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[AIK] Lebenslange Haft in Österreich für nichts? Friede in der Ukraine?

Bloged in Allgemein,Diskussion von friedi Montag Oktober 28, 2019

1) Die Kindheit in einem israelischen Gefängnis und darum auch in österreichischen
2) 29.10. Selensky: Hoffnung auf Frieden in der Ukraine? Diskussion (Wien)


1) „Ich habe nichts getan, das zu verdienen“

Brief des zu lebenslanger Haft verurteilten Palästinensers Abdelkerim Abu Habel
Die Kindheit in einem israelischen Gefängnis, das Leben in einem österreichischen

Siehe auch: Palästinenser erhält in Krems lebenslang
http://www.antiimperialista.org/de/content/pal%C3%A4stinenser-erh%C3%A4lt-krems-lebenslang

Ich habe nichts getan, um das zu verdienen

Justizanstalt Graz-Karlau, 14. Oktober 2019

Ich schreibe diese Zeilen, obwohl ich aus meiner Zelle bereits eine Gruft gemacht und jede Verbindung mit dem Leben abgebrochen habe. Meine gesamte Jugend musste ich hinter israelischen Gittern verbringen, nur um auch in Österreich dem gleichen Schicksal ausgeliefert zu werden.

Ich richte mich hiermit an alle freien Menschen:

Ich bin der Häftling Abdel Karim Mohammed Abu Habel aus Gaza in Palästina. Meine Familie musste im Herbst 1948 aus Palästina fliehen. Ich wurde am Schwarzen Sonntag des 20. Mai 1990 geboren, zeitgleich zu dem Massaker, das die israelische Armee an den Palästinensern anrichtete.

Ich war ein junger Bursche, der mit seinen gleichaltrigen Freunden spielte, trotz Besatzung, Unterdrückung und ständigem Blutvergießen. Am 20. Juli 2000 schoss mir ein israelischer Soldat in den linken Fuß – ich war neun Jahre alt und bis heute leide ich unter dieser Verletzung.

Einige Jahre später, am 12. Juli 2004, wurden wir von einer Offensive der israelischen Armee überrascht. Wie andere Kinder warf ich Steine gegen die angreifenden Armeefahrzeuge. Ich wurde gefangengenommen und im Lager Nr. 16 im Norden des Gazastreifens festgehalten. Dort wurde ich misshandelt: Man warf mich zu Boden, stieß und schlug mich, quetschte mir die Füße ein, ließ mich stundenlang auf den erhitzten Metallteilen eines Bulldozers sitzen. Sie hetzten Hunde auf mich, um mich weiter einzuschüchtern. Sie folterten mich, indem sie mir vormachten, dass sie mich töten würden. Einmal verbanden sie meine Augen mit einem weißen Tuch und kündigen an, dass sie mich nun hinrichten würden; schließlich brachten sie mich in einen anderen Raum und schossen um mich herum auf den Boden.

Ganzer Brief:
http://www.antiimperialista.org/de/content/%E2%80%9Eich-habe-nichts-getan-das-zu-verdienen%E2%80%9C


2) Selensky: Hoffnung auf Frieden in der Ukraine?

Diskussion mit in alle Winde zerstreuten Linksoppositionellen

Dienstag, 29. Oktober 2019 – 19:00
Stiftgasse 8, 1070 Wien, Amerlinghaus, Galerie

Mit

  •  Sergei Kiritschuk, Journalist und Vorsitzender der linken Organisation Borotba (Kampf) aus Charkow, heute in Berlin exiliert
  • Alexej Albu, ehemaliger Abgeordneter zum Stadtparlament von Odessa,  Überlebender des Massakers von Odessa, heute exiliert im Donbass
  • Dimitri Kovalevitsch, linker Publizist im inneren Exil

(alle drei Gäste werden telefonisch zugeschalten)

Die Wiederaufnahme des Minsker Friedensprozesse ist zumindest bemerkenswert – doch hat das Substanz? Selensky wurde auch gewählt, weil er eine Entspannung mit Russland andeutete. Doch auf der anderen Seite stehen die rechtsradikalen ukrainischen Nationalisten sowie große Teile des Westens und insbesondere die USA, die weiterhin gegen Russland mobilisieren. Und kann sich die Bevölkerung des Donbass überhaupt
vorstellen wieder unter die Herrschaft Kiews zu begeben?

Wie wirken die neoliberalen Reformen der neuen Regierung wie beispielsweise das Gesetz, das den Verkauf von Agrarland auch an Ausländer forcieren soll? Ist da Widerstand zu erwarten und wird er unter Selensky politischen Spielraum bekommen? Wie verbindet er sich mit dem Konflikt mit dem Süden und Osten des Landes?

In den USA ist die Affäre um den Präsidentschaftskandidaten Biden und seine neokoloniale Einmischung in der Ukraine zum Thema Nr. 1 geworden.
Wir fragen nach der ukrainischen Sicht darauf.

Veranstalter: Komitee „Frieden für die Ukraine


Antiimperialistische Koordination
aik@antiimperialista.org
www.antiimperialista.org/de

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