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Die Stadt Wien und ihre Finanztricks

Bloged in Allgemein,Geld by friedi Dienstag August 30, 2022

Nun hat es Wien erwischt – man könnte sagen „wieder einmal“: Praktisch über Nacht ist bei der Wien-Energie ein Finanzloch von 1,75 – 6 Mrd. € (siehe Manager Magazin, 29.8.22) aufgetreten (bei einem Privatbetrieb wäre der Verdacht auf Konkursverschleppung gegeben) – aber aktuell ist natürlich Putin oder zumindest die Börse schuld.

Man sollte sich jedoch erinnern, dass die Stadt Wien schon immer eine Vorliebe für Finanztricks hatte.

So war die Stadt 1998 ganz vorne mit dabei, beim Cross-Border-Leasing (CBL), bei dem die Stadt ihr Eigentum an US-Investoren verkaufte – mit Rückkaufrecht nach einigen Jahren – und dann ihr Eigentum von diesen Investoren zurück leaste ( siehe https://www.stadtrechnungshof.wien.at/berichte/2009/lang/02-09-KA-IV-K-17-8.pdf ) – ein reiner Finanz- und Buchhaltungstrick.

Natürlich kam es auch da zu finanziellen Verwerfungen, die aber nicht dem CBL-Deal zugeordnet wurden, sondern den Devisentermingeschäften (siehe: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121214_OTS0154/wiener-stadtwerke-zu-presse-artikel-niemals-verluste-durch-cross-border-leasing).

Ab 2006 begann Wien aus diesen CBL-Verträgen auszusteigen – angeblich mit finanziellen Gewinn (siehe etwa:Die Presse, 16. 2. 2009).

Die Vorliebe für spekulative Geschäfte scheint jedenfalls der wiener Stadtverwaltung im Blut zu liegen – und geht’s schief – na dann: too big to fail – es zahlt der Bund(esbürger).

Kommentare	»
  1. heute am 31.8.2022 hat die „presse“ ziemlich genau berichtet…….

    die stadt wien zahlt für ihre aktuellen termingeschäfte am stockmarket in amsterdam für eine kilowattstunde elektrischer energie (1 kWh) ein euro fünfzig (1,50€) als verteiler, also zum de facto großhandelspreis, wobei zu erinnern ist, dass im frühsommer des vorjahres (2021) der arbeitspreis für haushalte, also für den privaten endverbraucher z.b. bei der energie graz bei 0,18 € lag !!!!!!!!!!

    die preise begannen dann drastisch im september 2021 anzusteigen, also lange vor dem 24. februar 2022 .

    Trackback by kurt strohmaier 31. August 2022 18:59

  2. ein kleiner nachtrag zum oberen kommentar, damit keine missverständnisse aufkommen; der arbeitspreis für haushalte lag bei 0,18 € pro kilowattstunde (1 kWh).

    Trackback by kurt strohmaier 31. August 2022 19:05

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