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K. Galbraith: Gesellschaft im Überfluss

Bloged in Allgemein,Systemalternativen by friedi Donnerstag Juli 23, 2020

Wolfgang K. hat Galbraiths Werk „Gesellschaft im Überfluss“ durchgearbeitet und ein umfangreiches Excerpt erstellt.

John Kenneth Galbraith: Gesellschaft im Überfluss (The Affluent Society). Deutsche Ausgabe 1959
Droemer Knaur Verlag: Stuttgart, übersetzt von Rudolf Mühlfenzl
(Excerptiert von Wolfgang K.)

Das Excerpt ist umfangreich ausgefallen; nachfolgend nur kurze Ausschnitte.

Abstract

Nach dem amerikanischen Ökonomen J.K. Galbraith (1908-2006, nach der Krise von 1929 Berater bei Franklin D. Roosevelt’s „New Deal“ und später bei Kennedy, Carter und Clinton), beruht alles wirtschaftliche Handeln der entwickelten Nationen auf Lehren, die der Vergangenheit angehören.

In Zeiten des Mangels ist eine Steigerung der Produktion sinnvoll, um Hunger und Not zu bekämpfen, heute führt sie (bedingt durch die profitmaxierende kapitalistische Produktionsweise) jedoch zur Schaffung von Überfluss an privaten Gütern, welcher gleichzeitig einen Mangel an Gütern und Dienstleistungen im öffentlichen Bereiches bedingt.

Wirtschaftliches Wachstum, zwar nicht im Sinn des Brutto Inlandsprodukts (BIP), stellt Galbraith grundsätzlich nicht in Frage, wohl aber den Überfluss (der Grund des ausufernden Wachstums besteht in der Notwendigkeit dem Produktionsprozess permanent Kapital in Form von Investitionen aus geldschöpfenden Banken zuzuführen damit eine Stagnation vermieden werden kann – Binswanger in „Wachstumszwang“).

Galbraith setzt sich daher für einen aktiven Staat ein. Er verlangt von den Politikern Handlungen, besonders gegen die Neigung der Wirtschaftspolitik

Steuerpolitik ist wirksam als Lenkungsmittel der Marktherrschaft, geeignet zur Entkopplung von Produktion und sozialer Sicherheit, auch gegen Inflation, da große und kleine Firmen gleichermaßen betroffen wären. Dagegen steht, dass die Öffentlichkeit wohl bereit ist, in einer Wirtschaftsflaute die Steuern zu senken, aber eine Erhöhung zur Bekämpfung von Inflation nicht akzeptieren würde – unter anderem, weil diese nach einer Erholung nicht mehr zurückgenommen werden.

Der Lösungsansatz von Galbraith, die soziale Sicherheit von der Produktion abzukoppeln, liegt darin, dass er sich für eine Unterstützung der Arbeitslosen ausspricht – verkehrt proportional zum Beschäftigungsgrad in der Höhe.

Eine Gesellschaft im Überfluss kann es sich nämlich leisten, auch die zu bezahlen, die nicht arbeiten – unter der geringen Dringlichkeit der Produktion von Überflussgütern ist sie nicht auf ihre Arbeit angewiesen.

In seiner Theorie des „sozialen Gleichgewichtes“ wird eine Balance zwischen dem, was eine Gesellschaft produziert, und dem was sie konsumiert, gefordert (notwendiger und künstlich geschaffener Bedarf) .

Graz, 23.7.2020, Wolfgang K.

Das gesamte Excerpt umfasst etwa 30 Seiten und enthält auch die ökonomischen Diagramme zu Wachstum und Arbeitslosigkeit (Phillips-Diagramme).
Das Excerpt ist für den internen Linken Dialog erstellt und enthält nicht alle Quellenverweise. 
Darum kann es hier nicht voll bereitgestellt werden.
Interessenten mögen mir eine Anforderungsmail schicken (Betreff: Galbraith-Excerpt) oder einfach im Kommentar zum Artikel "bin interessiert" hinterlassen.
Ich schicke das PDF-Dokument dann per Mail  (Friedi)
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