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DURBAN: EIN TOTAL-FLOPP STEHT INS HAUS

Bloged in Allgemein by friedi Samstag Dezember 3, 2011

Die Erwartungen für die UNO-Kilimakonferenz in Durban waren ohnedies niedrig angesetzt. Bei realistischer Einschätzung des bisherigen Verlaufs der Konferenz kommt man/frau um den  Schluß nicht umhin, daß es wahrscheinlich noch dicker kommt. Ein Total-Flopp, also noch weniger konkrete Resultate als in Kopenhagen und Cancun, steht ins Haus.Das mehr als bescheidene Kyoto-Protokoll- Reduzierung der Treibhausgase  um 5 Prozent bei einer Ausgangsbasis 1990- droht ersatzlos auszulaufen. Kanada gibt schon jetzt zu verstehen, daß es in Zukuft keine „hemmenden Verpflichtungen“ mehr haben will.

Der „Green Climate Fonds“ um den soviel Tam-Tam gemacht wurde ist leer ( geplant waren 100 Milliarden Dollar bis 2020). Niemand von den reichen Industrieländern will einbezahlen…

Alle Warnungen von serisöen UmweltwissenschaftlerInnenn (etwa von Helga Kromp-Kolb von der Universiät für Bodenkultur, die im Vorjahr auch auf dem „Linken Ratschlag“ in der Volkshochschule Ottakring referierte) werden in den Wind geschlagen. Die Erderwärmung droht so beträchtlich über 2 Grad hinauszugehen. Wobei es sich bekanntlich bei diesen Zahlen um Durschschnittswerte handelt: was nichts anderes heißt, daß in manchen Regionen die Temperatur um 4,5 oder noch mehr Grade in die Höhe schnellt!

Dem Kapitalismus steht wie man/frau auch ohne Schwarzseherei bemerken  kann, das Wasser bis zum Hals. Die globale Ökonomie befindet sich im Krebsgang, „10 entscheidende Tage für den Euro“ wurden proklamiert etc.

Umweltschutzmaßnahmen sind für das profitheckende Kapital „tote Kosten“, faux frais. Jetzt in der Rezession, wo die Verwertungsbedingungen für das Kapital schwieriger sind, will man von Ökologie schon gar nix wissen. Alle Ressorcen-inklusive dem Gehirnschmalz- gehen in die „Rettung der Wirtschaft“.  Ein Treff jagt den anderen: Merkel trifft Sarkozy, Faymann hat ein Stell-Dich-ein bei Merkel usw.

Von daher ist für das Kapital und seine ihm verpflichteten Regierungen bereits abgeschrieben. Zyniker reden schon jetzt davon, daß in Rio im Juni bei “ Rio plus 20″ ja weiterverhandelt werden kann..

So wie es ausschaut wird es in Durban  eine Wischi-Waschi- Abschlußerklärung geben, die nicht einmal das Papier wert ist, auf dem sie steht.

Die Bewegungen und die Linke können angesichts der bereits stattfindenden  und anstehenden Horror-Entwicklungen im Umweltbereich nicht bloß passiv die „Unzulänglichkeit des Kapitalismus“ registrieren und nur ein paar „systemkritische“ Sager rauslassen.

Vielmehr gilt es sich massiv praktisch in Umweltfragen zu engagieren und deren ökonomischen Aspekte  „einzubringen“.  Dabei bieten sich auch viele – neue- Kooperatiosmöglichkeiten. Schon Marx hielt in seiner berühmten Kritik des Gothaer Progarmms der deutschen Sozialdemokratie fest, daß “ die Arbeit nicht die einzige Quelle allen Reichtums ist“. Die Natur gilt es ebenso voll in Rechnung zu stellen und wie in vielen Stellen des „Kapitals“ nachzulesen ist, ist ein pfleglicher Umgang mit ihr nötig!

Fortschrittliche ChristInnen etwa berufen sich auf die „Schöpfung“, die – vor dem Untergang- bewahrt werden muß. Nicht sklerotisieren MarxistInnen sollte es ziemlich Blunzn sein, mit welchen Kategorien man/frau sich engagiert. Hauptsache es wird gekämpft- also gilt es gegen den gemeinsamen Feind,das Kapital das Raubbau an der Natur („Schöpfung“) betreibt,  solidarisch zusammenzustehen.

Wien, 3.12.2011, Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10)

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