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[Graz] Murstaustufe – Kanal: Nun Ausbau der Kläranlage

Bloged in Allgemein by friedi Freitag April 6, 2018

Der Plan mit der Staustufe Graz geht nun in die nächste Phase: Nun muss die Kläranlage Gössendorf vergrößert werden – natürlich unter einer anderen Begründung.

„Upgrade für Kläranlage“ titelt das Magazin „Steiermark Weekend“ auf  Seite 9. „40,5 Millionen Euro umfasst das geplante Investitionspaket für die Sanierung und den Ausbau der Kläranlage Gössendorf“ (Steiermark Weekend Nr.6 2018) meldet das Magazin weiter.

Was in der Diskussion um das unsinnige Murkraftwerk in Graz noch in Abrede gestellt wurde, tritt nun Stufe um Stufe ein. Der Ausbau des Klärwerks ist dabei die notwendig erste Stufe der Folgeinvestitionen.

Als nächstes wird vermutlich auch der Ausbau des Kanalnetzes und Kellerschutzbauten aufgrund des steigenden Grundwasserspiegel notwendig werden. So arbeitet andernorts nur die Mafia: Schafft mit einem sinnlosen Bau mit Steuergeld den Investitionsdruck für immer neue Bauten (und die Notwendigkeit Steuergeld bereitzustellen). Bei uns macht das die Stadtverwaltung – zum Teil sogar gegen heftigen Protest einer nicht unbeträchtlichen Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern.

Und: Natürlich werden immer andere Gründe angeführt. Bei der Vergrößerung des Klärwerks wird nun „die rege Bautätigkeit in Graz“ (Steiermark Weekend Nr.6 2018) als Grund angegeben. In den Diskussionen um das MurXkraftwerk wurde in den Aussagen noch behauptet, dass hier keine neuen Belastungen zu erwarten sind, da die Oberflächenwässer weitgehend modern versickert werden. Natürlich war auch da schon zu sehen, dass bei der Bauwut, die in Graz herrscht, wo jeder noch so schöne Park einer Wohnsiedlung weichen muss, nicht ausreicht – aber argumentiert wurde so.

Kurz: In meinen Augen ist zwischen dem Vorgehen einer Baumafia – etwa an der spanischen Küste – und dem Bauwahn in Graz kaum noch ein Unterschied. Die bürgerliche Stadtverwaltung ist dabei ein Städtejuwel zu zerstören (Angefangen mit dem Krebsgeschwür Kastnerdach, fortgesetzt mit der Pfauengartenverbauung und der Zertrümmerung der Villen in Geidorf und Hilmteich). Kleinkrämer haben eben kein ästhetisches Empfinden (siehe Hauptplatzstandln, siehe Joanneum). Kleinkrämer kennen nur den rollenden Rubel und der muss von der Bevölkerung bei der Politik in immer größeren Mengen bereitgestellt werden (Olympia lässt grüßen).

Was Graz brauchen würde: Die Erhaltung der Grünflächen, Parks und Altstadterhaltung. Aber da ist zuwenig Beton dabei. Da entsteht kein Finanzierungsdruck – und der Aufbau eines Finanzierungsdurcks hat sich  schon bei der Straßenbahn bewährt: Man kauft um teures Geld falsche Straßenbahnen und muss dann das Gleisnetz der ganzen Stadt umbauen. Die Donnerbüchsen sind aber so schwer (gekauft), dass selbst die mit Betonfundamenten gebauten Trassen (wieder viel Beton!), vor allem im Weichenbereich nahezu im Jahreszyklus saniert werden müssen.

Die Bauwirtschaft dankt!

Graz, 6.4.2018, W.Friedhuber

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