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Die Geschichtewissenschaft in Österreich bleibt für Vorgänge in Südosteuropa unfähig

Bloged in Allgemein von friedi Freitag April 26, 2019
Die Beziehungen der österreichischen Geschichteforschungsinstitute zu denjenigen Völkern und Kulturen, die am intensivsten für unsere Freiheit gekämpft haben – zunächst vom Habsburgerjoch, dann vom SS-Staat stehen – schon seit rund dreißig Jahren in einer schweren Krise.

„Unsere“ Institute sind schon seit langem nicht mehr in der Lage, auch von dort Gäste zu würdigen Gedenkveranstaltungen einzuladen, geschweige denn, daß systematische wechselseitige Arbeitsgruppen zu wechselseitigen Themen des Ersten Weltkrieges, aber auch der gemeinsamen Probleme des Zweiten Weltkrieges und dessen Folgen zu organisieren möglich wäre.
Dabei hatte es Anfang der siebziger Jahre noch nicht schlecht ausgeschaut, als in Graz ein jugoslawischer ordentlicher Professor für allgemeine Geschichte der Neuzeit der Universität von Sarajevo nach Graz als Ordinarius für Südosteuropäische Geschichte berufen worden war. Dies war jedoch dem sehr ideologiebeladenen Wiener Institut für österr. Geschichtsforschung ein zuviel an Toleranz und Völkerverständigung und so wurde er systematisch geschnitten und boykottiert; und da er sehr streng war und offensichtlich ein nicht völlig überwundenes Kriegstrauma erlitten hatte, machte der in Österreich unwillkommene jugoslawische, kulturell plurale Professor jenes feige Unterfangen diesen überaus antislawisch orientierten Widersachern ein wenig zu einfach.Nachdem er ein Buch über das Bestreben Erzherzog Johanns bis zum Jahr 1848 zur Befreiung Serbiens und der Eindämmung der ottomanischen Fremdherrschaft geschrieben hatte, wurde von Wien eine Ordinaria für allgemeine Geschichte der Neuzeit (Grete Walter-Klingenstein) entsandt, die kurzerhand jegliches weitere gemeinsame Forschen über dieses Thema für die Apologeten des Tyrannen Franz Joseph unterband, indem sie sämtliche Fördermittel für das Erzherzog-Johann-Gedenken an einseitig ausgebildete „Aufarbeitungshistorikerinnen“ kultur-und wissenschaftsvertragsverletzend verurast hatte, die keiner slawischen oder der griechischen Landessprache kundig waren und die das völkerverbindende Engagements Erzherzog Johanns ganz einfach ignorierten. Das hatte zwar sehr viel mit unösterreichischem kalten Krieg und Gräbenaufreissen zu tun, jedoch zu wenig mit objektiver Geschichtewissenschaft und so steht auch die diesbezügliche Gutmachung bis zum heutigen Tage noch aus.

Tief betroffen wurden davon nicht nur die österreichischen Beziehungen zu Jugoslawien, Griechenland und Rußland, sondern auch mit Großbritannien. Sowohl die sensiblen und filigranen südosteuropäischen als auch die steirisch-österreichischen Widerstandslinien gegen den SS-Terror, welche sich hier in Graz miteinander kreuzten, wurden kaputtgemacht (hoffentlich nicht endgültig) wofür ebenfalls die Entschädigung aussteht – wahrscheinlich hatte deren unehrenhafte Vorgehensweise nun sogar auch einen Aspekt für den gegenwärtigen BREXIT nach sich gezogen, weil damit eine systematische Unterminierung der genuin österreichischen Geschichtewissenschaft durch die sogenannten „Aufarbeitung der … Vergangenheit“ sich fortsetzen sollte. Bundeskanzler Bruno Kreisky war gegenüber dieser an sich nichtösterreichischen Modetendenz leider Gottes zu gutgläubig gewesen.

Dies Unterfangen zum Schaden und Nachteil Österreichs setzte sich in den Folgejahren umso intensiver fort. Durch den Erfolg im Unterbinden wechselseitiger geschichtewissenschaftlicher Arbeits- und Austauschgruppen mit slawischen und griechischen Forschungsinstitutionen durch Grete Walter-Klingenstein ermutigt setzte das Wiener Institut nach und ließ absolut sittenwidrig einen Ordinarius für Österreichische Geschichte aus der ungarischen Magnaten- und Schwerkriegsverbrecherdynastie der Csakys entsenden, was die Politik der Brüskierung sowie der aufgerissenen und vertieften Gräben zu den Völker und Kulturen, die am intensivsten für die Wiederherstellung der österreichischen Unabhängigkeit gekämpft und geblutet hatten, nur noch weiter fortsetzte. Die Entschuldigung des damaligen Wissenschaftsministers und nunmehrigen Altbundespräsidenten Heinz Fischer für dessen eklatante Fehlbesetzungsentscheidung  steht noch aus – wie auch die Gutmachung für die schwerwiegenden Folgen dessen Forschungsförderungspolitik zum Schaden und Nachteil Österreichs als erstes Opferland der Hitler-Aggression. Csaky ließ offenbar alles ausgrenzen, was dessen absolut sittenwidrige Habilitation fundiert hätte kritisieren können.

Der Höhepunkt des Frevels erfolgte jedoch nach der Waldheim-Debatte zur Zeit des Jugoslawischen Bürgerkrieges, als ein alkoholistischer und verhaltensauffällig gewordener Dozent für Südosteuropäische Geschichte, Karl Kaser, zum Ordinarius für Südosteuropäische Geschichte ernannt worden war. Dem seriösen Vernehmen nach hat der Zeitgeschichte-Ordinarius Helmut Konrad in dem Fall in angemaßter Zuständigkeit sich auf der politischen Ebene wider alle wissenschaftliche Vernunft dessen Berufung heraufbeschworen haben. Helmut Konrad war ebenfalls unter sehr ideologischem Aspekt berufen worden, vor allem um die Ungeheuerlichkeit Roosevelts zu verschleiern, der Österreich völkerrechtswidrig an Hitler ausliefern hatte lassen und der sogar dem alten Bündnisgenossen aus dem Ersten Weltkrieg sodann im Kampf gegen Hitler in den Rücken gefallen war. Unter diesem Aspekt ist die an sich unfaßbare Berufung des alkoholistoschen Kaser verständlich, weil er am besten von allen Bewerbern prädestiniert war, die seit dem antiserbischen wie auch antiösterreichischen Engagements Walter-Klingensteins in der Erzherzog-Johann-Fördermittelumverteilung sowie des Csaky-Berufungsskandals aufgerissenen Gräben noch weiter zu vertiefen und zu einem so viel wie völligem Boykott des Nachkriegszeitkonsenses seitens des Instituts für Geschichte der Carl-Franzens-Universität führte, die Kultur sowie die Würde und Ehre des einfachen slawischen Soldaten  zu respektieren.

Nichts vermag die prekäre Situation besser zu verdeutlichen, als es ein sehr provokanter Zwischenfall des von vornherein provokant und ehrverletzend ausgelegten „Gedenkens“ im Jahre 2010 von „Vierzig Jahre Südosteuropäische Geschichte an der Universität Graz“, das von Seiten der „wissenschaftlichen“ Organisatoren“ Heppner und Kaser vor allem dazu gedacht war, als typischer Aufarbeitungsfall zu verschleiern  und zu verschatten, daß 1970 die Abteilung für Südosteuropäischer Geschichte nach den Katastrophe des Nationalsozialismus am Institut für Geschichte nur durch einen jugoslawischen Lehrer neu zu entstehen vermochte. Nicht unbeteiligt daran war auch dessen Frau Gjiurgjica Hauptmann, die eine begnadete Malerin gewesen war und daher ebenfalls aufarbeitungspolitisch desavouiert werden sollte:

Mitten in einem „Kulturbeitrag“ mit sehr, sehr profanen und bescheidenen Bleistiftstrichen, deren eigentlicher Zweck nur in der Herabwürdigung des künstlerischen Schaffens von Gjiurgjica Hauptmann liegen konnte, die zu dieser Zeit bereits schwer krank gewesen ist und sich gegen den Verriss nicht mehr zu wehren vermochte (was mir typisch für die Vorgangsweise Kasers erscheint), platzte die Feminismus-Zeitgeschichteprofessorin Schmidlechner-Lienhart in offensichtlicher Provokationsabsicht in die Veranstaltung: Schmidlechner-Lienhart, die sich sonst stets sauber und adrett gewandet gibt, trug ausgerechnet zu der „Gedenkveranstaltung“ aus seltenem Anlass ostentativ braune Straßenkleidung mit einer durchsichtigen Bluse, so daß man klar und deutlich erkennen konnte, daß sie darunter überhaupt gar keine Unterwäsche, auch keinen BH, trug. Sie setzte sich flugs in die erste Reiher und ohne daß sie sich ihre Schuhe ausgezogen hätte,  benutzte sie den benachbarten Sitzplatz als Fußschemel für ihre Beine; nach etlichen Minuten verschwand sie wieder, ohne auch nur ein Wort gesagt zu haben, als ob sie lediglich auf Aufriss vorbeischauen wollte (es würde gewiß reizvoll sein, wenn es dem Netzwerk der „LinkeSteiermark“ gelänge, eine Raumvideoaufzeichnung von diesem erotischen Intermezzo zu erlangen…). Der Auftritt hat seine anscheinend antislawische Wirkung in der Tradition der Lehrerin Schmiedlechner-Lienharts, Grete Walter-Klingenstein, Wirkung nicht verfehlt; bald danach mußte konstatiert werden, daß gerade die Geschichteforschungsinstitute jener Länder, die am intensivsten für die österreichische Freiheit gekämpft hatten, vom Besuch weiterer Gedenkveranstaltungen in Österreich Abstand halten; eine peinliche Situation auch für Professor Stefan Karner, der kaum mehr weiß, wie er sich drehen und winden soll, um der für ihn sehr peinlichen Frage zu entgehen, woran es liegen könnte, daß zwar die russische Seite sich kulturvertragskonform verhält und ihre Kriegsgefangenenakten über österreichische Kriegsgefangenen in Rußland zur Verfügung stellt, während die russischen Familien über das Schicksal ihrer nach Österreich verschleppten kriegsgefangenen Familienangehörigen bis auf Weiters nichts erfahren können…

2012 wurde von den steirischen Organisatoren des internationalen Kulturhistorischen Symposion Mogersdorf offenbar versucht, die Situation noch zu retten und ermöglichten Heimo Halbrainer einen Vortrag im Rahmen des Themas „Erinnerungskultur“, der jedoch keine Anknüpfungspunkte zu internationalen Instituten mehr zu verbinden vermochte – die Veranstaltungen zum 28. Juni 1914 wie auch zum November 1918 und März 1938 endeten in der geschichtswissenschaftlichen Nabelschau des aufarbeitungspolitischen Provinzialismus – eine sehr, sehr schwierige Rechtfertigungssituation für den mittlerweile emeritierten Ordinarius für Zeitgeschichte und Profiteur der geschichtswissenschaftlichen Modeströmung „Aufarbeitung der NS-Vergangenheit“ Helmut Konrad…

Graz, 24.4.2019, Dr. Alois Rosenberger
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