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Corona-Krise zeigt es: Grundeinkommen wäre leicht möglich …

Bloged in Krise,Systemalternativen von friedi Donnerstag März 19, 2020

Die Maßnahmen der österreichischen Regierung zeigen es: Grundeinkommen wäre problemlos möglich.

Allerdings ist das in den aktuellen Maßnahmen beschlossene Grundeinkommen zwar einerseits arbeitsleistungsfrei – aber nicht bedingungslos. Die Bezieher müssen bei Firmen angestellt sein nur dann zahlt der Staat über die Firmen den praktisch leistungsunabhängigen Lohn aus.

Das Modell nennt sich „Kurz-Arbeit„. Wobei „Kurz“ sich nicht auf den Kanzler bezieht, sondern nur darauf, dass kurz gearbeitete werden SOLL). Gemäß der immer weiter um sich greifenden Sprachverwurbelung (eine Art orwellsches NeuSprachSprech) bedeutet dieses Kurzarbeitsmodell, dass gar nicht gearbeitet werden muss. Im Zeitraum von 3 Monaten soll – wenn möglich – ein paar Stunden gearbeitet werden. Der „Aufpasser“ (=der Unternehmer) braucht nur 10% des Lohnes zu bezahlen – der Staat zahlt 90% (siehe: https://www.ams.at/content/dam/download/allgemeine-informationen/20200317_FAQ%20Corona_KUA.pdf) – eigentlich ein staatliches Grundeinkommen. (Info zu Grundeinkommen – beispielhaft)

Nun sollte man noch die „Aufpasser“ entfernen und die Arbeitsbedingung fallen lassen, dann hätten wir bei annähernd gleichen – oder sogar niedrigeren – Kosten das Sozialsystem der Zukunft eingeführt!

Wenn also der Kanzler Kurz sein „Kurz-Arbeitsmodell“ in diesem Sinne erweitert, dann werde auch ich ein Kurz-Wähler!

Graz, 18.3.2020, W.Friedhuber

Kommentare	»
  1. na wo täten wir hinkommen, hätten wir keine aufpasser mehr……..? dass das system der bedingungslosen grundsicherung funktionieren kann wurde schon 1998 als modell von k.g. strohmaier in dessen diplomarbeit „wechselwirkungen zwischen den polen eines makroökonomischen systems unter bedachtnahme der sogenannten globalisierung und deren konzept als parametrisches modell“ aufgezeigt. der betreuer der arbeit war der ökonom und klimaexperte univ.prof.dipl. ing. dr. stefan schleicher. klar würden die bekannten transfers dabei durch die grundsicherung ersetzt werden. die aufpasserei durch ams und etwaige vernaderer der sogenannten wirtschaft wäre somit obsolet und die negativen auswirkungen der theorien von hayek, der ja immerhin dafür den nobelpreis bekommen hat, könnten damit für das profane volk entschärft werden. n.b. zum zeitpunkt der entstehung der genannten arbeit war ein herr haselsteiner als förderer des liberalen forums der heide schmidt ein vehementer verfechter der bedingungslosen grundsicherung. welchen ideen er hingegen jetzt als förderer der neos folgt sei dahingestellt.

    Trackback von kurt strohmaier 23. März 2020 16:49

  2. Die im Kommmentar Strohmaier vom 23.3.2020 angesprochene Diplomarbeit ist in der TU-Graz-Bibliothek frei verfügbar.
    Die Arbeit aus 1998 ist ein Beleg dafür, das fast alles, was so unter dem Titel der Sachzwänge abläuft mehr die Umsetzung eines politischen Strebens ist als das notgedrungene Reagieren auf Krisen.
    So ist etwa Kurt Strohmaier auch ein engagierter Leserbriefschreiber, der vor allem die Kleine Zeitung auf ihre manipulative Art der wirtschaftsfreundlichen Berichterstattung hinweist – aber von den Redakteuren fast konsequent ignoriert wird.
    Es liegt also an der Masse der Menschen selbst, sich für ihre Belange einzusetzen – die gewählten Vertreter und ihre Propagandaorgane verfolgen ganz andere Pläne – dies vor allem nun verstärkt in der EU.
    Wer nun noch nicht sieht, dass die EU eine kapital-aneignungs-Union ist, dem ist nicht zu helfen. Vor allem die erarbeiteten Wohlstandsleistungen von arbeitsamen Bevölkerungen fließen immer mehr in die Hände von Kapitalspekulanten – immer unter der Begründung der Notwendigkeiten – ob das die Bankenkrise – oder nun die Corona-Krise ist.
    Aber: Die Privatisierung der Wohnungen, der Grundstoffindustrie, der Sozialstrukturen usw. waren keine Notwendigkeiten der Bevölkerung – es waren reine Raubzüge von Kapitaleignern (übertroffen nur durch die Machenschaften der Treuhand in der ex DDR).
    Jedoch: Wenn die Bevölkerung solche Raubzüge zulässt, so haben die Profiteure praktisch ein Gewohnheitsrecht erworben.
    Dass die Bevölkerung von den Vorgängen nichts wissen kann, stimmt nicht. Die im Kommentar erwähnte Arbeit aus dem Jahre 1998 ist nur ein Beleg dafür!

    Trackback von friedi 25. März 2020 08:51

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