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[Steiermark-Israel] Steirische Kooperation mit israelischen Shizim-Konzern

Bloged in Allgemein by friedi Mittwoch April 17, 2019

In den österreichischen Medien wird aktuell über eine Zusammenarbeit steirischer Medizintechnik mit den israelischen Shizim-Konzern berichtet (siehe: https://www.meinbezirk.at/graz/c-wirtschaft/steirisch-israelische-freundschaft-kooperation-bei-start-ups-im-medizinbereich_a3327327). Schön wäre es, wenn außer Jubelmeldungen auch Fakten berichtet würden.

Der Grund für diesen Wunsch ist mehrfach unterlegt:

1.) Israel ist in Rüstungsgeschäften mit der EU und mit Konfliktstaaten involviert.

2.) Der genannte Shizim-Konzern ist auf Internet nicht zu finden (23.4.2019 Ergänzung: Nun ist der Konzern zu finden – siehe Shizim)

3.) Gerade in punktio Gentechnik setzt sich Israel über die in Österreich geltenden Gesetze hinweg.

Dass „das führende Biomed-Unternehmen Israels“ (ebd.) im Internet keinen Treffer liefert ist seltsam. Das Unternehmen wird in Netzmedien das erste mal im Februar genannt, in der „Plattform zum freien Meinungsaustausch Periskop“ (https://www.periskop.at/wp-content/uploads/archiv/PER_aktuell.pdf). Das Unternehmen wird dabei als „Accelerator“ bezeichnet (was immer das auch ist; siehe Periskop 85, 2019, S. 24 ).

Anm. 23.4.2019: Nun wird das Unternehmen gefunden (siehe Anmerkung oberhalb). Das Unternehmen scheint als Kerngeschäft die Abwicklung von Forschungsvorhaben für Forscher und kleine Bio-Tech-Firmen zu haben (siehe: Startup-Guide). Anscheinend will die steirische Bio-Tech-Branche die lockeren Bestimmungen bezüglich Bio-Tech-Forschungen in Israel nutzen. Das scheint einer der Beweggründ für die Aktivitäten der steirischen Delegation zu sein (?).

Aus meiner Sicht kann man zu Gentechnik stehen, wie es seine persönliche Haltung dem Leben gegenüber ist. Wenn aber die Berichterstattung so positiv berichtet, damit „Kooperationen mit dem in der Humantechnologie herausragenden Israel, […] geschaffen werden“ (Meinbezirk) und es außerdem „um Einblicke in die Bereiche Digitalisierung und Internetsicherheit“ (Meinbezirk) geht, so bin ich alarmiert. Wenn die Steirer dann noch an die dynamische israelische Startup-Szene andocken wollen (siehe Meinbezirk), habe ich erst recht den Eindruck, dass hier mehr Information nötig wäre.

Vor allem der Hinweis über die Internetsicherheit lässt mich befürchten, dass hier Zukäufe für Internetzensur und Überwachung im Hintergrund des Interesses stehen.

Bei der vielgelobten Humantechnologie Israels möchte ich zur Meinungsbildung auf den Artikel „Alles, was geht? Israel und die Biomedizin“ (https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/alles-was-geht/-/id=660374/did=4981844/nid=660374/rggfa0/index.html) des SWR aus dem Jahre 2009 hinweisen. In Punkto Embryonenforschung erlaubt Israel so ziemlich alles, was etwa in Österreich noch verboten ist. Eine Kooperation von österreichischen offiziellen Stellen halte ich daher für sehr bedenklich.

In Summe ein sehr seltsamer Vorgang, der eigentlich mehr Information benötigen würde.

Graz, 17.4.2019, W.Friedhuber

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