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[Graz][Palästinasolidarität] Film und Diskussion – und Aufruf zur Solidarität gegen das brutale Vorgehen gegen die palästinensische Bevölkerung

Bloged in Allgemein,Diskussion by friedi Montag Oktober 22, 2018

Dienstag 27. und am Donnerstag 29.11. Rechbauerkino Filme palästinensischer RegisieurInnen
Donnerstag 6.12.2018 Diskussionsvortrag mit Attia Rajab vom Stuttgarter Palästinakomittee

Es ist in den Medien weitgehend untergegangen, dass die israel. Armee am 17.10. Gaza bomardierte. Als Reaktion auf eine Rakete, die Schäden im Garten eines Familienhauses anrichtete, bomardierten die Israelis aus der Luft. Ein Mann tot, 2 verletzt. Grenzübergänge geschlossen, Sanktionen verschärft.*

Das, nachdem Netanyahu schon eine „Bestrafung“ der PalästinenserInnen angekündigt hatte, weil sie nicht aufhörten mit demonstrieren. Es ist unfassbar. Die PalästinenserInnen sollen dafür bestraft werden, dass sie sich gegen die Besatzung wehren, dass sie für ihr Recht auf Rückkehr protestieren. Bestrafen dafür, dass sie getötet werden, mit den Kugeln der israelischen SoldatInnen.

Alle Protestierenden werden als „Hamas“ bezeichnet (siehe NZZ-Artikel unten)**. Erstens ist es falsch, zweitens rechtfertigt es nicht die Erschießung von mittlerweile 200 Personen und die Luftangriffe.

Das ist die aktuelle Situation. Traurig wie fast immer.

Wir schreiben euch aber gerade deshalb, denn wir arbeiten am Erstarken der Solidaritätsbewegung. Wir meinen, jede/r kann was tun und diejenigen, die ihre Unterschrift für den UNRWA-Finanzierungs Appell an die österr. Regierung gaben, haben etwas beigetragen! Das ist wichtig, liebe FreundInnen, ein Zeichen zu setzen mit eurer Unterschrift. Wo heutzutage viele in Arbeit und Sozialen Medien mit Infos überschüttet werden, die PalästinenserInnen NICHT ZU VERGESSEN. Daher DANKE an jede/n die mit ihrer Unterschrift ihre Solidarität gezeigt hat. Das sind die Lichter in unseren Tagen.

Wir haben in den nächsten Monaten einiges an Aufklärungsarbeit vor. Zu den folgenden Veranstaltungen seid ihr alle herzlich eingeladen. Und bitte bringt mit wen ihr kennt und verbreitet die Veranstaltungsinfos:

Am Dienstag 27. und am Donnerstag 29.11. abends wird es im Rechbauerkino Filme palästinensischer RegisieurInnen zu sehen geben. Das wird hochinteressant und wir werden auch prominente Gäste haben.

Nähere Infos folgen in Kürze!

Am Donnerstag Abend den 6.12.2018 kommt Attia Rajab vom Stuttgarter Palästinakomittee zu einem Dialog-Vortrag mit dem Titel ´Gaza-Drama Augenzeugenbericht mit Perspektiven für eine gerechte Lösung´ nach Graz.

Der in Gaza geborene Attia Rajab besuchte vor kurzem auf abenteuerliche Weise seine Familie und konnte sich dabei ein Bild von der verzweifelten Lage der PalästinenserInnen machen.

Genaue Uhrzeit und Ort werden noch bekanntgegeben!

Im Dezember planen wir eine Nakba-Ausstellung, damit das Gedankjahr 2018 zu 1948 gebührend zu Ende gebracht wird. Wir haben ja mehrere Infostände im ersten Halbjahr zur Erinnerung an die palästinensische Geschichte durchgeführt, zB am Bahnhof, wo einige von euch ihre Mailadressen dagelassen haben, damt sie von uns weiter informiert werden!

Genauere Angaben schicken wir in Kürze, bitte die Tage jetzt schon vorreservieren.

Neues zum Prozess wegen Fahnenverbrennung in Graz

Im Übrigen geht der Prozess von Mohamed wegen zionistischer Fahne bei Gaza Demo 2014 in die Berufung. Wegen der Verhandlungsführung von Richter und Staatsanwalt bei den ersten 2 Verhandlungen haben wir Beschwerden eingelegt, die ihr hier nachlesen könnt.

Ergänzende Informationen

*ORF-Bericht: Als Reaktion auf eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete hat Israel heute Luftangriffe auf die Palästinenserenklave geflogen. Israelische Kampfflugzeuge hätten damit begonnen, „terroristische Ziele im Gazastreifen“ anzugreifen, erklärte die Armee.

Ein Mann wurde getötet, drei weitere Palästinenser seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Israels Verteidigungsminister Lieberman ordnete die Schließung der Übergänge Eres für Personen und Kerem Schalom für Waren an.

Zuvor hatten die Streitkräfte erklärt, eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete sei am frühen Morgen in der Stadt Beer Sheva im Süden des Landes eingeschlagen. Laut israelischer Polizei entstanden dabei „Schäden“. Nähere Angaben zum Ausmaß der Schäden machte die Polizei nicht.

Medienberichten zufolge schlug die Rakete im Garten eines Familienhauses ein. Es sei niemand verletzt worden, die Familie mit drei Kindern habe aber einen Schock erlitten. Beer Sheva liegt rund 40 Kilometer östlich des Gazastreifens. Zuletzt hatten die Spannungen zwischen Israel und Palästinensern wieder zugenommen. red, ORF.at/Agenturen

**Israel stellt Hamas wegen anhaltender Proteste in Gaza ein Ultimatum – Militärschlag droht
Mehr als 200 Palästinenser sind seit März bei Protesten und Konfrontationen an der Grenze zu Israel getötet worden. Jetzt stellt Israel der im Gazastreifen herrschenden Hamas ein Ultimatum.

(dpa) Nach Monaten blutiger Grenzproteste im Gazastreifen hat Israel der dort herrschenden Hamas mit einer neuen Militäroperation gedroht. «Die Hamas hat die Botschaft offenbar nicht verinnerlicht», sagte der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu am Sonntag bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem. «Wenn sie die Angriffe und die Gewalt gegen uns nicht stoppen, werden diese auf andere Weise gestoppt – und dies wird wehtun, sehr wehtun.»

Man sei sehr nah an «Aktivitäten anderer Art, die sehr gewaltige Schläge einschliessen», drohte Netanyahu. «Wenn die Hamas schlau ist, wird sie das Feuer und die gewalttätigen Ausschreitungen einstellen – und zwar sofort.» Auch Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman sagte am Sonntag: «Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem wir der Hamas einen Schlag versetzen müssen, der so hart wie möglich ist.»

Proteste seit März

Bei neuen Protesten an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen waren am Freitag sieben Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Nach Angaben des israelischen Militärs hatten sich rund 15 000 Palästinenser an der Grenze versammelt und Steine, Brandsätze und Granaten geworfen. Seit Ende März sind bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze mehr als 200 Palästinenser getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen. In Israel landen immer wieder Ballons mit Brandsätzen, die aus dem Gazastreifen geschickt werden.

Die Demonstranten fordern mit den Protesten unter anderem eine Aufhebung der Gaza-Blockade sowie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in Gebiete, die heute zu Israel gehören. Israel lehnt dies ab. Die Regierung in Jerusalem hatte vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das von der Hamas kontrollierte Küstengebiet verhängt, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Die Hamas wird auch von EU und USA als Terrororganisation eingestuft und hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

Situation «unerträglich»

Die Hamas habe «Gewalt an der Grenze in eine strategische Waffe verwandelt», sagte Verteidigungsminister Lieberman der israelischen Nachrichtenseite ynet am Sonntag. Die radikalislamische Palästinenserorganisation versuche so, «unsere Standhaftigkeit abzunutzen». Verhandlungen über eine Waffenruhe unter ägyptischer Vermittlung brachten keine Einigung. Die Situation an der Gaza-Grenze sei unerträglich, sagte Lieberman. «Bevor man in den Krieg zieht, muss man alle anderen möglichen Optionen ausgeschöpft haben», sagte er. «Ich glaube, dass wir in den letzten Monaten jede Anstrengung unternommen und jeden Stein umgedreht haben.»

Im Sommer 2014 hatten Israel und die Hamas sich 50 Tage lang Kämpfe geliefert. 2250 Palästinenser wurden getötet oder starben später an den Folgen ihren Verletzungen, auf der israelischen Seite gab es 74 Tote. Es war der dritte Krieg beider Seiten binnen eines Jahrzehnts.

In Israel mehren sich in den letzten Wochen die Spekulationen um mögliche vorgezogene Wahlen. Regulär sollten diese erst im November 2019 stattfinden. Im Wahlkampf würden Netanyahu und Lieberman mit Erziehungsminister Naftali Bennett um rechtsorientierte Wähler konkurrieren.

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