Die verrückten euro-Politiker und ihre schizophrene Kriegspolitik
General a. D. Kujat spricht es in einem Interview mit Roger Köppel klar aus: „… wir dämonisieren Putin, als Kriegsverbrecher, als Imperialisten usw. und zugleich vertrauen wir auf seine Rationalität, auf seine Zurückhaltung, wir geben sozusagen unser Schicksal in seine Hände. Das ist doch Schizophren – oder nicht?“ ( Die Weltwoche, 17.7.2026, 30:02)
General a.D. Kujat stellt die Kräfteverhältnisse klar dar: Russland ist die stärkste Atomarmacht und in einem Kriegsfall könnte sich Europa niemals dagegen verteidigen.
Selbst mit französischen und englischen Atombomben können maximal Vergeltungsschläge gegen Russland geführt werden, die aber das Leben im dicht besiedelten Westeuropa nicht beschützen könnten. Einen atomaren Angriff überlebt Russland vielleicht – Westeuropa aber keines Falls!
Trotz dieser Tatsache schüren Merz, Macron, von der Leyen usw. den Konflikt auf Seiten der Ukraine anstatt mit Russland eine Verhandlungslösung zu suchen.
Inzwischen glaube ich auch ein bisschen zu verstehen warum.
Auf einer unserer Kundgebungen gegen den Aufrüstungswahn hat mir ein Passant Naivität unterstellt und mir geraten doch Franz-Stefan Gady zu lesen, dann würde mir einiges klarer werden.
Gady ist Militäranalyst und Politikberater. In seinem Buch „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“ beschreibt er in Form einer fiktiven Geschichte einen Krieg NATO mit Russland im Jahre 2028.
Wie das ablaufen wird?
Russland marschiert nach dem Ukraineszenario in den baltischen Staaten ein – unter dem Vorwand Kaliningrad zu Hilfe zu kommen – dann werden die NATO Transportwege – auch in Österreich mit tausenden Drohnen angegriffen und durch Cyberattacken die Infrastruktur zerstört usw. usw.
Kurz und gut: Er geht von einem reinen konventionellen modernen Krieg aus – und in diesem Szenario wäre konventionelle Aufrüstung tatsächlich ein wirksamer Schutz.
Warum Russland einen Krieg mit der NATO eingehen sollte? Das kommt in Gadys Buch nicht vor. Ich würde sagen: Weil es halt Russen sind!
Der Militärexperte entwickelt in seiner utopischen Geschichte einfach ein Handlungsszenario das das Vorgehen innerhalb seines Settings nicht unlogisch erscheinen lässt.
Schema: Schritt A dann Schritt B dann Schritt C – eine Hinterfragung der Sinnhaftigkeit von Schritt A ist da nicht gefragt.
Ebenso bleibt offen, warum Russland im Jahr 2028 plötzlich Angriffe mit tausend Drohnen fliegen kann, das aber im aktuellen Ukrainekrieg nicht kann.
Mein Sohn hat mir darauf die „logische“ Antwort gegeben:
„Russland geht in der Ukraine deshalb so langsam vor, damit die Ukraine mit europäischer Hilfe riesige Drohnenfabriken aufbauen kann – und sind die dann aufgebaut, erobert Russland diese Fabriken ruck-zuck und hat die tausenden Drohnen für den Westangriff“
Ja so wird es sein!
Jedenfalls ist mir durch die Lektüre von Gadys Buch klar geworden, warum Teile der Bevölkerung und Regierungen dem Wahnsinn der Kriegstreiberei zustimmen. Wenn Militärexperten und Regierungsberater nur solche Szenarien wie Herr Gady im Kopf haben, kann ja gar nichts anderes herauskommen.
Für Militärs war es ja immer schon attraktiv einen konventionellen Krieg zu führen. Was im Falle von Atombomben in Westeuropa passiert, das entzieht sich anscheinend dem Beratungskontext dieser Experten und Berater – und eben, worauf General a. D. Kujat hinweist, die westlichen Berater und Regenten halten Putin für einen Imperator der grundlos erobern will – dabei aber so rational ist, nicht wirklich Zuzuschlagen.
Zudem: Die europäischen Regenten glauben ohnedies, dass sie auf jeden Fall geschützt werden (oder in die USA fliehen können).
Also: Aufrüsten! Aufrüsten! 2028 greift uns Russland an (warum auch immer)! Natürlich nur konventionell weil das ist für Politiker und Generäle die einzig lustige Art Krieg zu führen ist.
Graz, 19.7.2026, W.Friedhuber
PS.: General a.D. Kujat liefert auch eine Begründung, warum die BRD so kriegsgeil ist: Da sie mit der letzten Wehrdienstreform praktisch gegen das Grundgesetz verstoßen hat, muss nun ein Kriegsszenario aufgebaut werden um das nachträglich zu rechtfertigen.

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