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Bericht: Demo Arbeitszeitverkürzung … statt arbeiten bis zum Umfallen

Bloged in Allgemein von admin Sonntag Februar 28, 2010
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Foto: Athanasios Boulgaropoulos

Kurzinfos über die Demo in Graz am Sa. 27. 2. zu: “ Arbeitszeitverkürzung … statt arbeiten bis zum Umfallen“
Die kleine (180 Leute) aber recht dynamische Demo, zu der 12 Gruppen gemeinsam aufgerufen hatten, marschierte vom Eisernen Tor durch die
Herrengasse zum Hauptplatz und dann zum Südtirolerplatz. Jeweils mit 3 Kundgebungspunkten. Da sehr viele Menschen an diesem schönen Tag in der Innenstadt waren, kam die Demo in der Öffentlichkeit sehr gut an.
Ansprachen wurden gehalten von: KPÖ; KJÖ; AUGE; AMSEL; GLB, LinkeSTMK.

Anbei die Rede von: linkestmk.

Rede von Johann Schögler auf der DEMO in Graz am Sa. 27. Februar 2010

Arbeitszeitverkürzung … statt arbeiten bis zum Umfallen!

Vor welchem österr. u. internationalem Hintergrund findet diese Protestaktion statt?

Bei uns ist die Situation geprägt durch die Zusammenarbeit der großen SP VP Koalition mit den Spitzen der Gewerkschaften, die immer um Kompromissbereitschaft bemüht sind.

Die Betroffenen sollen nie gefragt werden und da es sehr schwer ist den Widerstand von unten entsprechend stark zu organisieren, kommt es nicht so leicht zur Verhinderung der vorgesehenen Einsparungsschritte.

Eine Möglichkeit wäre, wenn man es schaffen würde Gewerkschaftsübergreifende Komitees zu bilden, die ein echtes Gewicht in der Mobilisierung bekommen und dann auch die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen verhindern könnten.

Global gesehen weitet sich die Krise des Kapitalismus ständig aus und die gesamten Auswirkungen sind noch gar nicht absehbar.

Von den Medien wird kolportiert, die Finanzkrise sei vorbei und der Aufschwung falle nur etwas geringer aus als nach den letzten Krisen. Es ginge nur noch darum mit der ansteigenden Arbeitslosigkeit fertig zu werden.

Die Realität ist eine andere

Alle Versuche, den ohne Einschränkungen agierenden Finanzkapitalismus wieder in gewisse Bahnen zu lenken sind vollkommen fehlgeschlagen. Kein einziger G20 Gipfel konnte irgendeine Regelung der Finanzmärkte durchsetzen.

Die Neoliberalen, die die schlimmste Weltwirtschaftskrise seit 80 Jahren zu verantworten haben, wollen mit ihrer Umverteilung von unten nach oben und mit Privatisierungen öffentlichen Eigentums sowie der Zerstörung des Sozialstaates weitermachen, als ob nichts geschehen wäre, ja, als ob das den Kapitalismus aus der Krise führen würde.
Griechenland als Laborversuch

Die Spekulanten der Wall-Street von Goldman Sachs – eine der größten US-Handelsbanken – haben 300 Mill. Euro im Jahr 2001 von Griechenland kassiert, um eine Verschleierung der Staatsverschuldung aufzustellen. Das war natürlich der EU-Kommission vollkommen bekannt, und die heutige Komödie eines Jean-Claude Junker – dem Präsidenten der Eurogruppe – Griechenland habe bis heute seine wirkliche Staatsverschuldung verschleiert ist reine Manipulation der Öffentlichkeit und ist Wasser auf die Mühlen des Nationalismus.

Zuerst hat Goldman Sachs an Griechenland verdient, im Jahr 2008 haben die amerikanischen Steuerzahler sie vor dem Zusammenbruch gerettet und jetzt attackiert Goldman Sachs den Euro und setzt auf Milliardengewinne, indem sie auf den Staatsbankrott Griechenlands setzen. Mit 10 Millionen Einsatz und der Hebelwirkung ( Kredite) auf 100 Millionen erhöht, möchten sie 190 Millionen abräumen. So spielt das internationale Finanzkapital —- und die Bevölkerungen sollen zahlen.

Griechenland dient als Laborversuch wie ein starker Widerstand der Gewerkschaften gebrochen werden kann. Es ist das Land mit dem stärksten Widerstandspotential und der größten Kampfbereitschaft. Deshalb ist der Kampf der griechischen Arbeiter und Angestellten gegen die Einsparungsschritte auch für ganz Europa von zentraler Bedeutung.Wenn erst einmal der Widerstand in Griechenland gebrochen ist, ist der Weg frei für das übrige Europa.

Griechenland ist nur die Spitze des Eisberges der überschuldeten Staaten der EU: Spanien, Portugal, Italien und Irland sind die unmittelbar nächsten Kandidaten in Richtung Staatsbankrott und überall wird versucht die Krise auf die Bevölkerung abzuwälzen.

Aus ganz Europa muss es den Herrschenden entgegen schallen: N E I N ! Wir zahlen für eure Krise nicht!! Die Verursacher müssen selber zahlen.
Die Gefahr des Schürens eines Nationalismus ist in den letzten Tagen sprunghaft angestiegen, zwischen Deutschland und Griechenland.

Der Nationalismus, Chauvinismus und der Hass waren geschichtlich immer die Vorstufen für

kriegerische Auseinandersetzungen. Das Schüren des Hasses gegen Immigranten gehört auch zur Vorstufe eines aufsteigenden Faschismus.

Die neoliberale Globalisierung konnte sich in den letzten 25 Jahren fast widerstandslos ausbreiten.

Karl Marx hatte im 19. Jahrhundert die Ausbreitung des Kapitals bereits beschrieben und er hat bis zum letzten Atemzug in der ERSTEN INTERNATIONALE gekämpft, um den Widerstand auch global aufzubauen. Nicht im Traum hätte er sich vorstellen können, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts das ausbeuterische Kapital den hintersten Winkel des Planeten durchdringt. Nur der internationale Widerstand der Betroffenen, der Ausgebeuteten hat keine entsprechende internationale Widerstandskraft.

Die Zusammenführung aller Protestbewegungen in ganz Europa und die Notwendigkeit von gemeinsamen europäischen gleichzeitigen Mobilisierungen stehen auf der Tagesordnung.

Alle könnten die Börsen zur Zielscheibe ihrer Kritik und Mobilisierungen machen und das zugleich in ganz Europa. SCHLIESSEN WIR DIE BÖRSEN!

Bei uns unmittelbar wäre es möglich einen breite gemeinsame Bewegung für den 1. Mai auf die Beine zu stellen.

Das 5. österr.Sozialforum in Leoben von 13. bis 16 Mai sollte ebenso von allen für Vernetzungsschritte und der Suche nach Alternativen aufgegriffen werden.

Hoch die internationale Solidarität

Wir zahlen für eure Krise nicht

Die Verursacher müssen selber zahlen

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Foto: Athanasios Boulgaropoulos

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Foto: Athanasios Boulgaropoulos

Foto: Athanasios Boulgaropoulos

Foto: Athanasios Boulgaropoulos

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Foto: Athanasios Boulgaropoulos

Foto: Athanasios Boulgaropoulos

Foto: Athanasios Boulgaropoulos

Foto: Athanasios Boulgaropoulos

Foto: Athanasios Boulgaropoulos

Kommentare	»
  1. Auch der Verein AKTIVE ARBEITSLOSE war bei der Demo dabei. Kurzer Bericht und Fotos unter http://www.aktive-arbeitslose.at/news/20100227_demonstration_arbeitszeitverkuerzung_graz.htm

    Trackback von AKTIVE ARBEITSLOSE 16. August 2011 19:09

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