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Klima und Politik: Kinder demonstrieren – aber sind sie nur Teil des zersetzenden Zeitgeists?

Bloged in Allgemein,Protest von friedi Sonntag September 29, 2019

8000 Menschen waren lt. Zeitungsbericht am 27.9.2019 allein in Graz auf der Straße um gegen die zerstörerische Umweltnutzung zu demonstrieren.

Aber: Sind diese Demonstrationen lediglich Teil des Konzepts Brot und Spiele?

Die Klima-Kampagne ist ein Musterbeispiel für die gelenkte Aktivierung von Menschen. Eine monokausale Faktenlage, ein klares aber nicht zuordenbares Schema eines Feindes und als Aktivität muss lediglich mit möglichst großen Fun-Faktor an einem Tag in der Woch marschiert werden – noch dazu in der Schulunterrichtszeit. Das hat schon im 1. Weltkrieg funktioniert. Nun ein ähnliches Konzept, noch dazu ohne große Verletzungsgefahr.

Gefordert wird zentral: Mehr Steuern!

Geld kann also den Planeten retten! Kaufen wir den Planeten frei und gehen wieder nach hause!

Bezahlen soll den Preis die Masse kassieren sollen das Geld die Leistungsträger und dann werden die Regenten aufhören den Planeten zu zerstören? Ist das die Lösung?

Zur Klarstellung: Die Demonstrationen sind berechtigt. Was mich verwundert, ist die Kampagnengestaltung  und auch die geringe Wirksamkeit auf die Machthaber – ich meine hier die Machthaber vor Ort – nicht die in Russland, China, Brasilien oder sonst wo.

Die Kinder bei uns sind auf der Straße, die Kinder bei uns machen Schulstreikt – und was macht die Politik bei uns?

Graz: Abholzung der Murauen in der Stadt

Graz: Verbauung von Grünland

Graz-Umgebung: Verbauung von Ackerland

Allgemen: Bauen, Bauen, Kaufen, Fliegen,

… also genau das Gegenteil dessen, was in den Demonstrationen gefordert wird. Heute ist Wahltag in Österreich – und gewählt werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Parteien, die bei der monetären Umweltzerstörug bei uns treibende Kraft sind. Je zerstörerischer desto mehr Stimmen!

Die Partei, die Spekulation, Privatisierung und Bauwahnsinn den Weg ebnet. die wird gewählt, weil: Bauen kann reich machen – das wusste schon die Mafia.

Die aufgeführten Bauwerke sind dabei auch in ihrer Gestaltung Teil der Umweltzerstörung. Die Architektur setzt meist noch an Menschenfeindlichkeit eins oben auf: Hässlich und möglichst unharmonisch. Wo es geht werden bestehende Häuserensembles optisch zerstört. Das liegt dabei nicht nur am Geld. Dort wo der Steuerzahler zahlt – etwa beim UNI-Bau, da können sich „Kreative“ erst richtig austoben. Da werden sorgsam ausgeglichene Ensambles erst recht durch optischen Katastrophen vernichtet – Bsp. Uni-Bibliothek Graz (siehe: Kleine Zeitung). Die Bevölkerung muss dann noch freudig diesen Wahnsinn beklatschen – und tut es leider auch.

UNI-Zubau

Uni-Zubau (Bild: Kleine Zeitung)

Dieses Phänomen der Immunität der Exponenten gegen jeglichen Einwand, den hat die Bewegung in den linken Kräften schon lange gespürt. Lediglich im 19. und 20. Jahrhundert gab es kurze Phasen, wo sich Sozialismus manifestieren konnte.

Was bei der jetzigen Umweltbewegung so verstörend ist, ist, dass die oberen Schichten nun medial mitmachen (ausgenommen Donald Trump). Das ist ein Zeichen für mich, dass nun „das System“ auch den Widerstand endgültig vereinnahmt hat. Wenn die Schülerin Greta Thunberg vor der UNO spricht, dann ist sogar Hr. Van der Bellen betroffen und verspricht Gelder locker zu machen – obwohl Greta gerade das kritisiert hat, dass diese Regenten immer nur von Geld sprechen (Herr Van der Bellen hat verm. nicht die ganze Rede gehört). Herr van der Bellen ist Bundespräsident von Österreich, hat einmal bei den GRÜNEN sein Brot verdient – nun hat er einen anderen Brotherren. Dieser Brotherr ist aber anscheinend nicht die Bevölkerung, von der nun schon die Kinder auf der Straße stehen und gegen den Wahnsinn demonstrieren.

Hier ist der Punkt der mich so verstört:

Was gegen die Umweltzerstörung getan werden müsste, ist schon jahrhunderte lang bekannt: Luft rein halten, Wälder nicht abholzen, keine Flächenversiegelung usw.

Das wird aber nicht angedacht:

Etwa Graz: Abholzung eines großen Teils der Murauen in Graz, Zerstörung des Augartens, Bauprojekte um Bauprojekte mit viel Beton (auch im Augarten),.

Oder Gratkorn: Schulgebäude sollen abgerissen werden um ein neues Schulzentrum zu bauen.

Oder Thal: Jahrzehntelange Proteste gegen Bauschuttdeponie im Wald – umsonst. Der Wald wird in eine Mülldeponie verwandelt.

Die Liste ließe sich nahezu endlos fortsetzen – beginnend in der kleinen Gemeinde bis nach Wien mit Flugahfen bis in die Bundesregierung wo Export-Import-Förderungen, Förderungen für Autobahnen, Flugverkehrt usw. usw. an der Tagesordnung sind – die uselige Rüstung und die Kriegstreiberei soll dabei nicht vergessen werden – auch im EU-Österreich wieder ein großes Thema.

Daher die Frage: Was läuft da?

Was an der Zerstörung unserer Welt ursächlich Schuld ist, ist bekannt: Es ist der Neo-Liberalismus mit seinem Profit- und Wachstumszwang; es ist die Wirtschaft, die nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist; es ist die Privatisierung, die Lebensraum der Gemeinschaft entzieht.

Es ist nicht die fehlende alternative Technik – die gäbe es und die gibt es – sie wird nur nicht umgesetzt. Reparieren statt neu anfertigen – das war einmal. Heute sind kurze Produktlebenszeiten gewünscht. Unter diesen Bedingungen ist ein Elektroauto mindestens so umweltzerstörerisch wie ein Methanol- oder Diesel- oder Benzin-Auto. Allein die Forcierung der Mobilität durch die EU ist ein wesentlicher Faktor der die Umwelt zerstört.

Wer erinner sich noch, dass noch bis 1980 Milch und Lebensmittel kleinräumig verteilt wurde? Wer bedenkt noch,  dass eine nachhltige Versorgungsstruktur erst durch die EU und durch die globalen Handelsinteressen zerstört wurde?

Die Kinder stehen also auf der Straße, halten bunte englisch-sprachige Tafeln hoch, haben eine Hetze – und der Wahnsinn geht weiter.

29.9.2019, W.Friedhuber

Über die Zerstörung der Umwelt in Graz: http://www.unverwechselbaresgraz.at/dokumentationen/wohnbau-in-graz/

Kommentare	»
  1. als symbol für das gesagte dient der wunderbare alte nussbaum beim ehemaligen „calamar“ in der waagner-biro straße…….der mußte als erster beim bau der sogenannten smart city weichen, der wurde gleich niedergemetzelt, so als ob man/frau ihn net für die zukunft weiterwachsen lassen hätte können……ihn bei der baugestaltung einplanen, aber es ist alles smart und die leute werden halt die balkone mit genuinen oleanderstauden begrünen…….ach ja, wir können uns nicht genug das maul über die sogenannten „plattenbauten“ des ostens, der ja auch eine wohnungsnot zu bekämpfen hatte, das maul zerreissen.

    in fortschrittlicher weise werden jetzt die platten on location gegossen, was ja ein mächtiger fortschritt ist. auf dem areal der künftigen smart city wird ein betonkobel nach dem anderen gebaut, darauf kommt dann noch eine schicht styropor für das wohnklima…….über eine solche bauweise täten sich unsere vorfahren zerkeksen und wundern, aber dafür macht ja der herr mundl im tv werbung, wie toll der billigwerkstoff ist. das ehemalige leopoldinum wurde in einem schwarzen (wahrscheinlich zu ehren des sargnagels als bürgermeister) gebäude untergebracht und als einziges gebäude, welches irgendwelche freundliche züge aufweist erscheint die adaptierung des ehemaligen konstruktionsbüros, kantine und küche der waagner biro zu sein, nur das ding ist auch schon 50 jahre alt………..ansehlich aber nicht smart !!!!!

    rip alter schattenspendender nussbaum ! niedergemetzelt durch die crétins des städtebaus, unterstützt durch bauhaie, die nur durch das falschgeld der zentralbanken ihre spekulationsbegierde auf kosten der bevölkerung ausleben können, wobei das risiko und die spätere bezahlung bei der genannten bevölkerung hängen wird bleiben !

    Trackback von kurt strohmaier 1. Oktober 2019 17:46

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