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Danke, Herr Nowotny, dass wir zahlen dürfen!

Bloged in Allgemein,Krise von friedi Montag März 10, 2014

Herr Nowotny hat es nun deutlich gesagt: Eine Insolvenzlösung der HAA-Bank hätte die Banken, den Finanzplatz Österreich und den österreichischen Staat ja unverschuldet in Mißkredit gebracht – daher ist es besser, wenn die Bevölkerung das Debakel zahlt.

Insolvenzverschleppung – für jeden Gewerbetreibenden ein Grund vor Gericht gestellt zu werden – gilt für die Nadelstreifelite nicht (nicht dass es das Gesetz nicht gäbe – aber das ist halt nicht für alle da). 

Der Finanzplatz, die Bankenaufsichtsbehörde, die Nationalbank usw. machen weiter wie bisher und kassieren Zinsen und Zinsen und Zinseszinsen. Aufsichtsbehörde, Regierung, Banken sie kassieren, kassieren und kassieren – dafür sind sie ja da. Wenn es nichts zu kassieren gäbe, dann bräuchten wir diese Institutionen ja gar nicht! – also nur logisch, dass sie Ihre Aufgabe wahrnehmen und kassieren.

Auch die Regierung muss kassieren und Ausgaben beschneiden – das ist in der von Banken diktierten Welt ja IHRE Aufgabe – das war unter’m alten Kaiser so und ist unter den neuen Herren so. Die Regenten haben „ihre Völker“ immer schon verkauft, verpfändet und aushungern lassen. Zwar dürfen die Regierungen nicht mehr behalten, was sie kassieren – sie müssen es der Wirtschaft – also wieder den Banken zuführen, aber ein bisschen was bleibt ja doch auch bei den Regentinnen und Regenten und sei es nur in Form einer fetten Gage.

Der kurze Traum einer egalitären, freien Demokratie, von schmaler Lohneinkommensschere, von gerechter Vermögensverteilung der  in Österreich im Spannungsfeld des Kalten Krieges möglich war, ist ausgeträumt! Die Kassiere sind wieder da um die „soziale Ordnung der Tüchtigen“ wieder herzustellen: Eine Schicht kassiert – die andere Zahlt.

Dumm dass die Zahler gerade jene sind, die kein Vermögen haben. Aber durch Verpfändung der Kindes- und Kindeskindseinkommen ist die Bevölkerung glücklicher Weise als Zahler doch sehr interessant. Kann sie doch so für eine über Generationen reichende Einkommensquelle für eine „tüchtige“ Oberschicht dienen.

Die Bevölkerung die zahlt und zahlt und zahlt also – dafür ist DIE ja da. Eine Seite muss ja den Gürtel enger schnallen – und historisch waren das immer „die da unten“ – da kann man halt nichts machen.  … aber die hohen Damen und Herren können ja auch nichts dafür, dass ihnen der liebe Gott so ein fettes Salär geschenkt hat …. Strasser, Grasser, Androsch, Fekter, Pröll, Feymann, Burgstaller usw. usw…. sie alle machen ja nur das Beste – nur für wen? Und: Hand auf’s Herz: Wenn ein paar Milliarden fehlen – das kann ja – etwa eine Landeshauptfrau – gar nicht merken. Das sind ja die sogenannten „Erdnüsse“ die unter den Tisch fallen. Auch bei der Hypo – ich bitte Sie: Der Haider war’s. 18 Mrd. € Haftungen – das KANN doch eine Aufsichtsbehörde gar nicht sehen – ein Problem der Wahrnehmungsschwelle … darum KANN es in diesen Kreisen keine Konsequenzen geben: Sie haben ja nichts gemacht…! – wenden wir uns lieber der Ukraine und dem bösen Putin zu …..

Und die Kernfrage: Wie lange können wir uns SO eine Wirtschaft überhaupt leisten? Mit 120% Staatsverschuldung haben wir (die Unteren) sicher das erreicht, was ein Hayek unter Schuldknechtschaft verstanden hat ….

Graz, 10.3.2014, W.Friedhuber

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