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Leserbriefe, die in der Presse kaum erscheinen werden…

Bloged in Allgemein von friedi Sonntag Februar 7, 2016

Ein befreundeter Leserbriefschreiber versucht unermüdlich bei den Redakteuren der konservativen Presse alternative Sichtweisen einzubringen. Da diese Leserbriefe, so berechtigt sie auch sind, kaum Aussicht auf – schon gar nicht ungekürzte – Wiedergabe haben, erlaube ich mir hier zwei dieser Leserbriefe zu publizieren.

Die Unterschrift unter die Leserbriefe soll einen historischen Themen – und Gesinnungs- Zusammenhang in Erinnerung rufen. Der Leserbriefschreiber ist natürlich – auch der Kleinen Zeitung – bekann.

Zum Thema Bauern und Solidarität mit ihnen, als Reaktion auf einen Artikel in der Kleinen Zeitung:

„die männer hatten noch arbeit, die frauen haben zu hause…..“, abgesehen davon, dass seinerzeit als die männer als nebenerwerbslandwirte und als lohndrücker in die industrie gingen, bei der ernte entweder auf urlaub oder krankgemeldet waren, sich niemand gedanken gemacht hat, ob jene nicht jemandem den job wegnahmen, der ihn dringender benötigte und dabei keine anderen alternativen hatte, haben sich die zeiten aber auch derart geändert, dass frauen schief angeschaut werden, wenn sie nicht einer außerhäuslichen erwerbsarbeit nachgehen. ja, damals war eben wichtig, dass einer versichert war……pensionen für landwirte gab es nicht bis der sozialist kreisky eine solche ermöglicht hat. wir haben derzeit ein problem mit den pensionisten der ba, die vom asvg system übernommen werden sollen….nun ja , die bauern , die seinerzeit null beiträge eingezahlt haben wurden auch von der asvg übernommen, natürlich auf kosten aller werktätigen :-)
ja, dann kam der abbau der verstaatlichten, die bundesbahner, die postler (bei bedarf gegendert)….. gab es da den aufschrei, hat da jemand den wert der jeweiligen arbeit erkannt ? gab es eine solidarität von seiten der bauernschaft den wahren arbeitern gegenüber ? jeglicher kostenfaktor mußte schwinden. leute, welche jahrzehnte gearbeitet hatten , auch ihre beiträge zahlten wurden als arbeitslose plötzlich medial zu sozialschmarotzern gestempelt ? können wir uns noch an den alten cato erinnern ? die „kleine“ war niemals moderater, da immer in konkurrenz mit ihrem ehemaligen chefredakteur ! abgesehen davon hält ja aktuell die stigmatisierung der frühpensionisten nachwievor an.
wo fanden wir da solidarität ????? im gegenzug wurden die bauern ob ihrer nicht vorhandenen konkurrenzfähigkeit zu landschaftspflegern im dienste des tourismus hochstilisiert…. schlimmstenfalls wurden grund und boden umgewidmet und als baugrund teuer verkauft, denn im gegensatz zum proletarier hatten bauern ja immobiles vermögen ;-) welches nicht in die grundsicherung eingerechnet wurde.
so, jetzt muss wieder einmal die ganze bevölkerung solidarisch wirken, denn wen interessiert die standesvertretung der bauern ????? natürlich sollen diese die stärkste vertretung  für sich wählen, obwohl solches nicht selbstverständlich als demokratisch angesehen wird, wenn es um andere berufsgruppen geht :-)
man erinnere sich an die standesvertretung von beamten und lehrern (gegendert) , wie wurde der herr neugebauer medial verteufelt, wenn er um seine clientèle agierte ? „betonierer“ war noch der charmanteste ausdruck, der verwendet wurde. ist es nicht ? und die schlussfolgerung der „allgemeinheit“ inklusive der bauern (gegendert) war “ die arbeiten zu wenig und verdienen zuviel, was wollen die noch ? „
also liebe bauern (gegendert) wählt eine starke standesvertretung, ich selbst werde mich euch gegenüber solidarisch zeigen, wenn ich mir eure produkte auch leisten kann, das ist bei einer 5-köpfigen familie nicht immer selbstverständlich, denn eure partei, nämlich jene , die sich für euch stark macht, hat schon lange ihr interesse an familien aufgegeben, die ist nur mehr für minderheiten attraktiv, wie eben für die bauernschaft und auch für die industriellen :-)
das zur angesprochenen solidarität, die ist aber keine einbahn und ich kann mich net erinnern, obwohl selber aus großbäuerlicher abstammung und am lande wohnend, dass bauern jemals mit dem proletariat oder dem gesinde sich solidarisch gezeigt haben, die dazu kaum mediale unterstützung fanden.
p.s. das jammern aus gnas wegen der sanktionen und dem wegfall des russlandgeschäftes kostet mir ein mildes lächeln. mein  opa war russe, mein papi galt im nähmlichen bäuerlichen bezirk despektierlich als sportler und russ ;-) ja so ändern sich die zeiten. ja und wer wird die schöne landschaft pflegen ? warum nicht jene , die davon profitieren, es muss ja alles kostengerecht aufgeteilt werden………

p.p.s. zur schlussfolgerung von herrn amberger, nun ja, meine frau und ich, auch im sinne unserer familie, wir genießen primär die früchte unserer harten arbeit, jene der bauern müssen wir teuer einkaufen………

p.p.p.s. „daher kann es ja nicht so schwierig sein, dass landwirte, die eine solch wertvolle arbeit für die gesellschaft leisten (…) einen mindestpreis bekommen, der für ihr überleben notwendig ist“. nun ja, die hiesige arbeiterschaft konkurriert mit den löhnen der arbeitssklaven in asien. die iv hat unter jubel der medien die erste attacke zur kürzung der lohnnebenkosten durchgesetzt, die jedoch ein integraler teil des lohnes des einzelnen darstellen. teilzeitbeschäftigte haben kaum eine chance einen lohn zu bekommen, der ein würdiges überleben ermöglicht, andauernd werden kollektivverträge herabgestuft, sozialleistungen gekürzt……….wo bleibt der gerechte mindestlohn für verkäuferinnen, leute der müllabfuhr, busfahrerInnen, putzpersonal, die allesamt wertvolle dienste für diese gesellschaft leisten ?

diese einseitige affinität den bauern gegenüber mutet irgendwie deplaziert an !

herzliche grüße,
georgij strelnikow, höhenstraße 24, kainbach

Als Reaktion auf einen Kleinen Zeitungs-Artikel zum Thema Mindestlohn:

hi Herr Chefredakteur,

was läuten sie da ein ? eine neue hatz nach jener gegen die lehrerinnen (ungegendert) ?

sie sind dabei aber noch etwas schwankend unterwegs, haben sie noch angst vor der eigenen courage ?
einerseits “ ihre gleichsetzung mit einem ansässigen 50 jährigen familienvater, der mit 50 den job verliert………“ andererseits und einleitend „…..sonst schwindet das soziale verständnis derer, die das netz flechten.“

der angesprochene familienvater hat möglicherweise 30 jahre lang das netz mitgeflochten, welches ihn jetzt auffangen soll. das ist die ambivalenz, auch der erste schritt zur willkommenen kürzung von sozialleistungen kaschiert durch die asylproblematik………..

“ …schmalen korridors zwischen niedriglohn und leistungsfreier absicherung“.

nun, ich habe dem damaligen chefredakteur vor ca. 16 jahren eine diplomarbeit zukommen lassen, die ein physiker , ein promovierter, in vwl bei einem professor schleicher gemacht hat, dabei ein mathematisches modell entwickelt wurde, wie eine bedingungslose grunsicherung des einzelnen funktionieren könnte. darin wurde auch ein gewisser herr schützenhöfer zitiert, der gegen die grundsicherung eintrat, dafür aber ernsthafte mindestlöhne gefordert hat. seitdem sind die kollektivverträge zurückgeschraubt worden, im handel gibt es kaum noch vollzeitstellen……….immer mehr geringfügige beschäftigungsverhältnisse, usw. und dem schützi wurde von den sozis der posten als landeshauptmann geschenkt…….

die arbeit ist im rundordner verschwunden, einen teil davon bekam auch über einen apell an unterstützung, der von der kleinen zeitung gepushte herr prettenthaler. die resonanz war weder muh noch ma………….es ist aber schön zu sehen, dass der nämliche jetzt einen gewichtigen posten in einer landesforschungsanstalt inne hat.

jetzt wird die grundsicherung gegen die absurd geringen löhne einzelner ausgespielt………und wir haben, auch mit den versteckten, in österreich gut 700’000 arbeitslose. alle sind schmarotzer, das hat ja vor kurzem wieder jemand im „pseudo eliteblattl des styria konzerns“, in der presse, skandiert. diese schmarotzer kasssieren die mindestsicherung und gehen schwarz arbeiten, wobei ich immer die frage stelle wer diese leute wohl anstellt ? gibt es den arbeitsstirch noch in der niessenbergergasse ?

wir diskutieren den autochtonen randgruppen einiges wegzunehmen, wir diskutieren jedoch nicht im sinne einer ineinendergreifenden gesellschaft jene zu steuerleistungen aufzufordern, die diese leicht kompensieren und aussetzen können. wir schonen die vermögenden, die habenichtse werden zur zahlung aufgefordert. bitte wo sind wir ? leute wie der felderer, der raidl und so, nämlich jene , die in einer fetten pension schwimmen, reden von pensionskürzungen jener, die eh jahrzehntelang dafür eingezahlt haben………….ganz so , als ob die meisten nicht ihre soziale absicherung selbst finanziert hätten…………….

als gegensatz dazu, der aufruf voriger woche, die bauern zu fördern und zu unterstützen…………

lieber herr chefredakteur, welchen feldzug bereiten sie da vor ? mehr oder weniger gut getarnt ?

möglicherweise sollten wir die frage einmal umdrehen, warum löhne so niedrig sein können, dass sie bald der mindestsicherung entsprechen, die wohl keine lebensbedürfnisse abdecken kann ?

warum kommt uns diese idee nicht, war um gibt es für die arbeit kein „was wiegt’s, des hat’s“ mehr ??????

unternehmer haben kein problem damit aus ihren betrieben millionen abzuzweigen und in kunstsammlungen mit virtuellem wert zu stecken, anstatt ihren angestellten einen entsprechenden lohn zu zahlen. die hoch subventionierte österreichische industrie hat kein problem damit, was auch medial unterstützt wird, nach lohnkürzungen zu schreien, das unter dem missverstandenen titel „lohnnebenkosten“.

bei allem respekt, was läuft da? hab letztens in eimem der grazer kasblatteln den flop des gewerbegebietes puchstraße vernommen…….. nun ja, der stronach hatte dafür an die 200 millionen schilling bekommen……der stronach, dessen unterläufel dauernd behaupten er habe 12’000 arbeitsplätze geschaffen………ok die rund 1500 im raume weiz sind net schlecht, aber der rest wurde schon von den leuten hier gehalten, auch in der krise 1993 als die angestellten und arbeiter von sdp von ihrem lohn eine stiftung für fast 500 leute mitfinanziert haben……..

aus aktualitätsgründen sollten wir uns an den herrn randa erinnern, der medial als manager des jahres gefeiert wurde !!!!!!! die übernahme der ca konnte er nur mit dem verkauf derer industriebeteiligungen finanzieren………..

um 3 milliarden schilling ( 214 millionen €, das doppelte der bildersammlung eines herrn baumax, oder zwei bildnisse einer adele, ist es nicht tante adele ? so lächerlich wenig bekam der staat als besitzer der ca…….wer denkt an so wenig, wen es um restitutionen seinerzeit wertloser bilder geht ?)  hatte vorerst der onkel franz aus kanada den ganzen steyr-daimler-puch konzern bekommen, dann hat sich der zwielichtige und medial hofierte herr androsch aufgeregt, der onkel franz mußte 500 millionen drauflegen, bevor er filettieren konnte…………das  traktorwerk weg, das buswerk weg, die panzer weg, die fiatvertretung weg, die hauptverwaltung weg ! was hat ihm das verbleibende puchwerk in graz dann effektiv gekostet ??????? davon hat er noch 200 millionen wegrechnen können mit dem verkauf der liegenschaften in der puchstraße………

der gilt aber als messias und 500 millionen ats  hat noch das land steiermark subventioniert, was wurde da für ein netz für einen schmarotzer geknüpft ? der dann bei der ersten krise die kollektivverträge verschlechtert hat, die leute abgebaut hat und zu erheblich schlechteren löhnen danach über den arbeitskräfteverleih  wieder eingestellt hat !

also randa !!!!! schnell verkauf an marode bayern, deren kollegen sich auf einer anderen bankenbaustelle auch noch wichtig machen und gerettet werden müssen……….und jetzt der abgesang der italiener !!! ja, ja, der hochgefeierte randa, soll ja auch in kanada einen job beim franz onkel bekommen haben……auch eine grundsicherung , ist es nicht :-)

müssen wir wirklich dafür dankbar sein, dass es die firma überhaupt noch gibt ?

so ist die lage und jetzt wird mehr oder weniger laut darüber nachgedacht die grundsicherung zu kürzen ! das ist schäbig und die gewerkschaft bleibt still, weil deren ehemaliger chef ja bundespräsident werden könnte ! traurig !

also, wo bleibt der ruf nach höheren löhnen ? die bauern müssen ja über diesen umweg  unterstützt werden :-) ist ja landwirtschaftskammerwahl heute ! vivat unseren landschaftspflegern ! hingegen weg mit jenen in der hängematte, in der selbstfinanzierten ;-)

n.b. es schreibt ihnen da jemand, der keinen lohnsteuerausgleich mehr macht, möge der staat die paar netsch sinnvoll verwenden……….ich hatte nach 38 monaten karenz, nichteinmal mehr eine grundsicherung in form des notstandes bekommen, weil in den lohn meiner gattin jeglicher fahrtkostenersatz reingerechnet wurde……..hab dennoch meine  kinder nicht zu anarchisten erzogen, dafür aber mein erspartes eingesetzt, nur wofür ? für welche gesellschaft, jener der förderung des mitraskultes, wofür schon in spielberg mit rostigem stier die erste kultstätte eröffnet wurde und die gebetsbücher dazu monatlich von der kleinen zeitung verteilt werden ? nur wo wird denn die steuer abgeführt aus dem gewinn der verteilung des nämlichen giftes ? (absurd ! das klerikale blattl als förderin des mitraskultes und der dosenträger ! keine christliche nächstenliebe mehr, kein „was ihr dem geringsten tut……“)……glauben sie mir herr chefredakteur ihre heutigen überlegungen kommen bei mir net gut an…..

antizipierend möchte ich erinnern, im nächsten jahr feiern wir 100 jahre oktoberrevolution !!!!!!! hoffentlich würdig !

za putina !

georgij jefimowitsch strelnikow

straßgangerstraße 182

8052 gradec

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