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Der Fachkräftemangel und der Zuzug – die Täuschung und das Ziel

Bloged in Allgemein by friedi Dienstag März 5, 2019

Überall herrscht angeblich Fachkräftemangel! Gleichzeitig werden Menschen ab 45 abgebaut.

Auch der Staatsdienst erlaubt kein Arbeiten nach 65 (bei Männern). Lehrer, Universitätsprofessoren müssen mit 65 in Pension gehen – auch wenn sie weiterarbeiten wollten (können sie dann nur mehr als Hobby).

Es wird also dafür gesorgt, dass gut ausgebildete Fachkräfte aus der Lohnarbeit ausscheiden müssen, um dann von einem Fachkräftemangel zu reden – und diesen durch den Import von Menschen zu decken. Die importierten Fachkräfte haben aber hauptsächlich eines: Den Bedarf an Schulung – zumindest in der Sprache.

Die Argumentationskette strotzt also nur so von Widersprüchen: Es gibt genug Fachkräfte, die auch bereit wären ihre Arbeit einzubringen – die werden aber aus der Lohnarbeit gedrängt. Wohlgemerkt: Es geht nicht darum, die wohlverdiente Pension hinauszuschieben – es geht darum, dass Mensche weit vor der Pension aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden und es geht um die Menschen, die bereit wären, ihr Fachwissen weiter bezahlt zur Verfügung zu stellen. Bei den Lehrkräften ist es ganz eklatant: Der Schulungsbedarf steigt ständig (auch wegen der Zuwanderung) – anstatt aber diesen Schulungsbedarf nachzukommen (Lehrpersonen gäbe es genug) werden Zugangsrestriktionen aufgebaut und Ausbildungsplätze abgebaut (UNI, Lehrwerkstätten, auch Schulen).

Was ist also eigentlich los?

Nun: Die benötigten Kräfte werden hauptsächlich im Fremdenverkehr und in der Landwirtschaft zu niedrigsten Löhnen benötigt: Koch, Kellner, Stubenmädchen, Erntehelfer, Saisonarbeiter.. und ja! Bauhilfskräfte nicht zu vergessen – auch möglichst flexibel in der Jahresarbeitszeit.

Also im Kern das, was früher Tagelöhner und Wanderarbeiter waren.

Wirklich Fachkräfte: EDV-Spezialisten, Konstrukteure, Prozesgestalter aber auch fachkundige Installateure, Maschinenschlosser, CNC-Fachkräfte – vor allem zu fixen Arbeitszeiten und mit Vordienstzeiten – die braucht man nicht. Die Facharbeit erledigen ohnedies die Konzernleitungen in Deutschland, England, USA und China. Die verlängerte Werkbank Österreich (bald auch Deutschland und die ganze EU) die braucht nur billige, flexible, willige – möglichst Ich-AGs.

Der jetzige Gesetzgeber (ÖVP und FPÖ) setzen dies Politik um, die auch von der politischen EU-Führung so gewollt ist – wenn es auch anders gesagt wird. Die Kapitaleigner brauchen keine Fachkräfte, sie brauchen Profitchancen und die sind durch Fachkräfte kaum zu realisieren – weil zu teuer.

Wie hat das dann China gemacht, dass es plötzlich fast überall dort führend ist, wo zuvor etwa europäische Konzerne führend waren?

Nun: Die haben tatsächlich Fachkräfte gefördert und Innovationen in Strukturen zugelassen, die über Ich-AGs hinausgehen – und natürlich haben sie Patenten geklaut wo es nur geht.

Der Urheberrechtschutz ist eine der größten Hemmnise für eine prosperierende Zukunft. Urheberrechtschutz ist eine Marktzugangsregulierung und eine Einkommensquelle ohne Produktion. Daher liegen die nun von der EU geplanten Urheberrechtsreformen genau auf diesem Weg der Abwärtsspirale für die Lohnabhängigen auf Kosten der Gemeinschaft. Einige wenigen kassieren auf Verdacht Urheberrechtsgebühren und die anderen können keine Information mehr austauschen oder Produkte realisieren – mit Ausnahem Chinas, das bei dem Spiel (noch) nicht mitspielt.

Bei den Universitätsprofessoren erreicht der Trick die Spitze: Die aufwendigste Ausbildung auf Gemeinkosten – und der Abbau dann, wenn die tiefste Stoffdurchdringung gegeben ist, um junge, noch nicht so tief in das Fach eingedrungene ausländische Professoren anzuwerben …. und Zugangsgbeschränkungen und Gebühren einzuführen um Bildung auch zum Spekulationsobjekt zu machen …

Die Kapitaleigner brauche Kapital und keine Fachkräfte! Die Nicht-Kapitaleigner sind nur die Schachfiguren um Kapitalflüsse zu ermöglichen – das gilt für die Küche und für die Universität  …

 

Graz, 5.3.2019, W.Friedhuber

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