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Die 3 Klassen von Besitzlosen – oder: maschinelle Sortierung von menschlichen Rohstoffen

Bloged in Allgemein,Protest von friedi Samstag Januar 4, 2020

Geführt von neoliberalen Gedankengut entfernen sich die österreichischen Institutionen immer weiter vom Ideal einer klassenlosen Gesellschaft. Von den Kapitaleignern gewünscht und gefördert, haben das die Lohnabhängigen noch nicht so recht realisiert.

Aktuell ist das am Beipiel des AMS – Algorithmus zu sehen.

Auch wenn Herr Kopf, der Leiter des AMS, nicht müde wird zu erklären, dass alles ja nur eine Unterstützung für die AMS-Berater sei, ist allein am Versuch, Auskunft über das geplanten Sortierverfahren für Arbeitssuchende zu erhalten zu sehen, dass da etwas anderes abläuft.

Würde der Vorgang in China oder Russland ablaufen – die Medien wären voll von Kritik.

Aber da es die österreichischen neoliberalen Kräfte sind, die sich neben der GKK auch das AMS als „Vorfeldorganisationen“ aneignen, ist hier nahezu totales Schweigen im Medienwald – vor allem über die Implikationen des Verfahrens.

Eher im Gegenteil: Mit den Hinweis darauf, dass es ja modern ist, komplexe Algorithmen einzusetzen und mit dem Schmäh, dass es für die Betroffenen ja das Beste sei, geht die Propaganda in die andere Richtung.

Wer sich von diesen „vernünftigen“ Argumenten nicht überzeugen lassen will, dem kommt man mit der Neid- und Schmarotzer- Keule: Die Arbeitsunwilligen müssen entlarvt werden um AMS-Kosten zu sparen – und das scheint der einzige Sinn dieses Algorithmus zu sein: Kosteneinsparung auf Kosten der Schwächsten.

Hier einige Beiträge über die Vorgänge und Versuche der Betroffenenorganisationen, tiefergehende Informationen über Sinn und Zweck des Algorithmus zu erhalten:

Die neoliberalen „Macherinnen“ und „Macher“ eignen sich unsere Lebenswelt immer mehr an. Sie errichten eine Verwaltungsdiktatur, die uns nicht nur unserer Menschenwürde berauben will, sondern auch die Existenz gefährdet. Institutionen, die im 19. und 20. Jahrhundert errichtet wurden, um Armut und Elend zu bekämpfen werden zu Profit-Zenter umgebaut. Auf der Strecke bleiben die, denen geholfen werden müsste!

Umwelt, Boden, Rohstoffe – alles nur Komponenten eines monetären Spekulationsprozesses – und nun auch (wieder) der (besitzlose) Mensch als „Stück“ im Arbeitsprozess.

Die Unterlagen zum AMS-Algorithmus sprechen eine deutliche Sprache: Die Menschen werden nach den Chancen klassifiziert, wie sie in die Unternehmerwelt integriert werden können – also wie gut Unternehmer sie „brauchen“ können – und das AMS macht die Selektion dafür!

Die, welche für die Unternehmen nicht gebraucht werden (weil sie unbequem sind), werden in private Betreuungsinstitutionen abgeschoben …

In Erinnerung wäre zu rufen, dass das AMS eigentliclh die rechtliche Pflicht hätte, die Menschen vor Not und Ausgrenzung zu bewahren – aber unter den letzten Regierungen degeneriert das AMS mehr und mehr zu einer Jobagentur für Unternehmer und als Selektionsanstalt für Unbrauchbare …

Leute! Wacht auf! Das ist für die Besitzlosen der falsche Weg!

Graz, 3.1.2020, W.Friedhuber

 

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