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[AIK] Bericht von der österreichischen Friedensdelegation nach Donetsk und Lugansk

Bloged in Allgemein von friedi Samstag Mai 25, 2019

Donbass – Bergarbeiter und Antifaschisten
Bericht von der österreichischen Friedensdelegation nach Donetsk und Lugansk


Bildberichte:
Donetsk – Land der Schächte und Abraumhalden
http://www.antiimperialista.org/de/content/donetsk-land-der-sch%C3%A4chte-und-abraumhalden

Lugansk – Gewerkschaftsrepublik
http://www.antiimperialista.org/de/content/lugansk-gewerkschaftsrepublik

Anlässlich der Siegesfeiern über den deutschen Faschismus am 9. Mai sowie das 5-jährige Jubiläum der Donbasser Republiksgründungen begab sich eine 9-köpfige Delegation der österreichischen Friedens- und Neutralitätsbewegung in die Rebellengebiete der Ostukraine.

Auch nach nur ganz wenigen Tagen wird jeder Beobachter feststellen müssen, dass einige der bei uns verbreitenden Grundannahmen über die sogenannten Separatistengebiete in eklatanter Weise dem Augenschein widersprechen:
Zumindest in den Hauptstädten Donetsk und Lugansk herrscht Normalität. Von einer Kriegssituation oder einem Ausnahmezustand spürt man wenig. Spuren des Krieges sieht man ab und an, muss man sich aber besser zeigen lassen. Paris ist jedenfalls militarisierter. Auf der anderen Seite erkennt man auch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die sozialen Folgen der ungewissen Lage und den Mangel an Investitionen.

Politisch-kulturell könnte man von einer Art Resowjetisierung sprechen, auch wenn die sozialen Grundlagen und Ursachen ganz andere sind. Zwei Momente erscheinen für die Volksrepubliken identitätsstiftend:

Einerseits die Zentralität der Arbeiterschaft in der Kohle- und Stahlindustrie, die zu einem bei uns unvorstellbaren „Proletkult“ führt, selbst im Rahmen der Staatsakte, denen wir beiwohnten. Es gab dort nie eine bürgerliche Elite, und die in den letzten Jahrzehnten entstandenen Oligarchen liefen mit dem Bürgerkrieg davon. Die Protostaaten sind aus einer Volksrevolte entstanden, die eine neue Führung hervorbringen musste. Insbesondere in Lugansk, wo Kohle und Stahl noch dominanter sind, herrscht de facto die Gewerkschaft. Man könnte also von einer
Gewerkschaftsrepublik sprechen. Donetsk wies mehr Maschinenbau auf und war metropolitaner.

Andererseits ist da der Sieg über den deutschen Faschismus, der gerade in dieser Region mit einem besonders hohen Blutzoll erfochten wurde. Darum führt das Anknüpfen des ukrainischen Nationalismus an der Nazitradition mit Bandera &Co zu besonders heftigen Gegenreaktionen.
Nicht umsonst sind die zahlreichen sowjetischen Denkmäler unangetastet und werden weiterhin geehrt. Lenin wacht überall.
Ganzer Text:
http://www.antiimperialista.org/de/content/donbass-%E2%80%93-bergarbeiter-und-antifaschisten
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Antiimperialistische Koordination
aik@antiimperialista.org
www.antiimperialista.org/de
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