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[Österreich] Auch in der Geldaffäre der FPÖ: Interessant ist, welche Fragen nicht gestellt werden …

Bloged in Allgemein by friedi Dienstag Dezember 31, 2019

Wie bei den meisten Affären in Österreich fällt in der Berichterstattung auf, welche Fragen nicht gestellt werden.

Aktuell ist Strache-Bashing gefragt (siehe: https://zackzack.at/2019/09/16/zeugen-10-millionen-fpoe-mandat/ ).

Der Mann soll mit seiner Gang 10 Mio. € abgezweigt haben – wie immer: Alleine mit ein, zwei Kumpels – sonst hat keiner was bemerkt (bei diesen geringen Beträgen ja auch plausibel – ist es nicht?). Ö1 stellt dazu kritische Fragen an die diversen Personen und berichtet darüber.

Welche Fragen nicht gestellt werden: Was ist mit dem Finanzamt?

Den ganzen Medienzirkus könnte man sich ja sparen, wenn die Steuererklärungen der FPÖ oder/und des Herrn Strache geprüft würden. Falls die Steuerbehörde keinerlei Unterlagen über Einkommen in der läppischen Höhe von 10 Mio € hätte, dann wäre, so die ganze Geschichte nicht ein großangelegter Fake wäre, die Anklage gegen die FPÖ klar: Steuerbetrug, Verstoß gegen das Parteiengesetz (Meldepflicht der Beträge) usw …

Eigenartiger Weise werden in den öffentlichen Medien die zentralen Fragen kaum gestellt. Auch beim BUWOG – Prozess: Der Verkauf ist doch von Parlament und Ministerium beschlossen, der Verkaufsvorgang von einem ganzen Ministerium überwacht worde. Der Rechnungshof müsste eingebunden gewesen sein – vor Gericht steht Herr Grasser und seine ‚Gang‘.

Ich möchte diese, anscheinend durch und durch korrupte Buberl-Partien (frei nach der Bezeichnung, die man für den Anhang des ehemaligen Kärntner Landeshauptmannes geprägt hat) in Österreich nicht in Schutz nehmen – es scheint halt nur so als ob das „durch und durch“ zutrifft und vor Gericht dann halt ein paar ‚Buberl‘ stehen – und die im Dunklen sieht man nicht (frei nach der 3-Groschen-Oper).

Die Bauernopfer tun mir nicht leid, sie stehen zu Recht vor dem Kadi – leid tun mir die Menge an Österreicherinnen und Österreicher, die durch solche Regenten die im Dunklen agieren,  verkörpert werden.

Ev. berufen sich die österreichischen Politiker da auf ein „Gewohnheitsrecht“. Diese Art von Korruption hat in der Republik nämlich Traditon: In der Zwischenkriegszeit haben etwa die Machenschaften des Bankhauses Rothschild mit der Südbahn dem Bankhaus viel Geld gebracht – alles im Dunstkreis dubioser Vorgängen; der steirische Landeshauptmann 1918 – 1938 Dr. Anton Rintelen hat gezeigt, wie’s geht – das mit Korruption und Protektionismus – und in der zweiten Republik haben wir schon eine ganze Reihe solcher Machenschaften – allen voran die Proksch-Affäre und wie es der Tradition entspricht auch Waffenschiebereine, Bankmanipulationen (nicht nur die Hypo) usw. usw.

Zentral dabei ist: Die politisch Verantwortlichen sind nicht auffindbar (das hat bei Rintelen noch nicht so gut geklappt wie jetzt).

Vor Gericht steht dann ein Schweinehirt, der alles gemacht hat. Und die Stadträte, Bürgermeister, Parlamentsabgeordneten, Bankenaufsichtsbeamte, Rechnungshofangestellte, Finanzbeamte und und und die heißen alle Haase! Von denen hört man nur, wenn neue Geldflüsse gefordert werden.

Was Österreich bräuchte, wäre einen unabhängigen Journalismus und funktionierende Kontrollstrukturen.

Graz, 31.12.2019, W.Friedhuber

PS.: Dazu passend: https://www.diepresse.com/5630586/blauer-spenden-deal-nicht-nur-peinlich-sondern-auch-illegal

Kommentare	»
  1. nun, den haben wir ja den unabhängigen journalismus, das hat ja der aktuelle bundespräsident jubelnd betont als die besoffene und affengeile aktion von 2 fpö-lern publik wurde, die uns seitdem täglich in den nachrichten bruchstückhaft dauerwiederholt wird. es sei erinnert der präsident hat von der vierten säule der demokratie gesprochen, nicht vom terror und der dikratur der medien…….und ein deutsches gericht hat bestätigt, dass bei illegalen vorgangsweisen gegen missliebige politiker jedwede aktion unter dem mantel der pressefreiheti möglich und erlaubt ist.

    es sei ja auch noch erinnert, dass gleich nach seinem wahlsieg der pilz abgeschossen wurde nach der methode metoo. angepatzt ist angepatzt, mehr braucht es nicht.

    Trackback by kurt strohmaier 2. Januar 2020 19:13

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