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[Lost in Europe] Westliche Piraten und ihre Kaperbriefe

Bloged in Allgemein,Krise by friedi Sonntag August 16, 2026

Trump hat es im Fall des Irans deutlich ausgesprochen:

„“Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen”, sagte Trump.“ (Lost in Europe, 4. Mai 2026)

Die EU und ihre Staaten spielen bei diesem Piratenstück freudig mit. Um dieser Piraterie für ihre Bürger einen gesetzlich aussehenden Rahmen zu geben, hat man die „russische Schattenflotte“ erfunden.

„Als „Schattenflotte“ definiert die EU-Kommission jene Schiffe, die russische Waren, insbesondere aber nicht ausschließlich Erdöl, transportieren und nicht unter russischer Flagge fahren.“ (Lost in Europe, 15. August 2026)

„Schattenflotte“ – das klingt so schön illegal und soll damit die Raubzüge des Westens einen ehrbaren Anstrich geben.

„Der Begriff soll wohl insinuieren, dass es sich um dunkle Geschäftemacherei handelt, die das Licht scheut.“ ( ebd. )

Die europäischen Militärs spielen da natürlich freudig mit. So kann etwa die „La Grande Nation“ – also Frankreich – gegen Zwergstaaten ungefährdet ihre Muskeln spielen lassen und so ihren Militärs das Gefühl der Wichtigkeit geben.

„Zudem brauchen sich Mächte wie Frankreich nicht vor Gegenmaßnahmen zu fürchten, wenn ihre Kriegsmarine Tanker angreift, die unter den Flaggen kleiner und wirtschaftlich wie militärisch schwacher Staaten die Meere kreuzen. Solange Russland nicht massiv gegen die Beschlagnahme russischen Öls eingreift, kann sich die Kriegsmarine in verschiedenen EU-Staaten stark fühlen.“ ( ebd. )

Die EU hat mit ihren Sanktionspaketen zu diesen Kaperungen noch eines daraufgelegt:

Das 21. Sanktionspaket sieht vor, Ladung aus russischen “Schattenflotte”-Schiffen zu verkaufen, die zuvor beschlagnahmt wurde.“ ( ebd. )

Damit ist der Raubzug der Piraten vollständig. Kapern – Rauben – zu Geld machen: Europäische Werte eben.

Lost in Europe stellt die Frage, wie lange sich das die Russische Föderation noch gefallen lassen wird. Putin hat nun angekündigt, auch westliche Schiffe zu kapern (siehe: euronews. 12.8.2026)

Was der Westen mit dieser Raub-Politik bezweckt schreibt der Kommentator Guido B.:

„Bisher dienten alle westlichen „Verteidigungsmaßnahmen“ dazu, Russland zu eine militärischen Eskalation zu provozieren. Das ist seit 2008 so offensichtlich, […]“ (Lost in Europe, 15. August 2026)

Als plausiblen Grund gibt Guido B. an:

“ Der Westen braucht die russischen Rohstoffe, und zwar dringend. Man will einen Vorfall herbeiführen, der die Ausrufung von Artikel 5 und die nukleare Vernichtung der russischen Metropolen rechtfertigt.“ (Lost in Europe, 15. August 2026)

Wir können nur hoffen, dass Putin so rational wie bisher bleibt und diese Eskalation vermeidet.

Alle bisherigen Reaktionen Putins zeigen, dass er nicht so ein egozentrischer Imperialist ist wie der US-Präsident Trump, der Staatschefs entführen lässt, Länder überfallt, Gebietsansprüche in Grönland und Kanada stellt, seine Vasallen wirtschaftlich erpresst und und und …

Putin hat in der Ukraine eben keinen grundlosen Angriff gestartet wie ihn Trump und Netanjahu im Falle des Irans durchgeführt haben. Der Einmarsch der russischen Truppen war als militärische Sonderaktion aufgrund der militärischen Konflikte in Lugansk und Donezk deklariert (zur Historie siehe:https://de.wikipedia.org/wiki/Minsk_II ).  Ja – es war ein Bruch der OSZE-Vereinbarungen, hatte aber immer ein Fenster für diplomatische Lösungen. Erst jetzt im 4. Jahr des Krieges wird der Konflikt diplomatisch immer unlösbarer – und dass dies so ist, daran arbeiten die europäischen Politiker kräftig mit

Natürlich bleibt die Frage: Warum spielen die Europäer dabei so willig mit?

 

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