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Schwarz-Blau wird den Grazern noch viel kosten …

Bloged in Allgemein,Protest by friedi Donnerstag Juni 15, 2017

Das deprimierende Wahlergebnis vom Februar 2017 wird der Mehrheit der Grazer noch viel Geld und Lebensfreude Kosten. Wie bereits im Bund durch die Regierung Schüssel vorgezeigt (siehe Standard), wird Schwarz-Blau nun auch Graz plündern und die Kosten den Bürgern überlassen.

In gesteigerter Selbstherrlichkeit übernimmt der Bürgermeister als Lokalregent am besten alles selbst; Stadtplanung, Investitionsplan usw. –  d.h. eine Kleinigkeit überlässt er schon den Bürgern: die Schuldenbegleichung.

Nach bewährten Muster wie etwa den zu breite Straßenbahnen werden Projekte durchgezogen, die gewaltige Folgekosten und Bauaufträge nach sich ziehen. Bauen auch in der Bauverbotszone, Aushöhlung des Denkmalschutzes, Stadtverbauung ohne Rücksicht auf Wege usw. in diese Richtung wird nun hemmungsloser weitergearbeitet. Bauen, Bauen, Bauen – verwirklichen der Pläne gemäß der eigenen Klientel.

All diese dubiosen Projekte wie Murkraftwerk, Speicherkanal, Spekulationswohnblock um Spekulationswohnblock usw. führt zu immer weiter steigender Stadt-Verschuldung ohne einen Horizont oder Planangabe des Return of Invest (RoI) – dies bei gleichzeitigem massiven Verlust von dringend notwendigem Grünraum.

In Puntigam ein Park? Nein! Häuser, Häuser, Straßen! In Reininghaus ein Park?

Nein! Häuser! Häuser!

Ins Straßgang, in Wetzelsdorf, in Geidorf …. überall: Spekulationsobjekt um Spekulationsobjekt wird gebaut. Im Moment kann die Immobilienblase weltweit noch genutzt werden – aber: 1.) nur für den Bauherrn und 2.) wie lange noch?

Die Folgen werden sein: Kanalnetz muss angepasst werden (auch wegen des unsäglichen Kraftwerks im Stadtgebiet), die Besiedelung der Wohnblocks wird nur mit Sozialunterstützung möglich sein – Arbeitsplätze für die Menschen wird es nicht geben – daher wird die Schuldenlast auch immer drückender.

Nun: Es ist zwar kaum zu glauben, weil diese Problempunkte schon im letzten Jahr klar auf dem Tisch lagen, aber die Grazer Bürgerinnen und Bürger stimmen dieser Profilierung und Gewinnstreben einiger wenigen auf kosten aller mit Mehrheit zu.

Dass aber nun der Herr Bürgermeister, in schlechtester Feudalherrschaftsmanier, alle Ressorts bestimmt ist erschreckender als ich mir diese Regentschaft vorgestellt habe (die FPÖ kann man getrost vergessen – die spielt ohnedies überall mit, wo für sie etwas „drin“ ist). So wurde etwa die Radetzky-Brücke 1994 saniert und dabei auch der Platz für die geplante Straßenbahnlinie in Richtung Don Bosco vorgesehen. Allein – das ist ja kein Projekt von Hr. Nagl oder seinem Anhang – also wird das Projekt von ihm abgesagt (siehe Kleine Zeitung 15.6.2017, S.32: „Knalleffekt: Nagl zieht den Tram-Ausbau an sich“). Zuständig wäre zwar der Verkehrsstadtrat (Stadträtin Elke Kahr, KPÖ) . Anscheinend will Hr. Nagl aber das Neutorgassenprojekt, das der befürchteten Erschütterungen wegen in der Vergangenheit abgelehnt wurde – und das noch bevor die jezigen Donnerbüchsen durch Graz gerumpelt sind. Ev. denkt sich der Chef dieses Bauunwesens: einstürzende Häuser lassen endlich die Neubauten in der Innenstadt realistisch werden.  Wenn das so weiter geht, wird Nagl auch noch seine unselige Standseilbahn durchdrücken.

Hr. Nagl und die ÖVP hat in Graz über die Werbemittel und über die „unabhängige Kleine Zeitung“ die öffentliche Meinung fest in der Hand. Kein Slogan – wie eben die Propaganda für das Murkraftwerk in Graz gezeigt hat – ist blöd genug, als dass die Mehrheit sie nicht frisst. Vermutlich wird „derGrazer“, die „Kleine Zeitung“, die Holding, und andere Postwurfsendungen uns bald erklären, dass es das Beste für uns ist, wenn die Stadt uns immer tiefer und tiefer verschuldet ohne jemals für uns Besitzlosen auch nur einen kleinen Finger zu rühren….

Die Straßenbahnpreise in Zeiten sinkender Öl- und Lohnkosten sind ein Zeichen: Belastungen werden erhöht – aber auch die Schulden – eben wie in den Feudalzeiten, wo Könige auch Städte verpfändet haben, um sich selbst zu verwirklichen …

 

Graz, 15.6.2017, W.Friedhuber

Zu Speicherkana siehe auch Holding
Zu Kraftwerkpropaganda: siehe Holding
Zu Kulturzerstörung: Altstadtzerstörung, Pfauengartenverbauung, Leskoschek-Haus, Alte Häuser und Bäume,

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