besonders hart trifft es die vom AMS verwalteten Arbeitsrohstoffe „Arbeitslose“ genannt (heuer startet da der menschenverachtende Sortieralgorithmus, der weiter Gelder für die Leistungsträger frei schaufeln soll.). Wie hart es diese Menschen trifft, das zeigt schon die Statistik 2019: Die Bezugssperren für arbeitslose Menschen sind drastisch gestiegen.

Dazu ein Leserbrief von AMSEL (Arbeitslosenverein) an alle Zeitungen:

60000 Sperren des Arbeitslosengeldes 2019

Es gibt viele Gründe warum es zu einer Sperre kommt, nicht nur Arbeitsunwilligkeit sondern z.B. zu wenig Kenntnisse des Arbeitslosenversicherungsgesetzes, eine Vereitelung, bei einem Stellenangebot passiert ein Versehen ( viele wurden jedoch korrekt durchgeführt), Zuweisung zu Kursen, die mehr als unpassend sind. Niemand spricht von diesen Arbeitslosen, die plötzlich für 6-8 Wochen keinen Cent haben. Diese singuläre Statistikzahl 60000 Sperren wird genommen, damit das Bild der faulen, arbeitsunwilligen Arbeitslosen verbreitet werden kann. Damit will man vom Versagen der Politik (Inland und EU), der Unternehmer / Arbeitgeber – viele Menschen werden ausgeschlossen z.B. Ältere, keine Praxis, Frauen, Frauen mit Betreuungspflichten (bei Männern spielt das keine Rolle), Kranke – und des Arbeitsmarktservices ablenken.

Margit Schaupp, Graz, Verein AMSEL“

Die Wirtschaft wird hinten und vorne gefördert, auch wenn die Bundes- und Landesdefizite für die alle Menschen haften, steigen und steigen.

Die sogenannten Leistungsträger heißen vermutlich so, weil sie sich selbst etwas leisten – denn die Leistungen die sie behaupten zu leisten, die kommen unten nur als Schulden an. Die Reallöhne sinken, die Beschäftigungen werden prekärer nur die Wagen der Bonzen und Bonzinnen (und ihrer Kinder) werden dicker.

Das hat nun anscheinend auch der steirische SPÖ-Häuptling endgültig erkannt (siehe „meine WOCHE“ Nr.5. 29.1.2020, S. 24). Anton Lang wird endlich diese „linke Gesinnung“ der SPÖ über Bord werfen (siehe den genannten Artikel).

Recht hat der Mann! Ihm geht’s gut! Seiner Familie geht’s gut! Und seine Wünsche und die seiner Familie nach noch besseren Wohlstand kann er ja nur erfüllen, wenn er mehr bekommt.

Weg mit diesem veralteten „Gut-Mensch-Gesinnungs-Schwafel“; hat die SPÖ ja ohnedies meist nicht wirklich umgesetzt.

Da müssen die Randgruppen halt den Gürtel enger schnallen! Armutsbekämpfung ist ja nicht geil! Das hat der Herr Kurz schon gezeigt. Und wenn der Herr Lang schön brav ist und den rechten Weg weiter geht, lässt ihn der Herr Kurz oder der Herr Schützenhöfer ev. auch  wieder ein bisschen mitregieren … bringt ja auch ein bisschen was.

Und diese überkommenen sozialistischen Forderungen – wer braucht die? Diese Untermenschen (oder heißen die heute anders) die haben ja ohnedies kein Presseorgan.

Und falls die einmal zu frech werden, haben wir Herren der Welt ja Gericht, Polizei und Militär. Diese Nicht-Leistungsträger sind schneller zu Terroristen degradiert und – zeack, zack – abgeurteilt, als sie schauen können (siehe die grazer Prozesse gegen Murdemonstranten).

Und – wie mein Sohn so richtig gesagt hat – nachdem sich die Kurz-ÖVP das Türkis genommen hat – wäre für die SPÖ das Schwarz ja frei – um dieses veraltete Rot, das ohnedies keiner der Habenden braucht – abzulegen.

Graz, 29.1.2020, W.Friedhuber

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