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[Arbeit&Los] Urlaub für Arbeitslose: Der Protest geht online weiter

Bloged in Allgemein von friedi Freitag August 22, 2014

Aktive Arbeitslose Österreich starten internationale Online-Petition

(Wien 21.8.2014) Der Flash-Mob am 8.8.2014 am Wiener Graben, bei dem gegen das Ausreiseverbot für Arbeitslose protestiert wurde, war ein voller Erfolg.

Rund 20 Arbeitslose sonnten sich am Graben vor der Erste Bank und knüpft mit Gästen aus der ganzen Welt Kontakte. Rund 50 Urlaubskarten an Sozialminister Hundstorfer, mit denen die internationalen Gäste auch für Österreichs Arbeitslose das Recht auf Urlaub im Ausland forderten, waren das Ergebnis dieser Aktion. Weiter Postkarten können beim Verein „Aktive Arbeitslose Österreich“ bestellt werden oder als Druckvorlage von der Homepage runter geladen werden.

Der Verein Aktive Arbeitslose Österreich startet nun eine Online-Petition, die sowohl in Deutsch als auch in Englisch gehalten ist, um auch internationale Unterstützer zu gewinnen. Damit soll auf die im internationalen Vergleich rigide Arbeitslosenversicherung in Österreich aufmerksam gemacht werden. Selbst für Hartz-IV-Empfänger in Deutschland ist nach Absprache mit der Arbeitsagentur ein Urlaub im Ausland möglich.

Mit dieser Online Petition wird auch die internationale Vernetzung von Arbeitslosen vorangetrieben. Der 8.8. soll nächstes Jahr zum internationalen Aktionstag für eine Recht auf einen Erholungs- und Familienurlaub für Arbeitslose ausgebaut werden, denn die von den Arbeitslosen nicht verursachte Erwerbsarbeitslosigkeit ist im globalisierten Kapitalismus ein weltweites Phänomen und gehört daher auch weltweit bekämpft.

Rückfragehinweis:

Links:

Verwandte Aktionen zum Thema „Urlaub für Arbeitslose“:

Hintergrund: Worum geht es bei dieser Aktion?

Arbeitslosigkeit und die Suche nach einer neuen Arbeit, die oft sinnlosen Zwangsmaßnahmen des AMS und der tagtägliche Kampf mit der Bürokratie sind sehr anstrengend und auch für den Partner oder die ganze Familie finanziell und psychisch sehr belastend. Im Gegensatz zu vielen anderen Industriestaaten verlieren in Österreich Arbeitslose ihr Arbeitslosengeld und die Krankenversicherung, wenn sie ins Ausland reisen.

Vor allem die Familien und Kinder der Arbeitslosen, leiden darunter. Auch Familienangehörige, die im Ausland leben, können nicht besucht werden.

Obwohl Arbeitslose selbst oft über viele Jahre hinweg in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben und nicht dafür verantwortlich sind, dass es zu wenig Jobs gibt, beschränkt die Regierung das Menschenrecht auf Familienleben und Bewegungsfreiheit.

Hinzu kommt Geldmangel durch die Arbeitslosigkeit, weshalb beispielsweise in Deutschland von der Partei „Die Linke“ ein Urlaubsgeld für Arme.

 

Urlaubsregelungen in anderen Staaten (erste Recherecheergebnisse)

 

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