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Too Cool for Internet Explorer

Wie die DSVGO wirkt: Verdrängung der Kleinen aus dem Internet

Bloged in Allgemein by friedi Dienstag Juni 26, 2018

Ein Bericht in der Süddeutschen Zeitung beschreibt wie wirkungsvoll die neue EU-DSGVO wirkt: Vereine, privat Blogs usw. werden still und leise aus dem Internet gedrängt (zum Bericht). Wenn nun auch noch der Filter „zum Schutz der Urheberrechte“ kommt, gehört das Internet bald dem Mainstram alleine.

Alternative Information: Ade!

Demokratische Baisskommunikation: Ade!

Die großen Verlage werden dann ev. auch Wikipedia (der Urheber-Rechte wegen) den Garaus machen und dann wieder. Freier Informationzugang: Ade!

Dann haben wir wieder: Teure Springerbücher, keine alternativen Web-Inhalte, nur staatlich zensurierte (bitte um Entschuldigung: der freiwilligen Selbstkontrolle unterliegenden) Medien, möglichst mit einer Haushaltsabgabe, Handys dürfen dann nur mehr per staatlicher Genehmigung in Betrieb genommen werden usw.

Dafür wird jeder Datenaustausch überwacht. Gespräche nach „Unworten“ analysiert. Immer mehr Ausdrücke und Aussagen kommen auf die Verhetzungsliste und gelten als Strafdelikt. Möglichst alle Plätze und Straßen werden mit Kameras überwacht – natürlich mit Datenspeicherung. Gespeichert Daten werden im Zweifelsfall und Bedarfsfall (wenn man es gerade für eine Kampagne benötigt) gegen den Betroffenen verwendet.

Wenn jemand in eine Moschee geht, wird er als Terrorist verhaftet! Kleidungsvorschriften werden wieder eingeführt (zumindest als Verbote). Wer nach Syrien fährt und wieder zurück nach Europa kommt, wird als Sympatisant eingesperrt.

Bei Reisen werden alle Daten aufgezeichnet, jede Banktransaktion muss gemeldet und begründet werden…. Orwells „1984“ erscheint dagegen  als „schöne neue Welt“ …

Zum Ausgleich – man gönnt sich ja sonst nichts – lässt man die Menschen im Mittelmeer ersaufen, verbietet Rettungsaktionen und hetzt wieder kräftig gegen Minderheiten; macht Grenzen dicht und Wohnen teuer – dafür senkt man die Löhne und siedelt Fabriken ab;  führt eine 60 Stundenwoche ein und zwingt den Menschen (denen man noch großzügig eine Existenz gestattet – sie also nicht ersaufen lässt) eine Lebensflexibilität auf, die den Menschenrechten widerspricht …

Ich hätte mir nie gedacht, dass ich das erleben werde …

Das Jahr 2000, das Wassermannzeitalter galt einmal als positive Zukunftshoffnung.

Jetzt sind die Kinder der 1960er am Werk – und die räumen sich unserer Zukunft in ihren Vorgarten!

Graz, 26.6.2018, W.Friedhuber

 

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