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[Palästinasolidarität] Kein israelisches ‚Sicherheitscamp‘ in der Steiermark!

Bloged in Allgemein,Protest by friedi Donnerstag Dezember 13, 2018

Der israelische Geheimdienst plant „Sicherheitscamp“ in Mureck (Steiermark)! Bitte stoppt den Wahnsinn! Bitte unterschreibt die Petition dagegen! (Demo am 19.12. in Mureck ist in Planung)

Der von einem hohen Offizier des israelischen Geheimdienstes gegründete private Sicherheitsdienst „International Security Academy – Israel“ (kurz ISA – Israel) plant in der südsteirischen Stadtgemeinde Mureck ein „Sicherheitscamp“ zu eröffnen. Dort sollen Zivilpersonen in einem eigenen „First Responder-Ausbildungsprogramm“ in Selbstschutztechniken trainiert werden. Die Gewöhnung an den Umgang mit Kleinwaffen und Schießtrainings sind fixer Bestandteil des Programms.
Wir wollen keinen Import von problematischen Mentalitäten und „Sicherheitstechnologien“, die von von israelischen Geheimdienstleuten und Armeeangehörigen in der jahrzehntelangen brutalen Unterdrückung des Freiheitswillens des palästinensischen Volkes entwickelt wurden!
Wir lehnen die Einrichtung des Murecker ‚Sicherheitscamps‘ strikt ab und fordern alle Verantwortlichen auf, die Einrichtung zu untersagen!
Hier unsere Petition, zum Unterschreiben und Weiterleiten:
https://mein.aufstehn.at/petitions/kein-israelisches-sicherheitscamp-in-der-steiermark
Den Brief, den wir an zuständige/betroffene PolitikerInnen in der Region geschickt haben und das Flugblatt, welches wir verteilen werden, findet ihr hier:
Brief an VerantwortungsträgerInnen
Flugblatt_Grenzland_12_12_18
Wir planen eine Kundgebung am Mittwoch, dem 19. 12. vor Ort in Mureck
und informieren die Presse:
Friedensorganisationen lehnen Sicherheitstrainings durch Israelische Privatfirma in Mureck strikt ab. Schließung gefordert.

Der von Mirca David, einem hohen Offizier des israelischen Geheimdienstes, 1987 gegründete private Sicherheitsdienst „International Security Academy – Israel“ (kurz ISA – Israel) plant am Röcksee in der südsteirischen Stadtgemeinde Mureck ein „Sicherheitscamp“ zu eröffnen. Dort sollen Zivilpersonen in einem eigenen „First Responder-Ausbildungsprogramm“ in Selbstschutztechniken trainiert werden. Die Gewöhnung an den Umgang mit Kleinwaffen und Schießtrainings sind fixer Bestandteil des Programms. Als ideologische Basis des Geschäftsmodells wird angegeben, dass „die Welt von Tag zu Tag gefährlicher wird“ und daher „primär die Zivilbevölkerung Europas besser auf die ‚modernen‘ Katastrophen der Jetztzeit vorbereitet werden soll“. Ganz offensichtlich geht es darum, in der Bevölkerung vorhandene diffuse Ängste aufzugreifen, zu verstärken und profitabel zu bewirtschaften. Mureck wurde wohl auch nicht zufällig als Standort des Ausbildungscamps gewählt. Anscheinend glaubt man, im steirisch-slowenischen Grenzraum besonders gute psychosoziale Voraussetzungen zur Perfektionierung privater Rambo-Mentalitäten ansprechen und viele Kunden gewinnen zu können.Das Ausbildungsprogramm wird aber nicht zur Hebung des Sicherheitsgefühls in unserer Bevölkerung beitragen, sondern das genaue Gegenteil bewirken. Ein Streben nach gewalttätiger Wehrhaftigkeit verstärkt unterbewußt ein Gefühl der Existenz großer und allgegenwärtiger Gefahren: „Weil ich mir ja keine Pistole zulegen müsste, wenn ich nicht stark bedroht wäre!“.

Auch wird eine derartige Förderung von individuellen Ängsten problematische gesellschaftliche Folgen nach sich ziehen: Angstphantasien verengen das Bewusstsein auf das vermeintlich Bedrohliche. Gewaltfreie Lösungen für tatsächlich bestehende Probleme werden verdrängt. Aus sozialpsychologischen Studien wissen wir, dass sich hinter Gewaltbereitschaft und hinter einem demonstrativ zur Schau getragenen Machismus ein hohes Maß an Ängsten verbirgt. Ängstliche Menschen sind politisch leicht beherrschbar und anfällig für autoritäre Gesellschaftssysteme.

Für alle in Österreich lebenden Menschen Sicherheit zu gewährleisten, ist eine unerläßliche Kernaufgabe des Staates. In Österreich unterliegen die dafür bereitgestellten Institutionen der parlamentarischen Kontrolle. Unter dem Diktat neoliberaler Ideologie hat sich die Öffentliche Hand in den letzten Jahrzehnten aus manchen sicherheitsrelevanten Handlungsfeldern zurückgezogen. Diese Verantwortung noch stärker an profitorientierte Privatfirmen abzugeben, untergräbt das Vertrauen in die staatlichen Institutionen. Was jetzt noch als Stärkung der individuellen Wehrhaftigkeit erscheint, kann in naher Zukunft die Basis sein für die Bildung privater, ideologisch ausgerichteter Bürgerwehren.

Wir wollen keinen Import von problematischen Mentalitäten und „Sicherheitstechnologien“, die von von israelischen Geheimdienstleuten und Armeeangehörigen in der jahrzehntelangen brutalen Unterdrückung des Freiheitswillens des palästinensischen Volkes entwickelt wurden.

Aus friedenspolitischen Gründen lehnen wir das Sicherheitscamp in der Südsteiermark strikt ab.

Es ist undenkbar, dass der eng mit israelischen Armee und den dortigen Geheimdiensten kooperierende private Sicherheitsdienst seine Aktivitäten ohne Absprache mit dem unserem Innenministerium planen konnte.

Wir fordern Innenminister Herbert Kickl auf das Camp unverzüglich zu schließen!

FreundInnen Palästinas, wir zählen auf eure intensive Unterstützung in dieser Sache!
Die steirische Friedensplattform
Frauen in Schwarz/Wien
Antiimperialistische Koordination/Wien
Palästina Solidarität Steiermark

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