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Die Welt der Bürgerlichen: 100 Millionen in Fahrradwege in der Steiermark

Bloged in Allgemein von friedi Montag November 4, 2019

Was wie ein schlechter Scherz klingt, soll in Graz wahr werden: 100 Millionen € sollen in ein Fahrradnetz investiert werden (siehe: https://youtu.be/KKtW6yXjvNE)

Die von Bürgerlichen regierte Welt, ob sie nun GRÜN, Türkis, Schwarz, Blau oder ehemals ROT waren oder sind, immer das gleiche Konzept: Millionen für die Bauwirtschaft und Investoren unter einem propagandistischen Titel und ohne Nutzen für die Allgemeinheit.
Nachdem das schwarze Niederösterreich sein gut ausgebautes Lokalbahnnetz zugunsten von Freizeitsportlern und Busunternehmern schon weitreichend in Fahrradwege umgebaut hat, kommen nun auch die steirischen Granden auf den Geschmack.
Statt Ausbau des öffentlichen Verkehrs, statt Freifahrt für die Verkehrsbetriebe in der Stadt: Millionen in die Freizeitindustrie. Es lässt sich ja propagandistisch gut verkaufen. Es gibt ja eine intellektuelle Schickeria, die gerne Radwandert, Mountain-Biked, Tretrollert oder Down-Hill-Raced oder was auch immer – und touristisch Vermarkten lässt sich das auch gut; bringt auch etwas – den wenigen Hoteliers und Gaststättenbetreibern.
Den übrigen Bewohnern, die einkaufen müssen, die zur Post müssen, die zur Arbeit müssen: Naja – die sollen halt auswandern und dann als Bus-Touristen wiederkommen – da gibt es dann ein Tagesangebot. Aber diese Menschen sollen nicht glauben, das sie in Graz oder in der Steiermark leben dürfen, so sie nicht wohlhabende Grundbesitzer oder Rentiers sind. Als Menschen mit der „Golden Card“ sind sie radwandernd gerne willkommen. Als Menschen mit der „Golden Smart“ sollen sie sterben gehen – die braucht kein (Kapitalisten-)Mensch.(frei nach Lukas Resitarits)
In der Annenstraße in Graz ist zu sehen, wohin die Schicki-Micki-Welt unsere Stadt führt: Spekulationsobjekt, Spielwiese für einfallslose Kreativ-Menschen – und dann ein Slum! Allein die Straßenbahnhaltestelle Annenhofstraße ist ein Beispiel für diese egozentrierten Stadtgestalter im Auftrag der Bau- und Touristikwirtschaft.
Denn eines ist klar: Die 100 Millionen werden das Stadt- und Landesbudget belasten und der Break-Even – also der Beginn des Nutzens für die Gemeinschaft – der kommt nie. Radwege sind keine Investition mit einem materiellen Nutzeffekt für die Mehrzahl der Bewohner – besserer und billigerer Nahverkehr mit Bus und Bahn schon.

Graz, 4.11.2019, W.Friedhuber

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