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[AMSEL] Dezember-News-Letter (122)

Bloged in Allgemein by friedi Montag Dezember 4, 2017

Für unsere Mitglieder und diejenigen, die es noch werden wollen: Der monatliche AMSEL – Newsletter (Nr. 122)

Vorschau

AMSEL ist Kooperationspartner: Das ist ja wohl das Mindeste!
Forumtheaterszenen zum Thema Mindestsicherung mit anschließender Diskussion.

4. Dezember 2017, 16:00 Uhr, ErFA, Karlauerstraße 16, 1. Stock

Das Thema Mindestsicherung polarisiert zunehmend die öffentliche Meinung: Wieviel Geld „verdienen“ Menschen, die über kein Einkommen aus Erwerbsarbeit verfügen? Kann man es sich mit rund 840 Euro monatlich in der „sozialen Hängematte“ bequem machen? Wer profitiert politisch davon, wenn einzelne Menschengruppen gegeneinander ausgespielt werden? Welche Rolle spielen dabei die Medien?
All diesen Fragen geht das kürzlich gestartete partizipative Theaterprojekt von InterACT „Das ist ja wohl das Mindeste!“ nach. Auf Basis ihrer Erfahrungen und Sichtweisen mit Mindestsicherung und prekären Lebenslagen gestalten die Mitwirkenden in einem mehrtägigen Workshop Forumtheaterszenen und laden
das Publikum nun zur aktiven Mitwirkung und zum Dialog ein.

Darsteller*innen: August Aust, Daniel Popov, Daniela Hoppaus, Adelina Eberl, Ulrike Trummer, Veronika Molnar, Zaid Faris, Silvia „Phoenix“ Gangl, Livia Moser, Barbara Schönfelder, Ivan Litvinkin.
Moderation: Michael Wrentschur (InterACT)
Diskussionsteilnehmer*innen: Mag. Barbara Laminger und Mag. Sandra Schimmler, beide Sozialamt Graz; Wolfgang Moitzi, Büro Landesrätin Kampus; Margit Schaupp, Obfrau AMSEL; LtAbg. Sandra Krautwaschl Grüne; Gerd Kronheim, bbs/ bicycle; Dr. Peter Stoppacher, Institut für Arbeitsmarktbetreuung- und forschung Stmk.; Mag. Gabriele Grössbauer, SchuldnerInnenberatung Steiermark

Thema Beschäftigungsaktion 20.000

Bei dieser können gemeinnützige Unternehmen und Gemeinden vom AMS eine Förderung von bis zu 100 % der Lohnkosten erhalten, wenn sie Langzeitarbeitslose über 50 Jahre beschäftigen. Dies ist vom 1.1.2018 bis 30.6.2019 möglich. Die AMSEL sieht diese Aktion durchaus positiv, da diese Beschäftigung – anders als bei Transitarbeitsplätzen – länger ist und kollektivvertraglich bezahlt wird. Der einzige Stachel ist, dass die BetreuerInnen beim AMS eine Vorauswahl der Arbeitslosen vornehmen und es den Zwang gibt, jede Stelle anzunehmen. Die Stellen sind schon ausgeschrieben und wir können feststellen, dass es mehr Jobs gibt und wir über 50-Jährigen wieder gefragt sind.
Auch die AMSEL möchte jemanden mit dieser Beschäftigungsaktion anstellen. Arbeit für uns gibt es ja genug und bei uns nur ein/e Freiwillige/r!
AMS Vorstand Johannes Kopf will die Aktion jedoch zurückfahren. Auf Ö1 verlautbarte er, dass es nur 8000 Beschäftigungen geben soll. Dafür will er mehr Schulungen über das AMS organisieren, damit es für die offenen Stellen die richtig qualifizierten Arbeitslosen gibt. Anm. aus Erfahrung wissen wir, dass die Schulungen alleine nichts nützen, weil die Arbeitgeber nur Bewerber einstellen, die auch Praxis haben.

Nein zur geplanten Stadtautobahn

Unterschreibt die Petition!
Die schmutzige Luft verkürzt die Lebensdauer der GrazerInnen um bis zu 17 Monate. Doch anstatt in die Gesundheit der StadtbewohnerInnen zu investieren, will Bürgermeister Nagl um 20 Millionen Euro eine neue Straße, die den Verkehr aus dem Umland mitten im Bezirk Gries abladen soll, bauen.
Gerade am Beispiel Gries zeigen sich die wichtigen sozialen Komponenten von Verkehrspolitik. Ein Bezirk, der bereits jetzt unter der massiven Abgasbelastung und dem Lärm zu leiden hat, muss unterstützt werden. Für uns gibt es hier eine klare Lösung: die Errichtung der Süd-West-Straßenbahnlinie über den Griesplatz in den Westen von Graz sowie die damit einhergehende Entlastung und Neugestaltung des Griesplatzes. Daher rufen wir dazu auf, die Petition der Bürgerinitiative „Unser Griesplatz“ zu
unterstützen.
Gerade von der KPÖ und Verkehrsstadträtin Elke Kahr erwarten wir uns dahingehend eine klarere Haltung. Immerhin hat sie sowohl die Planungsbeschlüsse der Unterführung in der Josef-Huber-Gasse mitgetragen, als auch die Absage der Straßenbahnlinie über den Griesplatz unterstützt. (aus dem Newsletter der Grazer Grünen)

Veranstal tungen

megaphon uni 2017 / 18 – Bildung ohne Grenzen

Schöne neue Arbeitswelt – welches Arbeitsrecht brauchen wir dafür?
Vortrag von Univ.-Prof. MMag. DDr. Günther Löschnigg
6. Dezember 2017, 18:00 Uhr, cafe palaver,
Dieser Vortrag dient der Einbegleitung des gleichnamigen Montagsakademie-Vortrags an der Universität Graz und bietet die Möglichkeit, sich bereits im Vorfeld im Rahmen der MegaphonUni mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Working across Art Forms and across Borders Performances, Videos, Malereien, Fotografien, Skulpturen und Klanginstallationen, entstanden aus Artist
in Residence-Aufenthalten in Sri Lanka, Schottland, Nigeria und Österreich.
7. Dezember 2017, 19:00 Uhr, ISOP, Dreihackengasse 2, 8020 Graz
Durch gemeinsames Arbeiten über Grenzen hinweg – territoriale, gesellschaftliche, künstlerische – entstanden seit 2015 unterschiedlichste Kunstwerke in der jeweiligen Auseinandersetzung mit Menschen
und deren Lebenszusammenhängen vor Ort.
Die KünstlerInnen:
Samson Ogiamien, Nigeria/Österreich
Stefanie Ogiamien, Österreich
Martin Janíček, Tschechien
Stephen Hurrel, Schottland
Ausklang mit einem interkulturellen Buffet aus der ISOP-plauderBar
Ich bin … Arbeiterin!

Kurzführung mit Barbara Thaler .

8. Dezember 2017, 11:00 Uhr, Universalmuseum Joanneum – Neue Galerie Graz –
Joanneumsviertel, Kalchberggasse 2, 8010 Graz
Mit oder ohne Selfie-Stick – wir alle sind es gewohnt, uns selbst und andere in unterschiedlichsten Lebenslagen zu inszenieren und abzubilden. Das Äußere der Menschen trägt wesentlich zur Selbstwahrnehmung sowie zur Konstruktion ihrer Identität bei und wurde von Anfang an in Bildwerken festgehalten. Die Ausstellung Wer bist du? zeigt uns künstlerische Inszenierungen von Menschen aus rund
200 Jahren. Während unseres Rundgangs richten wir die Frage „Wer bist du?“ an ausgewählte Köpfe dieser Ausstellung.
Kosten: 2,50 Euro exkl. Eintritt

Feldstellen – zusammenkommen für die Menschenrecht

Sonntag, 10. Dezember, 7:00 – 10:00 Uhr, Platz der Menschenrechte, Stadtpark, Graz
Am Sonntag, dem 10.12.2017 (Tag der Menschenrechte), um 7:33 Uhr (Sonnenaufgang),
versammeln sich 1248 Menschen im Grazer Stadtpark.
In einer Gegenwart, die aus den Fugen gerät, in der Menschen sich ausgrenzend auf nationale Identität beziehen, gibt es den Wunsch nach einem lebendigen Miteinander. Am Tag der Menschenrechte, dem 10.12.2017, versammeln sich zum Sonnenaufgang mindestens 1248 Menschen am Platz der Menschenrechte im Grazer Stadtpark. In einem Abstand von jeweils 1,8 Metern wird somit die gesamte Fläche vom Brunnen über die Wiese bis hin zum Forum Stadtpark mit Menschen befüllt. Die Körper, einer neben dem anderen, ergeben ein Monument, eine temporäre Skulptur, ein Netzwerk. Die
Anwesenheit zeigt Entschlossenheit: wir stehen, standhaft für bedingungslose Menschlichkeit. Im gemeinsamen Moment bildet sich eine Vielheit. Ein Statement. Ein Feld der Empathie.
Dazu laden wir herzlich ein!
Nach dem Sonnenaufgang gibt es ein Frühstück um ca. 8:30 Uhr für alle
https://www.facebook.com/events/881773668664634/

Schöne neue Arbeitswelt – welches Arbeitsrecht brauchen wir dafür?

Univ.-Prof. Mag. Dr. rer.soc.oec. et Mag. Dr.iur. Günther Löschnigg, Institut für
Arbeitsrecht und Sozialrecht, Universität Graz
Montag, 11. Dezember 2017, 19.00 Uhr, Aula der Universität Graz, Hauptgebäude
(1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz
Begriffe wie Arbeitswelt 4.0, Prekarisierung der Arbeit, Scheinarbeitsverhältnisse, Crowdworking kreuzen sich mit Diskussionen zur Flexibilisierung des Arbeitsrechts, zur Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten und zur Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft bei Arbeiterkammern und Wirtschaftskammern. Diese Themenausschnitte demonstrieren bereits, dass die österreichische
Sozialpolitik zwar nicht aus den Fugen, aber in Bewegung geraten ist. Das bestehende Arbeitsrecht als normativen Kompromiss zwischen sozialer Absicherung des Einzelnen und unternehmerischer Verantwortung sowie als Instrument zur Erreichung einer gewissen Verteilungsgerechtigkeit gerät zusehends ins Kreuzfeuer diverser Interessensgruppen. Damit stellt sich die Frage, ob die bisherigen Anliegen, Funktionen und Institutionen des Arbeitsrechts überholt sind.

AMSEL- Arbei tslosentreff – Termine

Mittwoch (14-tägig, gerade Wochen) 13. und 27.Dezember 2017
von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr in der Pizzeria Contra Punto, Kosakengasse 9,
Nördlich des Südtirolerplatzes, 8020 Graz
D i e Möglichkeit für Menschen ohne bezahlte <Erwerbs->Arbeit oder anderen prekären
Einkommensverhältnissen, sich ungezwungen zu treffen und Informationen auszutauschen!

Arbeitslosenstammtisch auf Radio Helsinki

Donnerstag, 7. und 21. Dezember 2017 von 21:00 bis 22:00 Uhr,
Wiederholung am darauffolgenden Dienstag 6:30 bis 7:30 Uhr
FM 92,6 von und mit phönix und/oder wodt

Lesen! BITTE

Welt mit Zukunft, Die ökosoziale Perspektive

Franz Josef Radermacher und Bert Beyers
Murmann Verlag, 2. weitgehend überarbeitete Auflage 2011

Ökosozial statt marktradikal – eine bessere Globalisierung ist möglich!

Wohlstand für alle und globale Nachhaltigkeit – kann das funktionieren? Die moderne Gesellschaft des
21. Jahrhundert wird eine Gesellschaft sein, die eine Verbindung von Ökonomie und Ökologie lebt. Markt und Nachhaltigkeit müssen gleichzeitig möglich sein. Das ist eine zentrale Forderung der Global Marshall Plan Initiative.
Josef Radermacher und Bert Beyers schlagen zahlreiche konkrete Maßnahmen vor.
Die ökosoziale Idee der Balance zwischen Wirtschaft, Sozialem und Ökologie könnte die Basis sein für eine weltweite friedliche Entwicklung. Denn die Welt könnte viel reicher sein, als sie heute ist. Es gilt zu handeln, und zwar sofort. Denn die wichtigste Ressource ist die Zeit.

Impressum: Verein AMSEL – Arbeitslose Menschen suchen effektive Lösungen ZRV 997924295

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