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Die Gefangenen Mauthausens haben sich selbst befreit – nun wird es der USA zugeschrieben …

Bloged in Allgemein von friedi Dienstag Mai 7, 2019

Die Nachrichten von heute [5.Mai 2019] sind Besorgnis erweckend: Die Befreiung Mauthausens wird unrichtig den USA zugeschrieben, wahr ist, daß die amerikanischen Soldaten zur Befreiung Mauthausens ein, zwei Tage zu langsam gewesen sind und sich die Insassen selber zu befreien vermochten.

Die SS war mürbe geworden, jedoch weniger wegen der Amerikaner, sondern durch die russische Armee, die überhaupt erst die Intervention der USA auch nach Österreich auslöste; diese [die US-Armee] hätte – wenn sie nur gewollt hätte – bereits 1943/44 ohne Weiteres in Österreich intervenieren können, indem sie ganz einfach deren Vormarsch in Italien nach Österreich fortgesetzt hätten…

Was möchten sich bloß die serbischen und russischen Zeithistoriker und Militärexperten über die über die Zeit der Wende Gorbatschows anhaltende Geringschätzung der Rolle der pravoslawischen Soldaten für die Befreiung Österreichs von der Nazi-Fremdherrschaft denken? Es könnte für eine Undankbarkeit der sogenannten „Aufarbeitung“ gegenüber dem verdienstvollen Kampf des slawischen Soldaten als solchen gehalten werden – o tempora, o mores.

Ich war am Sonntag einmal mehr am Zentalfriedhof, um eine Kerze zu entzünden, doch aus Schmerz über das niedrige Ehrenhaftigkeitsniveau gegenüber unseren Befreiern habe ich heute vor der Gedenkstätte für die gefallenen russischen Soldaten einen Bogen gemacht, der ich sonst regelmäßig einen Besuch abstatte.

Schon am Hinweg habe ich mich etwas geärgert: Am Schönaugürtel sind mir auf einer Engstelle des Fußgängerweges vor einem Parkplatz voller Autos zwei junge, ziemlich sportiv aussehende Frauen im Gleichschritt, fast wie im Stechschritt, entgegengekommen. Ich mußte bis an den Gehsteigrand zur Straße ausweichen, um deren Anrempelung auszuweichen; auf die Straße treten konnte ich nicht, weil Autos ziemlich schnell herannahten. Es wäre den Frauen ganz einfach nicht in den Sinn gekommen, Höflichkeit oder gar Respekt vor einem Mann mit Buckel zu zeigen, der altersmäßig noch deren Vater hätte sein können, und um mir ausreichend viel Platz zu machen ein paar Schritte hintereinander zu gehen. So etwas passiert mir nicht ganz selten, wahrscheinlich weil ich einen Buckel habe. Würde ich stark und kräftig ausschauen, würden diese wohl keinen Zusammenstoß mit mir riskieren – c’ est la vie.

Beachtenswert, daß das Denkmal für die russischen Solddaten, die für die Befreiung Österreichs gestorben sind, nicht nur ein Blumenandachtsgruß der KPÖ, sondern auch ein würdiger Kranz des einfachen Einzelhandelskaufmannsgesellen als Landeshauptmann Hermann Schützenhofer zieren. Ob es ihm bereits bewußt geworden ist, daß er als Verdeckungs- und Verschattungsmann für die vielen Gutmachenslügen und Widerstandsopferverdrängungen von seiten des Instituts für Geschichte der C.-F.-Universität Graz mißbraucht wurde? Es könnte einem scheinen, daß die amerikanische Gina Haspel-Agency nach der Waldheim-Watchlist-Campaign – insbesondere durch die globalisation policy Bill Clintons – ihre ausg’schamtesten Eemente auf die in jeder Hinsicht heikle und unbereinigte österreichische Widerstandsopferproblemlagen angesetzt hat – es kommt natürlich billiger und ist bequemer, NS-Raubgutnutznießer zu verdecken und wehrlose, meist seit jeher traumatisierte oder eingeschüchterte Widerstandsopferfamilien in ihren österreichischen Grundrechte zu schmälern und um ihre allfällige Erbanspruchsabfindungen gegen NS-Raubgutnutznießern „aufarbeitungspolitisch“ zu betakeln als sich in regelrechter Methode um Wiedergutmachung für den an sich unverzeihlichen Verrat Franklin D. Roosevelts zu bestreben, Österreich absolut sittenwidrig und völkerrechtswidrig an Hitler ausgeliefert zu haben…

Ich bin schon auf weitere Nachrichten aus England gespannt. Die Serben haben den BREXIT mit Vorsicht aufgenommen, aber die besorgten, in der Regel verdeckt aussehende, weil regional sehr begrenzten Berichte über die potentielle dschihadistische Bedrohung reißen trotz des offensichtlichen Erfolgs über den IS in Syrien nicht ab, sie sind eher noch besorgter geworden. Ich finde es unverantwortlich im Westen, daß in der Türkei und in Griechenland eine besonders hohe Arbeitslosigkeit unter der jungen Generation herrscht – das läuft indirekt auf eine Begünstigung des Islamismus hinaus, weil gerade die prinzipielle Zufriedenheit der Jungen Leute, die im Fall des Falles am intensivsten für ihr Heimatland kämpfen müßten, notwendige Voraussetzung für die Identifikation mit dem Verteidigungsgedanken ist. Rebus sic stantibus würden jetzt die islamistischen Terrorwerber eine vorteilhafte soziale Situation vorfinden: Gott sei Dank hat Präsident Erdogan rechtzeitig einen gefährlichen Putschversuch unschädlich machen können und Gott sei Dank ist in Syrien ein Sieg über den IS gelungen. Endgütige Entwarnung ist das jedoch beileibe keine, sind doch in Afghanistan die Talibans gefährlich geblieben. Madame Merkel und die EU kann jetzt hoffen, daß es gelingt, deren fürchterlichen schlechten Kurs gegenüber die moderne – also proeuropäische – Türkei zu korrigieren; war es doch gerade das hohenzollerische Berlin, daß bis weit bis in die erste Hälfte des 20. Jhs. hinein die islamistischen Terrormilizen des Ottomanischen Reiches gestützt und aufrechterhalten haben und dann deren Wissen darum offenbar als Vorbild für die SS genutzt zu haben. Kaiser Wilhelm II. hatte nach dem Suez-Kanal und den damaligen britischen Wirtschaftspositionen bis nach Indien gegiert und brüstete sich als Schutzherr über 300 Millionen Türken des bereits bröckelig gewordenen Ottomanischen Reiches. Anfang Juli 1914, zur Zeit der heißen Phase der Julikrise, erklärte die Türkei noch ihre strikte Neutralität, und Wilhelm ließ den Sultan instruieren, Rußland ohne Vorwarnung, aus dem Hinterhalt anzugreifen;und Franz Joseph, seit 1866 von Otto von Bismarcks Gnaden Kaiser in Wien, war da mit dem Rückgrat einer Qualle freilich auch mit dabei…

Hitler war keineswegs der erste Berliner, dem kaum eine Feigheit niederträchtig genug sein konnte …

Graz, 5.5.2019, A. Rosenberger

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