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ALTERSUMMIT: FORTSETZUNG DER DISKUSSIONEN- DEMO- KURZBILANZ

Bloged in Systemalternativen von friedi Freitag Juni 7, 2013

10.6.2013: Kurzbilanz

Demonstration anlässlich des Alternativgipfesl in Griechenland 2013

Altersummit Abschlussdemonstration (Photo Erich Dittrich)

Am zweiten Tag des Altersummit gab es eine Reihe von spannenden Arbeitskreisen. Der Arbeitskreis „Rechtsextremismus, Neonazismus“ fand regen Zulauf.

Nach einem Einleitungsstatement von Walter Baier, indem er den internationalen Charakter des Anstiegs des  Rechtsextremismus hervorhob und unterstrich, daß diese Entwicklung nicht losgelöst von den Krisen des Kapitalismus gesehen werden kann, entspann sich eine breite Debatte, die sich über den ganzen Vormittag zog.

 

 

KollegInnen und GenossInnen aus etlichen europäischen Ländern berichteten über die jeweilige Lage: etwa über die Gefahren, die mit dem wachsenden Einfluß der offen faschistischen „Goldenen Morgenröte“ in Griechenland verbunden sind oder die jüngste Ermordung eines 18jährigen Gewerkschafters und Antifaschististen in Frankreich . Weitgehende Einigkeit herrschte über folgende Schlußfolgerungen:

 

 

– es bedarf einer vertieften Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten des Rechtsextremismus („Nicht alle Katzen sind grau“), um ihn in seinen verschiedenen Ausprägungen wirksamer bekämpfen zu können. In Paris wird es im Herbst  dazu eine „Studienkonferenz“ geben.
– die Netzwerke, die sich dem Kampf gegen den Rechtsextremismus widmen (z.B. „International network against the far right“- Spring 2) sollten mehr und besser kooperieren bzw. überhaupt verschmelzen: nicht zuletzt , um rascher , effektiver und GEMEINSAM handeln zu können (positives Beispiel: die internationalen Mobilisierungen gegen die Versuche der Nazis in Dresden durch die Stadt zu marschieren).

 

 

– im kommenden Jahr wird es einen groß angelegte internationalen Kongreß gegen Rechtsextremismus und Neonazismus geben. Als mögliche Orte wurden Madrid, Valencia, Berlin und Budapest genannt- wobei es eine starke Artikulation für Budapest gab.

 

 

Die abschließende Demo war bunt und lebendig- aber umfaßte gerade 135O Personen. Hier, wie beim Altersummit generell, zeigte sich die beschränkte Mobilisierung. Es gab etliche Absprachen in „den oberen Etagen“, was aber bekanntlich nicht heißt, daß tatsächlich breit  für den Altersummit geworben wird. Nicht nur die GPA, die den Aufruf für Athen unterstützt hatte, war nicht präsent. Auch andere „Größen“ beließen es bei platonischen Lippenbekentnissen. Und auch zu vielen Bewegungen und linken Organisationen gelang kein Brückenschlag bzw. es bestand kein/wenig Interesse daran.

 

 

Trotz  dieser Defizite war Athen richtig und wichtig: Jetzt wird es darauf ankommen, die dortigen Debatten und Beschlüsse in konkrete Aktionen umzusetzen!

 

 

Hermann Dworczak (0043/ 676 / 972 31 10 )

8.6.203: WICHTIGE  DEBATTEN AUF DEM ALTERSUMMIT IN ATHEN

Gestern Freitag begann in Athen der ALTERSUMMIT . Es wurde ein- ziemlich moderates- Manifest verabschiedet.  Wichtiger und spannender waren die Arbeitskreise bzw. das Plenum am Abend.
Heute Samstag Abend gibt es eine Demonstration gegen die  Austeritaetspolitik und die wachsende faschistische Gefahr.   Bereits um 14h gab es eine Debatte, die von der Europaeischen Linkspartei organisiert war. Asbjoern Wahl von den norwegischen Gewerkschaften lieferte eine praezise Analyse der kapitalistischen Krisen und den Versuchen des internationalen Kapitals die gesellschaftlichen Verhaeltnisse grundlegend in seinem Interesse zu aendern. Er warnte die Gewerkschaften und die Linke auf die stumpfe Karte des Neokeynesianismus zu setzen. In die gleiche Richtung argumentierte Tom Kucharz aus Spanien- einer der Hauptorganisatoren des Alternativgipfels Rio plus 20 im Vorjahr. Er unterzog die Politik der EU einer Fundamentalkritik und unterstrich, dass der gemeinsame Kampf von Bewegungen und Linken sich an einem anderen Gesellschaftsmodell orientieren muss.   Ein Treffen von ueber 60 GewerkschaftereInnen am spaeten Nachmittag zeigte die relativ starke Praesenz der europaeischen Gewewerkschaftsbewegung- IG Metall, Commissiones Obreras, CGT, belgische und italienische GewerkschafterInnen etc. Wer wieder einmal durch Abwesenheit glaenzte war der OEGB- dabei hatte die GPA den Aufruf zum Altersummit zu kommen mitunter-zeichnet….   Bei der- leider nur von sehr schwach besuchten- Abendveranstaltung, auf der das Manifest verabschiedet wurde, sah es lange so aus, als wurde der kapitalistische Charakter der Krisen ausgespart bleiben. Dann wagten sich jedoch einige aus der Deckung und nannten das Kind beim Namen- etwa Urban von der IG-Metall oder der Vorsitzende von Syriza Tsipras.     Beeindruckend war die breite Solidarität mit dem Widerstand gegen das autoritäre Erdogan-Regime in der Türkei , die immer mit starkem Beifall quittiert wurde.   Heute gibt es die abschliessende  Demo gegen Austeritaetspolitik und faschistische Gefahr. Sie beginnt um 18,30 und geht vom Archaeologischen Museum weg.   Weitere Berichte folgen.
Athen, 8.6.2013 Hermann Dworczak – 0043 / 676 / 972 31 10

6.6.2013 – Alternativgipfel (Altersummit): Erste Eindrücke

Morgen Freitag (anm. F.W.: 7.6.2013) beginnt in Athen der ALTERSUMMIT und wird bis Samstag dauern. Es wird eine Manifest verabschiedet werden, zahlreiche Arbeitskreise sind geplant. Am  Samstag Abend gibt es eine Grossdemonstration.
Da ich schon Donnerstag zu Mittag in Athen ankam, benutzte ich die Zeit fuer einen Spaziergang, um die Atmosphare in der Stadt einzufangen.
Zu meiner Ueberraschung gab es  -im Unterschied zu den Sozialforen- am Flughafen keinen Info-Tisch des ALTERSUMMIT. Auch am -legendaeren- Syntagma-Platz machte nichts auf den wichtigen internationalen Treff der Bewegungen, Gewerkschaften und Linken aufmerksam.
Waehrend etwa auf dem letzten WSF in Tunis in den Strassen zahlreiche Transparente und Plakate auf das Forum hinwiesen und dafuer mobilisierten, kann ich hier nichts Vergkeichbares registrieren.
Ich kann nur hoffen., dass morgen der Altersummit mit Volldampf beginnt- die Generaloffensive des internationalen Kapitals macht eine paneuropaeische , ja globale Antwort der Linken unerlaesslich! Und Solidaritaet mit dem Widerstand gegen das autoritaere Erdogan-Regime in der Tuerkei sollte ebenfalls im Mittelpunkt des Treffens stehen.
Athen, 6.6.2013, Hermann Dworczak – 0043 / 676 / 972 31 10
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