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FIRENZE 10+ 10 ERÖFFNET

Bloged in Allgemein von friedi Freitag November 9, 2012

Ein Bericht von H.Dworczak.

Heute Donnerstag Vormittag wurde in der Fortezza da Basso „Firenze 10+10“ eröffnet.10 Jahre nach der Gründung des Europäischen Sozialforums (ESF) trifft man/frau sich wieder. Nicht um zu „feiern“, sondern um vorauszuschauen- insbesonders wie gemeinsam und gesamteuropäisch gegen die Krisen des Kapitalismus mobilisiert werden kann.

In diesen 10 Jahren ist wahrlich viel passiert: neoliberale Offensive, die offen ausbrechende ökonomische Krise- die schwerste seit 1929, ökologische Debakel, die politische Orientierungslosigkeit der EU etc.

Viele (Abwehr)kämpfe hat es gegeben- nach wie vor ist es jedoch das Kapital, das den Ton angibt.

Die Bewegungen- auch das ESF- müssen sich neu aufstellen, mit neuen AkteurInnen bzw. politischen Kräften muss der Dialog und die Kooparation gesucht werden. All das macht die Agenda von „Firenze 10+10 “ aus. Bis Sonntag wird man beraten und auch einige gemeinsame Aktionen hier vor Ort durchführen.

Bei der zweistündigen Eröffnungsveranstaltung wurde immer wieder betont, wie wichtig es ist, die Zersplitterung zu überwinden und stattdess „Die Kräfte zu vereinigen “ (diese Parole hängt auch auf dem Eingangstor zur Fortezza). Die Chancen dafür stehen nicht so schlecht. Daß Solidarität -inbesonders für Griechenland, das unter dem Diktat der „Troika“ leidet- geholfen werden muß, wurde von etlichen SprecherInnen betont. Auf Firenze 10 plus 10 folgt im März das WSF in Tunesien, wo der „arabische Frühling “ seinen Anfang nahm. Im April oder Mai gibt es in Wien das „Zentral-und Osteuropäische Sozialforum“. Schließlich soll diese Kette von Treffen, Analysen, Alternativen und paneuropäischen Aktionen in Athen Juni/ Juli 2013 auf dem „Alter Summit“ ihren vorläüfigen Höhepunkt finden.

Es geht um nicht weniger, als dem Europa der Monopole und Generäle ein anderes Europa gegenüberzustellen. Wie dieses konkret aussehen könnte, darüber muß und wird noch mächtig zu debattieren sein. Meines Erachtens wird dies nur via eines radikalen „Bruchs“ möglich sein- wenn also eine Gesellschaft jenseits der Profitlogik anvisiert wird. Um das Kind ohne Umschweife beim Namen zu nennen: ein pluraler „Sozialismus des 21.Jahrhunderts“.

9.11.2012, Hermann Dworczak (0043 / 676 / 972 31 10)

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