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Der Wahlkampf in Graz zeigt es: Das Problem der SPÖ

Bloged in Allgemein von friedi Samstag November 24, 2012

Bilder-Rätsel: Sollte es da nicht Widersprüche geben?

Schröck-Selbstdarstellung

Schröck mit Seidler und auch mit Voves - und das ohne Probleme

In Graz ist SPÖ die Liste 1. Trotzdem spielen die „Sozialisten“ in Graz politisch keine Rolle wenn es um Bürgerbedürfnisse geht. Und dies, obwohl gerade ältere Menschen immer noch glauben, hinter „der SPÖ“ würden die Ideale der früheren Sozialisten stehen.

Wo das Problem liegt, zeigt das Selbstdarstellungsbüchlein des aktuellen „Jungstars“ (sie will sich in ihrer Kampagne das Image einer „freche Göre“ geben, um Jugend anzulocken) Doktorin Martina Schröck  deutlich: Alle gemeinschaftlichen Werte sind dem Machtstreben geopfert.

So lässt sich Schröck auf S. 46 (!) ihrer Wahlbroschüre angeschmiegt mit Yvonne Seidler darstellen, währen auf der Seite gegenüber die gleiche Schröck in Umarmung mit Lh. Voves zu sehen ist.

Der Text dazu bei Seidler: „[…] ich bin Menschen wie Yvonne Seidler dankbar, dass sie sich gerade in diesen Zeiten für soziale Gerechtigkeit einsetzen.“

Nun: „Diese Zeiten“ gegen die Seidler protestiert, und die fehlende soziale Gerechtigkeit werden in der Steiermark vom Landeshauptmann durchgedrückt – und dieser Landeshauptman heißt Voves – und der ist auch bei der SPÖ!

Direkt auf der gegenüberliegenden Prospektseite posiert dieselbe Frau Schröck mit eben diesem Landeshauptmann. Dort lautet der Text: „Ich schätze Franz Voves [Anm. d. Verf. das ist der Gleiche, der die Schnitte im Sozialbereich anordnet, gegen die Seidler mit der Plattform 25 auf das Heftigste protestiert] vor allem dafür, dass er wirklich neuen Schwung in die Landespolitik gebracht hat. Franz Voves tut dem Land gut!“

Kein Problem. Wir sind dafür und auch dagegen – paast! Wir wollen Wähler aus beiden Ecken. Vemutlich geht das, da diese Art von Delegierten sowieso nichts anderes mehr als das eigene Wohl vor Augen hat.

Das zeigt, wo das Problem der SPÖ liegt – in der Verwechslung der Eigeninteressen mit denen des Gemeinwohls. Lider zeigt es auch, dass die Hoffnung auf eine bessere Politik von Politikerinnen, mit immer mehr Beispielen des Gegenteils versehen wird (für Österreich: Fekter, Ferrero Waldner, Ederer, Rücker und nun auch Schröck).

Es demonstriert auch den Wechsel von einer Parteilinie der Vertretung von sozial Benachteiligten hin zu einer Partei der Funktionärskarrieren. Die Aufgabe der 1.Maifeiern am Hauptplatz ist ein klares Indiz. Diese Gesinnung, dass die Bevölkerung nicht mehr zu vertreten sein, diese pragmatische Gesinnung „das Hemd ist mir näher als der Rock“ ist durchgängig zu sehen: Bei den Studiengebühren, die der amtierende Kanzler (SPÖ) abzuschaffen versprochen hat, bei der Arbeitnehmervertretung , die sich der  Industriellenvereinigung willig beugt, bei der Abschffaung der Neutralität, bei der Ausgliederungen der „Vorfeldorganisationen“ und auch bei der inzwischen völlig aufgelassenen Solidarität  für Werktätige – überhaupt im internationalen Bereich (siehe 14.11.2012).

Schröck ist da tatsächlich 1. Wahl für so eine Partei: Gesinnungskonflikte sind da unbekannt. Sozialkürzungen durch den SPÖ-Genossen sind „OK“, Proteste dagegen von der Genossin sind „auch OK“ – gut ist die Dynamik die dabei entsteht – Zynismus in Reinkultur.

Graz, 24.11.2012, W.Friedhuber

(aufgrund der terminlichen Lage wurde der Inhalt dieses Artikels nicht mit der LINKEstmk abgestimmt. Er ist also persönliche Meinung des Autors).

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