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Wann wehren wir uns endlich gegen diese Misswirtschaft?

Bloged in Allgemein,Krise,Protest von friedi Samstag Oktober 26, 2019

Da gibt es in Österreich permanent ca. 300.000 Menschen ohne Arbeit – Tendenz vermutlich wieder steigend und was macht die Wirtschaft: Sie „importiert“ weitere Menschen aus Spanien, Italien und Co!

Wie die Gratiszeitung „der Grazer“ vom 26.10.2019 unter dem Titel „WKO: Fachkräftesuche expandiert in die EU“ berichtet, startet die Talenteentwicklung Missethon nun wieder eine Lehrlingsaktion um spanische und italienische Jugendliche für die österreichische Wirtschaft zu gewinnen. Sie sollen den „Fachkräftemangel“ in Österreich decken.

Wie zynisch kann die profitgetriebene Wirtschaft noch werden?

Da werden Menschen aus Krisengebieten nach Österreich gebracht um angeblich die Alterspyramide zu verbessern (tatsächlich aber vermutlich um der Bauindustrie weitere Projekte zu sichern). Diese Menschen werden dann, wenn überhaupt, in prekäre und geringbezahlte Jobs eingewisen. Ein erklecklicher Anteil muss im Sozialsystem betreut werden, da Sprachschulungen und Integrationsmaßnahmen nötig sind. Das Sozialsystem wird dabei be- nicht ent- lastet.

Beim AMS sinkt die Zahl der Arbeitslosen dabei nicht wirklich gravierend, aber es steigt die Zahl der Strafmaßnahmen ständig (siehe etwa: https://www.streifzuege.org/wp-content/uploads/2019/10/AMS-Algorithmus.pdf ), weil für die Arbeitssuchenden keine Stellen da sind und die Statistiken nur so stabilisiert werden könne.

Die einzigen die von dem Vorgang profitieren, sind Unternehmer, die Aufträge und Subventionen lukrieren können.

Der Schrei nach Fachkräften ist eine dicke Lüge. Es werden einfach nur billige Arbeitskräfte gesucht. Darum werden die Fachkräfte bei uns auch mit ca. 45 Jahren aus der Produktion ausgeschieden und in die Langzeitarbeitslosigkeit geschickt.

Um den Profit zu steigern oder zu stabilisieren ist diese Wirtschaft bereit, die Lohnabhängigen wie zur Zeit der frühen Industrialisierung wieder als Manövriermasse zu nutzen.

Leider spielen die Gewerkschaften da mit. Anstatt den Arbeitskräfteimport zu stoppen, anstatt für eine Vollbeschäftigungsmöglichkeit bis 65 Jahre zu sorgen, anstatt gegen das Prekariat aufzutreten sorgen sie für Lohnerhöhung für die wenigen, die noch privilegiert in gesicherten Anstellungen stehen. Die Prekären, die Abgebauten, die Arbeitslosen – die werden immer mehr – und die werden immer mehr alleine gelassen.

Die Wirtschaft – etwa unter den Politprogrammen der bürgerlichen Parteien (und da gehört inzwischen die SPÖ dazu) ist der Antrieb für dieses böse Spiel. Sie gefährdet damit langfristig den sozialen Frieden und den hart erkämpften Sozialstaat.

Unter der Ägide der EU beginnen die Kapitalinteressen wieder, die Menschen immer rücksichtsloser auszubeuten.

Gleichzeitig wird unser Lebensraum durch Bodenspekulation und Baumafia zerstört. Die Profiteure freuen sich zur Zeit noch über Profite und Investitionsmöglichkeiten (die EZB schenkt ihnen das Geld ja praktisch) – aber sie vergessen in ihrer kurzsichtigen Ökonomik, dass sie auch ihre eigen Lebensbasis zerstören.

Die Frage die aber bleibt: Wie lange lässt sich die Mehrheit der Menschen das noch gefallen?

26.10.2019, W. Friedhuber

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