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Graz, 22.10.2013: Der Krieg in und gegen Syrien

Bloged in Allgemein von friedi Montag Oktober 21, 2013

GegenStandpunkt & Diskussion

Wer hat in Syrien die ehrenwertesten Gründe, Menschen umzubringen?

Montag, 21. Oktober um 19 Uhr, Café 7stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien
Dienstag, 22. Oktober um 19 Uhr im „Spektral“, Lendkai 45, 8020 Graz

Im inzwischen 3. Jahr des syrischen „Bürgerkrieges“ kam es im August zu einem Giftgaseinsatz. Schon mehrere Male sind, wurde berichtet, in Syrien chemische Waffen verwendet worden. Als Urheber identifizierten die Kriegsparteien jeweils die andere Seite. Im August war gerade eine UNO-Kommission in Damaskus angekommen, die diese Vorfälle untersuchen und
die Verantwortlichen – mutmaßlich das „Assad-Regime“ – ausfindig machen sollte, als in den Vororten der jüngste Giftgasangriff erfolgte. Dieser Angriff soll, so mehrheitlich die westlichen Medien, aufs Assads Konto gegangen sein – ausgerechnet unter den Augen besagter Kommission.

Warum nahm US-Präsident Obama diesen Chemiewaffeneinsatz zum Anlass der Ankündigung, die von ihm vor 2 Jahren gezogene „rote Linie“ sei nun„überschritten“, ein militärischer Schlag der USA gegen das für verantwortlich erklärte Assad-„Regime“ unvermeidlich?
Warum stellten sich Amerikas Kriegspartner im letzten Libyen-Krieg, die Regierungen von Frankreich und Großbritannien, ohne Zögern hinter Obamas Interventionsankündigung? Warum erwartete die westliche Öffentlichkeit, dass Obama jetzt beginnt, das seit über 2 Jahren erklärte Ziel „Assad muss weg!“
„endlich“ militärisch durchzusetzen? Warum stellte der
Nobelfriedenspreisträger im Oval Office gegen diese Erwartungen klar: Ein ordentlicher Schlag gegen Assad soll es schon sein – den Krieg entscheiden und den Bösen entmachten wolle er allerdings nicht? Aber doch dafür sorgen,
dass die Opposition besser ausgerüstet werde, damit sie dem „Assad-Regime“ und seinen Unterstützern den Garaus machen könne.

Warum sah Obama von dem bereits beschlossenen und von einem Senatsausschuss gebilligten Militärschlag ab, als die russische Regierung Assad dazu drängte, auf sein Chemiewaffenarsenal zu verzichten, und der einwilligte?
Warum erhält Obama seine Interventionsdrohung weiterhin aufrecht und beliefert direkt und indirekt Assads Feinde mit Waffen und Informationen, damit die das Bürgerkriegsgemetzel effizienter weiterführen können?
Und warum geht der Krieg der verschiedenen – untereinander verfeindeten –Rebellenarmeen gegen die syrische Armee und die sie unterstützenden Volksteile unvermindert weiter, von denen die einen (diverse Rebellentruppen und die „Freie Syrische Armee“) von westlichen Staaten und Ländern des Nahen
und Mittleren Ostens mit Waffen ausgestattet werden, die anderen (Assad-Regierung und Assad-treuen Milizen) von Russland und Iran?

*

Rückblick: In Syrien kämpfen Regierung und Oppositionelle seit gut 2 ½ Jahren um die Macht. Es herrscht Bürgerkrieg. Hiesige Politik und Öffentlichkeit stellen von Anfang an klar, dass „wir“ da betroffen seien und Partei ergreifen müssten, und zwar auch gleich, für und gegen wen: Die Aufständischen seien die Guten, weil „zivile Opfer“ von Assad, seiner Regierung und seinem Militär; Letztere seien folglich die Bösen. Im Namen
der „Opfer“ Partei zu ergreifen gegen Assads – nicht mehr legitime Regierung, sondern – „Regime“, gehört hierzulande seither zur Political Correctness – ist aber unredlich. Denn wenn sich die Parteien im syrischen Bürgerkrieg an etwas nicht unterscheiden lassen, dann daran, dass sie Opfer
produzieren. Das tun sie alle. Allenfalls unterscheiden sie sich dabei durch die Durchschlagskraft ihrer Waffen und durch deren Lieferanten.

*

Neben den Gruselmeldungen informieren die Medien, welche großen und kleineren auswärtigen Mächte welche Interessen am syrischen Bürgerkrieg haben und womit auch sie am Kampf beteiligt sind: Die USA und Israel wollen das Ende von „Assads Syrien“, das sich ihnen im „wichtigen“ Nahen Osten
entgegenstellt, das mit dem Iran bündelt und auch im Libanon und im Gaza-Streifen Bündnispartner unterstützt, die vom Westen verurteilt werden. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Golfmonarchien bauen sich mit Propaganda und Waffen für Assads Gegner als arabische Gegenmacht gegen den Iran auf. Die Türkei erklärt sich als unmittelbarer Nachbar Syriens für die Entscheidung der innersyrischen Machtfrage für mitzuständig und betätigt ihre geostrategische Zuständigkeit mit Waffenlieferungen an ihre Klienten unter der Opposition. Russland hat ein
weltpolitisches Interesse am Stützpunkt Syrien und daher an der
traditionellen Waffenbrüderschaft mit Assad; denn über die ist es im Nahen Osten als Regionalmacht präsent, um sich gegen die dort dominanten USA einen Rest an Einfluss zu erhalten. So wird der westliche Bürger kundig gemacht über die machtpolitischen und militärischen Strategien, für die der Sieg der einen oder der anderen Seite im Bürgerkrieg gut oder schädlich ist. Mit dem Feindbild „Assad schießt auf sein Volk!“ (auf wen schießen die oppositionellen Bürgerkriegstruppen, wenn sie Assad-treue Volksteile beschießen?) ausgestattet, soll er dennoch denken: Es gehe – aber nur dem Westen! – um den „Schutz der Zivilbevölkerung“. Krieg – von Seiten des Westens natürlich ein „humanitärer“, der „endlich dem Gemetzel ein Ende setzt“ – sei einfach fällig!

*

Eigenartig: Ein angekündigter Krieg findet dann ausnahmsweise einmal (noch?) nicht statt. Warum ist die Öffentlichkeit ein paar Tage lang etwas ratlos, warum schwankt die Meinungsbildung pluralistisch zwischen „Obama feige und zögerlich wg. Kriegsmüdigkeit in den USA“ oder „abgelenkt vom Budgetstreit
mit den Republikanern“ oder „auf einen Russen-Trick reingefallen“ bzw.: Was ist eigentlich mit Obama los, der einmal „endlich den Mut aufbringt“, „dem Tyrannen in Damaskus“ ein für alle Mal das „blutige Handwerk zu legen“ und ihn dann wieder als ernstzunehmenden Partner bei der Chemiewaffenabrüstung hoffähig macht?

*

Eine etwas abweichende Meinung über die tatsächliche Lage und die Kalkulationen der Beteiligten, insbesondere der amerikanischen Supermacht, gibt es am

Montag, 21. Oktober um 19 Uhr, Café 7stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien

Dienstag, 22. Oktober um 19 Uhr im „Spektral“, Lendkai 45, 8020 Graz

 

 

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„Die Welt ist wie eine Kerze, angezündet auf beiden Enden.  Und diese brennen verdammt schnell“ 

Dr. K. Woltron, „Perestroika des Kapitalismus – Ein Aufruf zum SYSTEMWECHSEL“, „Residenz Verlag“, 2009 –

 

 

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Die Welt verändert sich dramatisch!  Zeit, um uns umfassend zu informieren und umzudenken!

 

http://www.neuesgeld.com/getfile.php?id=192   – Download – die ersten 3 Kapiteln
http://www.christian-felber.at/buecher/neue_werte.php

 

http://www.amazon.de/Wahnsinn-mit-Methode-Finanzcrash-Weltwirtschaft/dp/3360019563

 

http://www.berndsenf.de/TanzUmDenGewinn.htm
http://www.berndsenf.de/BlindenFleckenOekonomie.htm

 

http://www.zukunftswerk.org/1/post/2012/10/wir-konsumieren-uns-zu-tode.html

 

http://www.youtube.com/watch?v=jqxENMKaeCU
http://topdocumentaryfilms.com/how-many-people-can-live-on-planet-earth/ 

 

„..bleibt zu hoffen, dass jeder Mensch in seinem Wirkungskreis versuchen wird, den aufgezählten 

 

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