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SPENDEN für die FRAUENINITIATIVE GEGEN SCHULDEN UND SPARPOLITIK, THESSALONIKI

Bloged in Allgemein by friedi Mittwoch November 30, 2016
(Anm. Frie.: Der politischen Bedeutung wegen wird entgegen unserer sonstigen Gepflogenheiten hier ein Geldsammelaufruf weitergegeben).
Das Komitee Solidarität mit dem griechischen Widerstand, Wien
unterstützt die Fraueninitiative gegen Schulden und Sparpolitik, Thessaloniki
Das Elend der Bevölkerung in Griechenland wird immer größer und die bürgerlichen Medien schweigen das tot. Warum? Die europäischen KapitalistInnen und besonders ihre Banken haben mit dem Elend in Griechenland viele Profite gemacht und die kapitalistischen Medien sind ihr Sprachrohr.
Nun werden immer mehr Wohnungen oder Häuser von Arbeitslosen zwangsversteigert – und die MaklerInnen und Banken machen wieder viel Geld. Es gibt Widerstand in Griechenland, aber die griechische Regierung mit dem europäischen Kapital im Rücken, konnte diesen immer wieder niederschlagen.
Zehntausende sind obdachlos, haben nichts zu Essen und ihre Kranken kein Spital. Die Fraueninitiative gegen Schulden und Sparpolitik in Thessaloniki unterstützt diese Menschen. In ihrem schmucken Kellerlokal bieten sie arbeitslosen Frauen und Armen (mitunter auch Männern) die nichts zum Essen haben und/oder denen die Banken ihre Wohnung raubten, einen Platz. Sie kommen zum Essen oder auch zum Duschen, zum Haarschneiden etc. oder nur zum Aufwärmen – im Winter ist es auch im südlichen Griechenland sehr kalt. Auch gebrechlichen Menschen und Kindern wird geholfen. Daneben können sie Lernen, Nähen und Diskutieren.
Und zu diskutieren gibt es viel: wie können Delogierungen verhindert werden, wie kann erfolgreicher Widerstand gegen die Sparmassnahmen organisiert werden, wie ist Demokratie in einem selbstverwalteten Projekt und in der Gesellschaft umzusetzen etc. Die Aktivistinnen sind sehr kämpferische Frauen und initiieren oder beteiligen sich an Aktionen gegen die Sparmassnahmen, gegen Rassismus und Faschismus. Sie wollen konkrete Hilfe leisten, doch ihr Ziel ist eine Gesellschaft, die allen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und dafür treten sie aktiv ein.
Daneben gibt es ein Heer von Flüchtlingen, die vom Großteil der griechischen Bevölkerung unterstützt werden, auch wenn sie selber arm sind. Die Frauen des Zentrums haben auch versucht, die Not der Flüchtlinge in Idomeni zu lindern. Als die Regierung diese auf Geheiß der Troika von dort vertrieben hat, mussten viele nachThessaloniki übersiedeln. Die Bevölkerung und das Frauen-Zentrum haben ihnen geholfen. Die Frauen des Zentrums nahmen Familien und Frauen mit Kindern in ihren Wohnungen auf, das Frauen-Zentrum hilft mit Geld- und Sachspenden und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Um die ImmigrantInnen von der Bevölkerung zu isolieren und jeglichen Kontakt der Unterstützungsvereine mit den ImmigrantInnen zu vermeiden hat die Troika und ihre gehorsame „linke“ Regierung die Flüchtlinge ihn „Camps“ eingeschlossen und die HelferInnen von dort ausgeschlossen. Sie fürchten zu Recht den gemeinsamen Kampf der Flüchtlinge mit der griechischen Bevölkerung gegen ihre rassistische und menschenverachtende Politik.
Das Wiener Komitee Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland ist jetzt 4 Jahre alt und hat mit Bulletins, Seminaren und Veranstaltungen, auch durch die Einladung von griechischen Aktivistinnen versucht, über die Situation in Griechenland zu informieren. Daneben haben wir Geld- und Sachwerte gesammelt und nach Griechenland geschickt um den griechischen Widerstand zu stärken. Wir haben auch wiederholt für das Frauen-Komitee in Thessaloniki gesammelt. Jetzt ist die finanzielle Lage des Zentrums aufgrund der immer schlechter werdenden Lage sehr prekär und deshalb haben wir beschlossen wieder eine Sammlung zu organisieren.
Wir bitten euch um eure Unterstützung. Könnt ihr bei den Weihnachtsfeiern, in Vereinen, in euren Betrieben oder in euren Familien, Freundeskreisen etc. sammeln. Oder hast du ein bisschen Geld für das Frauen-Zentrum?
Wenn ja,
nimm mit mir Kontakt auf unter h.schlesak@aon.at
  • oder bringe deine Sammlung persönlich beim nächsten Treffen des Komitees vorbei
    im Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftgasse 8. Aktuelle Termine und Themen findest du auf unserer Homepage http://griechenlandkomitee.wordpress.com/
  • oder du willst es gleich an die FRAUENINITIATIVE GEGEN SCHULDEN UND SPARPOLITIK schicken (Angaben zum Konto siehe unten)
Solidarische Grüße
Heinrich Schlesak
h.schlesak@aon.at
FRAUENINITIATIVE GEGEN SCHULDEN UND SPARPOLITIK
Wir sind eine Basisinitiative die ihre Arbeit im Jahr 2011 als Reaktion auf die ausgebrochene Krise begann weil wir, die Frauen, immer die ersten Opfer staatlicher Sparmaßnahmen sind.
Wir sind immer
▪ die ersten die entlassen und die letzten die wieder eingestellt werden
▪ diejenigen mit dem höchsten Prozentsatz an Arbeitslosigkeit – bei jungen Frauen liegt die Arbeitslosigkeit über 60%
▪ die mit den niedrigsten, den Lebensunterhalt nicht sichernden Pensionen – dank der jahrelangen ungerechten (ungleichen) Bezahlung
▪ die mit dem höchsten Anteil an Nichtversicherten
▪ die ersten Opfer von Gewalt und sexueller Belästigung auf der Straße, in den Betrieben und auch innerhalb der Familien
▪ diejenigen, die die Last der Auswirkungen zu tragen haben, die sich aus der Demolierung des öffentlichen Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystems ergeben (wir sind es, die die Alten-, Kranken- und Kinderversorgung aufrecht halten)
▪ die, die ihre Kinder nicht mehr kostenfrei in öffentlichen Spitälern zur Welt bringen können und deren Neugeborene als Pfand zurückbehalten werden bis die Spitalrechnung bezahlt ist
Die FRAUENINITIATIVE hat bislang einige Aktionen gestartet, die sich auf die oben beschriebenen Zustände beziehen, die alle eine Folge der Politik der Troika sind.
Unter diesen Umständen und weil sich die Krise verschärft, leben wir Frauen in Entbehrung und Armut. Wir verfügen nicht einmal über ausreichende Mittel, für unseren Lebensunterhalt und um unsere Kinder aufzuziehen (Ernährung, Bekleidung, Heizung, Gesundheitschecks, Impfungen, allgemeine medizinische Versorgung usw.).
Diese sich ständig verschärfende humanitäre Krise, die noch lange andauern wird, ist der Hintergrund für den Versuch der FRAUENINITIATIVE, ein Solidaritätszentrum für Frauen ins Leben zu rufen. Es soll allen Frauen und insbesondere Alleinerzieherinnen offen stehen. Es soll ein „offener“ Raum sein, an dem jede von uns ihre Stimme erheben kann und gehört wird. Unsere Selbstorganisation wird es ermöglichen, Widerstand zu leisten und eine kollektive Antwort auf unsere Probleme zu geben.
Unser Ziel ist ein „FRAUENSOLIDARITÄTSZENTRUM“ das von 10 Uhr vormittags bis zum späten Abend geöffnet ist und Folgendes zur Verfügung stellen bzw. sichern soll:
▪ Rechtsberatung bei häuslicher Gewalt, in Gesundheitsfragen usw.
▪ Abende mit kollektivem Kochen und Essen
▪ Direkte Aktionen gegen Probleme die wir auf uns zukommen sehen wie z.B. das Abdrehen der Stromversorgung eines Haushaltes, schwindende bzw. gar nicht mehr vorhandene Gesundheitsvorsorge, Delogierungen u.ä.m.
▪ Mit unserem Slogan „Keine Frau alleine in der Krise!“ antworten wir auf die anachronistische Kultur von Gewalt, Barbarei und Vereinzelung mit einer anderen Kultur, mit einer Kultur von SOLIDARITÄT, SELBSTORGANISATION, KOOPERATION, GEGENSEITIGER HILFE und DIREKTER AKTION. Dies soll gemeinsam mit ähnlichen Bewegungen in der Stadt geschehen (wie z.B. Wohlfahrtseinrichtungen, soziale Zentren für Immigranten, Ärzte der Welt, Bürgerinitiativen etc.)
Wir appellieren an alle Frauenorganisationen, unser Projekt entsprechend ihrer Möglichkeiten finanziell zu unterstützen, entweder durch Fundraising für die Restaurierungskosten (wie z.B. für Elektrizitäts- und Installationsarbeiten, Wände-ausmalen, für die Möblierung ebenso wie für Plakate und weitere Informationsmaßnahmen) oder indem sie sich verpflichten, monatlich einen bestimmten Betrag zu überweisen – zehn oder zwanzig Euro, damit wir unsere monatlichen laufenden Ausgaben finanzieren können, solange bis wir mit den Aktivitäten des Zentrums ein eigenes Budget erwirtschaften können.
Schlussendlich ist es für uns sehr wichtig, engeren Kontakt mit ähnlichen Frauen- und Solidaritätsinitiativen aufzubauen.
IN KOORDINATION MIT ALLEN BEWEGUNGEN AUF ZUM SIEG!!!
Kontakt: Voula Taki 00306974796621
Kontonummer: 425/624773-33 (National Bank of Greece-NBG)
Iban:GR5601104250000042562477333
(Name: Evangelia Koumandraki)
BIC:ETHNGRAA

 

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